Feuerwehr: Streit um Mode aus rechter Szene

Groß Molzahn (MV) – Bei der Feuerwehr Groß Molzahn (Kreis Nordwestmecklenburg) ist ein brisanter Streit entbrannt. Wie der “Lübecker Nachrichten” berichten, seien Wehrführer Danny Strauch und einige seiner Kameraden bei öffentlichen Veranstaltungen mit Kleidung der Marke “Thor Steinar” aufgefallen. Sie gilt als Symbol der rechtsextremen Szene. Daraufhin hatte der Bürgermeister seiner Feuerwehr verboten, so in der Öffentlichkeit aufzutreten. Dies nahmen die Kameraden jedoch nicht einfach hin.

Artikel: “Streit um Nazi-Mode bei der Feuerwehr” (Lübecker Nachrichten, 24.11.2011)

12 Kommentare zu “Feuerwehr: Streit um Mode aus rechter Szene”
  1. Lisa Heinze

    Also ich bin der Meinung das jeder selber entscheiden kann, was er trägt. Jedoch als Autoritätsperson, sollte sich ein jeder überlegen, ob dies sich effektiv auf sein Ehrenamt ausübt. Ich finde jedoch, dass die politische Einstellung nichts mit dem Ehrenamt zu tun haben muss,da jeder Angehörige der Feuerwehr unteranderem für den Schutz von Menschen sowie die Abwendung einer Lebensgefahr durch Sofortmaßnahmen zuständig ist. Wem auch immer die eigene politische Einstellung dabei behindert, kann und darf dieses Ehrenamt nicht ausüben.

  2. Wäre auch mal interessant, was denn im umgekehrten Fall, sprich: Die Kameraden tragen Bekleidung der sog. antifa(man schaue sich auf deren Seiten um…und wird feststellen, daß die antifa nicht anders ist, als die Neonazis; beide wollen die Republik vernichten.)

  3. War ja klar, dass gleich wieder der Vergleich mit der linken Szene kommt. Nur sind seit den 90er Jahren über 180 Menschen durch Rechtsextreme getötet worden und genau null durch Linksextreme.
    Leute, die Menschen töten oder die mit solchen Leuten sympathisieren und dies zum Beispiel durch tragen der Kleidung dieser Leute nach außen zeigen, haben in Hilfsorganisationen nichts zu suchen!
    Null Toleranz!

  4. Notrufprotokoll

    Extremismus, egal von welcher Seite, hat in der Feuerwehr nichts zu suchen, weder privat, noch dienstlich, und im Einsatz sowieso nicht.
    Das Tragen einer bestimmten Marke ohne rechtsextreme Symbole oder ähnlichem zu untersagen ist aber weder rechtlich möglich noch sinnvoll.

  5. Feuerwehr hat als Teil der Exekutive weitestgehend frei von politik zu bleiben! Das gilt meines Erachtens auch für nicht dienstliche Anlässe – insbesondere wenn diese eine rechte oder linke Gesinnung vermuten lassen könnten!

    Wer das nicht reskektiert ist für ein solches Ehrenamt m.E. nicht geeignet!

  6. Insbesondere durch Kleidung wird eine Zugehörigkeit zu einem Milieu zur Schau gestellt. Hierbei ist es meiner Meinung nach unerheblich ob zur rechten, oder zur linken Szene – Extremismus hat bei der Feuerwehr nichts zu suchen.
    Ob es eine gesetzliche Handhabe gibt Feuerwehrleuten eine gewisse Marke zu verbieten kann ich nicht beurteilen, dennoch sollte man als Leiter einer Wehr sich seiner Vorbildfunktion, auch im Hinblick auf eine mögliche Jugendfeuerwehr, bewusst sein.

  7. Ist euch vielleicht mal in den Sinn gekommen das er keiner Szene anghört.
    Ich würde Thor Steinar nämlich nicht zwangsläufig als “Nazi-Klamotte” bezeichnen, Inhaber dieser Firma ist nämlich ein Inder.
    Außerdem sollte man Menschen nicht aufgrund ihrer Kleidung in eine Schublade einordnen, denn wenn man z.B. Springerstiefel trägt heißt das ja nicht Automatisch das man eine rechte bzw. linke Meinung hat.

  8. @ Ronny: Das möhte ich grundsätzlich nicht bestreiten – aber: Als Feuerwehrmann, insbesondere in einer Führungsposition, steht man oft (auch ohne Uniform)in der Öffentlichkeit! Da sollte man scon darauf achten nicht eine Ecke geschoben zu werden!!!

  9. Das Einsickern in die Gesellschaft trägt viele Gesichter. Ich halte das für bedenklich. Interessant wäre mal die Betrachtung eines Kameradschaftsabend in dieser Wehr. Im Dienst ist das Tragen dieser Kleidung nichts anderes als eine Provokation.
    Ich denke, nur der kann seinen Dienst ordentlich verrichten, der ALLEN Menschen nur mit dem eigenen Anspruch auf Hilfegewährung begegnet ohne Ansehen der Hautfarbe, Gesinnung, Herkunft etc. Ob das bei den Rechten (und sicherlich auch einigen Linken) möglich ist, wage ich zu bezweifeln.

  10. Also zu dienstlichen Anlässen sollte man eh die Dienstkleidung tragen und nicht in einem MischMasch dort auflaufen.

    Die Marke Thor Steinar ist eindeutig Rechtslastig belegt und alleine der Ruf dieser Marke ist schon ein Grund nicht darin rumzulaufen.

    Im Gegensatz zur Marke Lonsdale distanziert sich auch Thor Steinar nicht von der Rechten Szene.

    Die Entscheidung des Bürgermeisters kann ich vollkommen nachvollziehen.

  11. Rechts wird und sollte auch nie in der Feuerwehr toleriert werden. Erst recht in kleineren Ortschafte wo jeder jeden kennt sollte man als Mitglied der FF noch genauer auf sein politisches Bild achten da sonst dieser Verein in verruf geraten könnte – Und das wollen wir doch nicht!?

  12. @ Alex112: Inhaltlich stimme ih dir voll zu – nur ist eine FF doch viel mehr eine öffentliche Einrichtung als ein Verein.

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