Einsatz von Rettungsgeräten untersagt

Fensterbach (BY) – Ärger bei der der Freiwilligen Feuerwehr Wolfring in der Gemeinde Fensterbach (Kreis Schwandorf): Die Feuerwehr darf nach einem Gemeinderatsbeschluss ihren hydraulischen Rettungssatz nicht bei Ernstfällen einsetzen – ebenso ihren Defibrillator. Hintergrund, so berichtetet es das “Wochenblatt”: Das Gerät war 1999 nur für Übungszwecke von der Feuerwehr selbst beschafft worden. In der Gemeinde steht ein offiziell beschaffter Rettungssatz zur Verfügung – und nur der kann und soll von der neuen Integrierten Leitstelle Amberg alarmiert werden.

Artikel: “Feuerwehr darf Rettungsgeräte nicht mehr einsetzen” (Wochenblatt, 20. Februar 2014)

48 Kommentare zu “Einsatz von Rettungsgeräten untersagt”
  1. Kann ein Gemeinderatsbeschluss geltendes Recht außer Kraft setzen? Was sagt denn da die Kommunalaufsicht dazu? Feuerwehr darf nicht mehr mit Sirene alarmieren. Feuerwehr darf nicht mehr mit Martinshorn fahren. Feuerwehr darf ihre Arbeit nicht mehr machen….. IRRE!

  2. Herzlichen Glückwunsch an die Gemeindeverwaltung!
    Es ist schon traurig genug, das Feuerwehren Ausrüstung selber beschaffen.
    Aber sie dann mit Füßen zu treten?!
    Für mich wäre da meine Freizeit zu schade.

  3. Haben die eigentlich sonst keine Probleme. Andere wehren würden sich über nen Rettungssatz freuen. Schon mal drüber nachgedacht den “Übungs-“Satz in die Alarmierung einzuziehen?

  4. Ist es nicht irgendwo Grundsatz, das mit allen zur Verfügung sthenden Mitteln geholfen werden soll. Natürlichunter Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften. Aber dann darf ich auch kein Traktor mehr zur Hilfe bitten, um etwas wegzuziehen… steht ja nicht im Alarmplan. Und wie weit geht das runter? Ein rumliegender Balken ist ja kein seriöses Rüstholz….

  5. Warum soll ein funktionierender Rettungssatz nicht eingesetzt werden? Wenn das Gerät geprüft und gewartet ist, spricht doch nichts dagegen, oder? Genauso das AED-gerät, was leben retten kann und soll.

    oder fühlen sich da irgendwelche entscheider übergangen etc. ?

    Meiner meinung nach eine Provinzposse, die so nicht stattfinden darf.

  6. Ja, kommt mir bekannt vor. Kommune will nicht, das die Ortsteilfeuerwehren auch Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr erfüllen können. Darum ein Verbot der Kommune, selbst beschafftes Material auf den Fahrzeugen zu verlasten…Wie man sieht, kein Einzelfall.

  7. Wenn die Leitstelle in Kenntnis des Vorhandenseins des Rettungssatzes/Defi + entsprechender Ausbildung die Fw bei Ortsnähe NICHT alarmiert, könnte sie im Falle eines Falles erhebliche Schwierigkeiten kriegen…

  8. Ist doch klar, selbstbeschafftes Gerät ist vielleicht nicht sicher genug oder geprüft. Zudem steht ein anderer bereit, der von der Gemeinde gekauft worden ist. Des Ding rein, die Gemeinde kauft sich sowas ja nicht zum Spaß!
    In München wäre das z.B. undenkbar. Die Stadt zahlt und da kann nicht jeder sein eigenes Ding machen. Gleiches Auftreten Stadtweit, egal ob FF oder BF!
    Kommt fast so vor, als würden sie den aus Trotz nicht im Fahrzeug installieren.?!

  9. Frank die Leitstelle ist in so einem Fall nicht Weisungsbefugt gegenüber dem Träger des Brandschutzes…Uns als Feuerwehr gab es 2007 auch nicht weil das ein Herr so wollte und schupps gabs auch keine Alarmierung mehr für uns… aufgefallen ist es erst als es öfter mal im Nachbarort gebrannt hat (Feldbrände) und nachdem dann die Wehren durch unser Dorf rasten unser OwF bei der Leitstelle nachfragte ob wir nicht alarmiert sind dann die Antwort bekam ,,Wir dürfen euch nicht alarmieren” Erst der Kreis beendete diese Spektakel nachdem er sich unsere Technik und Ausbildung anschaute da kamen so einige Sachen ans Licht aber rate mal ob diese Person noch immer im Amt ist ;-( Was ich damit sagen will keiner kann dem Träger reinreden der kann machen was er will bei uns ist es jedenfalls so…

  10. Wenn man den Ursprungsartikel liest wird die Sache klarer.

    Geräte die offiziell nicht existieren können nicht alarmiert werden.

    Wobei ich gestehen muss, ich kann auch die Gemeinde ein stück weit verstehen. Es gibt in jeder Stadt / Gemeinde Bedarfspläne und Alarmierungsordnungen. Wenn jetzt jede Wehr anfängt mit Hilfe der eigenen Kasse die Fahrzeuge aufzurüsten mag das ja nett und lobenswert sein, aber wer übernimmt die Gewährleistung, dass das private Gerät auch funktioniert, gewartet ist und co. Was passiert, wenn das Gerät defekt ist? Wer beschafft den Ersatz, der vll. laut im Bedarfsplan nicht erforderlich ist und und und. Da gibt es einige Fallstricke.

    Nebenbei bemerkt halte ich überhaupt nichts von dem Privatkauf irgendwelcher Fahrzeuge und Geräte für Feuerwehren. Das ist Aufgabe der Stadt / Gemeinde und wenn die eigene Wehr halt nur eine Wehr mit Grundausstattung ist, kann man es nicht ändern.

  11. Dann dauert es nicht mehr lange im blau weisen freistaat das sie eine. Wasseruhr ans standroh montieren lassen und wenn es brennd nur noch eine gewisse menge verbraucht werden darf.ich glaube dieser beschluß von diesem gemeinderat ist im wirtshaus beschloßen worden

  12. Wenn das ding 99 zu übungszwecken gekauft wurde, wäre es mal interessant zu wissen um was für ein gerät es sich handelt, alter der schläuche, letzte rissprüfung etc. Etc. Kurz gesagt ob das gute stück überhaupt einsatztauglich ist….. und selbst wenn all diese punkte erfüllt sind, ob das gerät überhaupt eine chance bei den heutigen fahrzeugkarosserien hat.

  13. Das ist nur ein Teil der Geschichte. Leider kennen wir die Begründung der Versammlung nicht. Da ist es schwer sich ein Bild zu machen. Würde gerne den anderen Teil auch lesen. Unter diesen Umständen kann man nichts zu sagen

  14. naja über all sind die Gelder knapp in den Kassen der gemeine aber schade ist es trotzdem. mich würde mal interessieren wie viel TH Sätze in dem Gemeinde gebiet sich befinden. denn wer so etwas beschließt muss ja genug haben oder.

  15. Traurig einfach nur traurig

    Nja mal schauen wenn der Bürgermeister ausm Auto geschnitten werden soll via crash rettung und es zu lange dauert…

    Mal schauen ob sie ihr Konzept nochmal überarbeiten…

  16. Fabio Pache

    Na klar,
    und wenns schief geht und menschenleben in gefahr sind bzw. menschen nicht gerettet werden können aufgrund solcher HIRNRISSIGER beschlüsse dann ist der kleine Feuerwehrmann schuld… so ein MIST.
    was ist nicht tragbar.
    wem sowas einfällt der sollte mal in die lage des opfers kommen.!!!

  17. Aber es ist doch so das wir als Feuerwehr in der Pflicht stehen zu helfen , und dies ja auch feierlich geschworen haben. Deshalb glaub ich nicht das jemand straf rechtlichen gegen Einsätze mit diesem Gerät vorgehen wird! Klar sie werden nicht extra alarmiert aber wenn sie da sind wer soll da was machen? Und wenn ein Gemeinderat oder so solche Beschlüsse trifft und die Wehr schon lange mit solchen Geräten arbeitet und auch oft braucht muss diese finde ich auch schnellst möglich offiziellen Ersatz beschaffen!!! Ich würde in dieser Wehr sicher auf lange Sicht die Freude an der Sache verlieren wenn man mir solche Steine in den Weg legt!

