Gemeinde kehrt zu Analogfunk zurück

Niedernhausen (HE) – Die Feuerwehr der Gemeinde Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) steigt aus dem Probebetrieb des Digitalfunks aus. Die Wehr wird vorerst wieder analog funken. Grund dafür seien Probleme mit der neuen Technik, so berichtet es der Hessische Rundfunk. So würde der Funkkontakt mitunter abreißen, teilweise sei gar keine Verständigung möglich gewesen. Ein Problem für die Wehr: die Gemeinde hatte ihre analoge Funktechnik bereits weitgehend verkauft.

Artikel: “Feuerwehr hat Probleme mit Digitalfunk” (HR online, 29. Januar 2013)

13 Kommentare zu “Gemeinde kehrt zu Analogfunk zurück”
  1. und ich dachte immer “PROBEBETRIEB” heißt ausprobieren ob etwas funktioniert… ziemlich blauäugig gewesen in der Probe die “funktionierenden analogen Geräte” zu verkaufen. Dafür sollte man denjenigen mal belangen…

  2. MacLeod

    Ja, ja. “Wir haben nie ein Schriftstück bekommen auf dem stand, dass der Analogfunk als Rückfallebene weiter laufen soll!” So der Bürgermeister. Komisch, dass das in jeder Veröffentlichung zum Ablauf der Digitalfunkeinführung in Hessen so stand… Wohl gedacht man könnte mit dem Verkauf der 2m-Geräte mal ne schnelle Mark machen…

  3. Der Originalartikel ist absolut nichtssagend. keine Angaben in welchem Modus hier vorgegangen wurde, waren Gateways oder Repeaterfunktionen im Einsatz. welchen GAN Standard hat das Bundesland und war zu dem Zeitpunkt in dem Gebiet der Standard schon gegeben? Typische Schlagzeilenmanier um ein System schlecht zu machen.

  4. Peter Lamaack

    Für die etwas jüngeren Floriansjünger hier: ich stehe kurz vor meinem 55. Geburtstag und kann mich noch sehr gut an die Fußball-WM im eigenen Land erinnern.
    Die war 2006 und dies war das Datum, wo aller-aller-aber wirklich allerspätestens der Digitalfunk flächendeckend in ganz -D- etabliert sein sollte.
    Schliesslich ginge es um die innere Sicherheit – Politiker-Bla-bla-im Quadrat.

    Das Digitalfunkprojekt verschwand aus der öffentlichen Aufmerksamkeit und das Interesse der Medien schwand, als mit der Einführung der “Nacktscanner” eine neue Sau durch’s Dorf getrieben wurde.
    Nach wie vor stehen sie immer ganz furchtbar wichtig und stolz mit einem überdimensionalen Pappschlüssel in der Hand und tun so, als hätten sie persönlich das Geld für eine seit Jahren überfällige Ersatzbeschaffung bei den BOS-Diensten mit der Sammelbüchse besorgt.
    Gemeint sind Typen, die “schnell und unbürokratisch” immer dafür sorgen wollen, daß geholfen wird – wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Nicht die FF in Niedernhausen ist schuld!
    Vesagt im Sinne von Totalausfall hat die Politik – konkret Menschen in allen möglichen Parlamenten, die keine gewählten Abgeordneten, sondern nur Sesselfurzer sind.

  5. Ein vermutlich bekanntes Problem. Das Innenministerium hat Motorola schon Anfang Dezember einen Auslieferstopp verhangen da im DMO Verbindungen plötzlich abreißen. Softwareprobleme heißt es…

  6. @Thomas: das sind doch aber alles Fakten, die den Zeitungsleser nicht interessieren – es handelt sich ja um eine Tageszeitung und kein Fachblatt. Für den Bürger ist es interessant zu wissen, ob es funktioniert – oder eben nicht. Um die Details kümmern sich (hoffentlich) die Fachleute um die Fehler zu beheben.

  7. dr-eichel

    @Thomas Hillen: Mal ganz ehrlich – das interessiert doch nur Leute wie dich: Technikfreaks. Da muss wieder das Autobeispiel herhalten: Wenn das Auto nicht anspringt, sage ich auch nur, das Auto springt nicht an, und höre nicht hin, dreht der Anlasser, ist die Batterie leer, ist Benzin im Tank etc. Das macht dann schon der ADAC.
    Technik muss funktionieren – und sie muss so funktionssicher sein, dass ich mich in entsprechenden Situationen drauf verlassen kann, egal welcher “Modus”.

  8. Nebenbei bemerkt: Im Analogfunk reißt der Funkkontakt auch hier und da mal ab, beim Handy passiert das auch ab und zu mal und übers Festnetz natürlich ebenfalls. Selbst wenn ich jemandem etwas zurufe weiß ich nicht ob er es gehört hat…

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: