Feuerwehrmann an Absperrung umgefahren

Höhenkirchen (BY) – Ein 26-jähriger Feuerwehrmann ist am Wochenende bei der Absperrung eines Festumzuges in Höhenkirchen (Kreis München) von einer Autofahrerin angefahren und verletzt worden. Wie “merkur-online.de” berichtet, hatte die Frau zunächst ungehalten auf die Sperrung reagiert. Als sich der Feuerwehrmann von der Frau abwandte, habe sie beschleunigt und dabei den Feuerwehrmann mit dem Wagen gestreift und zu Boden gerissen. Im Vorbeifahren soll sie ihn sogar noch beschimpft haben. Gegen die 42-Jährige wurde Anzeige erstattet. Schon zuvor waren Feuerwehrleute bei der Absperrung von wütenden Autofahrern beleidigt worden.

Artikel: “42-Jährige fährt bei Festumzug Feuerwehrmann an” (merkur-online.de, 19.07.2011)

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13 Kommentare zu “Feuerwehrmann an Absperrung umgefahren”
  1. C.Hüttenschmidt

    Was ein Wahnsinn, man kann es nicht fassen. Bin selber bei der Feuerwehr seit Jahren aktiv und bin bestürzt was ich hier lesen muss.

    Möchte mir jeglichen Kommentar ersparen zu der Fahrerin, hoffe nur das der Feuerwehrkamerad schnell wieder auf die Beine kommt.

    An dieser Stelle meine herzlichsten Genesungswünsche.

  2. ich versteh auch nicht wie man so reagieren kann wenn man doch von der feuerwehr beschützt wird..
    vergessen das die leuete? denken die die feuerwehr wäre nur so aus spaß da?

  3. Christoph

    Auch von mir die besten Genesungswünsche an den Kameraden.
    Zur Autofahrerin fällt mir nur ein seeeehr langer Führerscheinentzug als Strafe ein…
    Bei uns sind die Leute entweder besser erzogen oder einfach gelassener, wenn wir da mal (aus welchem Grund auch immer) die Strasse sperren müssen, habe ich noch nichts von Beleidigungen gehört- nur Fragen nach einer Umfahrungsmöglichkeit, dem “Warum” (habe ich nicht immer erschöpfend beantwortet*) und der Dauer.

    * Gewisse Details zu Unfällen können die Leute auch später in der Zeitung nachlesen

  4. Auch von mir sehr herzliche Genesungswünsche!

    So extremes Handeln ist glücklicherweise ehr die Ausnahme! Erfahrungen mit längern Diskussionen habe ich bisher fast nur mit Anwohnern gemacht…

  5. Marius

    Unglaublich. Wollen wir hoffen, dass der Kamerad schnell wieder auf die Beine kommt.
    Dass viele Autofahrer mit Absperrungen oder Fahrzeugen mit Sondersignal überfordert sind, und aggressiv reagieren, muss ich leider bestätigen.
    Und in der Tat sind es meistens die direkten Anwohner, die am aggressivsten sind.
    Das krasseste, was ich erlebt habe, ist dass ein PKW-Fahrer über den Radweg an der Einsatzstelle vorbei wollte, weil die Straße gesperrt war.

  6. Ich war mal Fahrgast in einem Taxi dessen Fahrer nach einem VU (an dem er selbst nicht beteiligt war) einen Polizisten bat, doch bitte vom Bürgersteig runter zu gehen, damit er diesen benutzen könne – hat nicht viel gefehlt und er hätte dafür bezahlt…

  7. christine

    Ich wünsche dem FFW- Kameraden eine schnell Genesung! Ich hoffe es ist ihm nichts schlimmes passiert.
    Ich bin selber bei der FFW aktiv und mir ging es schon oft selber so. Warum soll ich mich als freiwilliger Helfer immer beschimpfen lassen? Manche menschen vergessen wirklich wer ihnen in ihrer Not hilft. Da könnten ja mal die Helfer die Verunglückten beschimpfen und fragen warum sie Unfälle bauen. Wir könnten uns in dieser zeit ja auch eigentlich einen schönen Tag machen….
    Das vergessen die Leute echt immer wieder mal…

  8. Sebastian

    Dieses ist mir auch schon passiert.
    Absperrung wegen einem Radrennen. Durchfahrt voll gesperrt. Ein Sprinter hat sich da durchgezwängt. Ich signalisiert dem Fahrer ein stehen bleiben. Dieser fuhr weiter und hätte mich fast umgefahren. Ich habe dem dann die Fahrertür aufgerissen und dann hielt er an. Ab er dann kamen wüste Beschimpfungen. Das noch schlimmere. Neben ihm saßen zwei Kleinkinder. Ich habe versucht diesen zu beruhigen. Kein Erfolg. Kinder weinten, ich rief die Polizei der Sprinter fuhr weiter. Dieser Herr wurde von der Polzei angerufen und belehrt. Da wir hier auf dem Dorf wohnen habe ich von einer Anzeige abgesehen. Großer Fehler von mir. Der Typ erzählt jetzt überall rum ICH hätte ihn fast verprüglt, angeschrien, beledigt!!! PS: Ich bin stell. OBM! Na schönen Dank aber auch.Und wir machen das alles freiwillig. Dafür!?!

  9. Eine nicht zu vertretende Aktion eines Autofahrers. Gute Besserung!

    Allerdings eine sehr oft geübte Praxis, die eigentlich nichts mit den Aufgaben der Feuerwehr zu tun hat. Daran sollte man auch denken. Eingriff in den Straßenverkehr ohne Einsatz etc. Es bleibt nur zu hoffen, dass die zuständigen Stellen diese Tätigkeit angeordnet als als Auflage für den Veranstalter gemacht haben.

    Es gab bereits vor langer Zeit ein Urteil, wonach die Feuerwehr in einem derartigen Fall keine Befugnis hat, ihre Anordnungen nicht befolgt werden müssen. Das Risiko bei Vorkommnissen liegt dann aber beim Verkehrsteilnehmer selbst, da er ausreichend gewarnt wurde und er sich der Straßenverkehrsordnung entsprechend verhalten kann und muss (§1). Das Thema wäre eine Doktorarbeit wert, da auch ein Festumzug auf einer Straße der Gednehmigung bedarf. Und da kann eine entsprechende Sicherung mit eigenem Personal zur Auflage gemacht werden.

    Egal wie: Der Hammer!!!

  10. Auch wenn es ketzerisch klingt,

    aber ist die Absicherung eines Festumzuges Aufgabe der Feuerwehr??
    Fällt so etwas nicht eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der Polizei??
    ich weiß das es seit Jahrzenten so gehandhabt wird, was aber nicht gleichzeitg auch heißt das es richtig ist.
    Es wäre einmal interesant was der Gesetzgeber dazu sagt. Aber das werden wir wie immer erst erfahren wenn jemand schwer verletzt oder getötet wurde.

    Nichts desto trotz ist die Reaktion der Autofahrerin durch nichts zu entschuldigen.
    Auch von mir die besten Genesungswünsche.

  11. Morshu

    @Held: Du hast in deiner Schilderung vollkommen Recht. In der Praxis allerdings hat die Polizei nicht genügend Personal, um sich um solche Sachen zu kümmern.
    Immerhin haben wir in Deutschland ca. 750 000 mehr freiwillige Feuerwehrleute als Polizisten.

    Die Sache an sich bleibt unendschuldbar, sowas geht gar nicht. Gute Besserung!

  12. @ Uli:

    Was die Urteile zu diesen Fällen angeht,muss man ganz grundsätzlich (unabhängig von Regelungen in einzelnen Bundesländern) zwischen Einsätzen und Veranstaltungen unterscheiden!!!

    Einsätze: Hier kann im Prinzip jeder im Zuge der Absicherung alles machen, was notwendig und verhältnismäßig ist! Ein Weisungsrecht hat jedoch nur die Polizei!

    Veranstaltungen: Hier erteilt die Strassenverkehrbehörde dem Veranstalter eine Genehmigung, die in der Regel mit Auflagen verbunden ist – etwa Beschilderung und ggfs. der Einsatz von Sicherungsposten oder auh der Polizei.

    Die Sicherungsposten haben auch hier ander als Polizisten keine Weisungsbefugnis! Und somit im Grunde ehr die Beschilduerung zu sicher oder besser gesagt an Ort und Stelle zu halten, als diese zu ersetzen!

    Auch wenn es mit Sicherheit nicht primäre Aufgabe der Feuerwehr ist, bei Veranstaltungen den Verkehr zu sichern, in vielen Fällen kommen in der Praxis nur wir dafür in Betracht.

    Es gibt kaum nicht staatliche Organisationen, die in der Lage wären eine größe Zahl an Personen, in Uniform, mit Warnkleidung, Funk, geigneten Fahrzeugen und der nötigen Organisation SINNVOLL zur Verfügung zu stellen – man bedenke auch, dass die meisten Veranstaltungen dieser Art öffentlich sind!

    Frage an die Redaktion: Es gab doch vorkurzem einem Bericht dazu im Heft – könnte man das hier aufgreifen / verlinken?

  13. Daniel

    ich kann mich Christoph nur anschließen auch von mir die besten genesungswünsche und das die bevölkerung so wenig verständnis zeigt das kann ich nicht glauben wie sid sagt vergessen die Leute wer und was wir sind ?

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