  18. Also die Geräte wurden von Anfang an nur für Übungszwecke beschafft (was bei eine Defi überhaupt keinen Sinn mach). Am Anfang waren die Wolfringer laut Artikel damit ja auch einverstanden, später plötzlich nicht mehr. Das Problem ist, wenn die Geräte nur für Übunszwecke da sind müssen die auch nicht Ersatzbeschafft werden. Und müssen auch nicht alle Anforderungen erfüllen die sie im Einsatz haben.
    Der dortige Gemeinderat hat mit Sicherheit mehr Einsicht in den Fall als wir oder das Feuerwehr-Magazin

  19. Ja ja so ist das und wenn die Freiwilligen Feuerwehren in 2 Jahren noch nicht abgeschaft sind sitzen wir neben der Einsatzstelle trinken Kaffee und spielen Karten weil wir nichts mehr dürfen oder die Gerätschaft fehlt und selbst dann merken die Leute immer noch nicht wo der Fehler ist und die Kammeranden/inen müssen es wieder ausbaden^^
    Gut das die plitiker keine Ahnung ahben was sie machen, anrichten und worüber sie da eigentlich bestimmen. Aber wenn sie dann mal betroffen sind ist das geblärre groß.

  20. Kopfschütteln…… weiss nicht was ich sagen soll, geht es hier um Kinderspielzeug, oder um ein Rettungsgerät, zur Rettung von Menschenleben ??????

    Mir fehlen die Worte und das im Jahr 2014.

  21. Senfdazu

    Michael Mues hat es auf den Punkt gebracht.
    Das Gerät muß, wenn es im Einsatzdienst steht, gewartet werden. Und die Kosten sind nicht unerheblich. Wer’s nicht glaubt, einfach mal nachfragen bei der Gemeinde, FTZ, evtl. Unfallkasse.
    Zudem: Steht das Gerät im Bedarfsplan ? Wenn nicht, gibt’s auch kein Geld vom Brandschutzträger für die Wartung. Fertig !!

    Wir könnten uns alle, “zu Übungszwecken” ein HLF 20 hinstellen … , aber nur für “Übungszwecke ? Macht das Sinn ?? Wenn der Brandschutzbedarfsplan nun mal nur ein TSF, TSF-W oder MLF vorsieht, dann hab’ ich halt nicht mehr, aber ich muß dieses Gerät 100% einsetzen können.
    Wenn dann der Hilfeleistungsatz von außerhalb an eine Einsatzstelle in meinem Beritt kommt, sollte mit dieser Feuerwehr ZUSAMMEN geübt werden. Es gibt genug an einer Unfallstelle zu tun, bevor Schere und Spreizer eingesetzt werden können. Diese Aufgaben kann, oder müßen, auch von einer “TSF- Feuerwehr” übernommen werden. Hierfür sollten Geräte, zB. für das Glasmanagement, beschafft werden.
    Die Kameraden mit Rettungssatz und vor allem, die Unfallopfer werden es danken.

  22. Was für ein mist

    Was soll das denn für ein schrott sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  23. Werner Engelfried

    Unglaublich was fuer eine Gemeindeverwaltung ,hoffentlich passiert nich etwas furchtbares dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet weden muss. Wer dann wohl den Schwarzen Peter bekommt ein heisses Eisen dieser fall….

  24. Ich bin seit meinem 16 Lebensjahr bei der Feuerwehr und bei uns kauft die Stadt unter Berücksichtigung des Feuerwehrbedarfsplans die erforderlichen Geräte und wir sind gut ausgestattet. Aber wir fahren auch über 300 Einsätze pro Jahr.

  25. Sueder80

    Ist doch ganz einfach:
    Die Feuerwehr oder der Feuerwehrverein hat mit seinem eigenen Geld vor 15 Jahren einen Rettungssatz gekauft. Dieser muss auch irgendwann wieder ersetzt werden weil zu alt und/oder für heutige verhältnisse zu Leistungsschwach.
    Wenn das Fahrzeug mit diesem Rettungssatz jetzt offiziel in der AAO auftaucht bedeutet dies das er vom Bedarfsplan her auch erforderlich ist.
    Wenn der Feuerwehrverein aber kein Geld mehr dafür hat ist die Gemeinde unter zugzwang und muss ein neue Gerät finanzieren.
    Ich frag mich allerdings ernsthaft warum eine Ortswehr mit 7 echten Einsätzen im Jahr unbedingt einen Hydraulischen Rettungssatz benötigt.

  26. Für meinen Geschmack ist das nur richtig und wichtig das seitens der Verwaltung so gehandelt wird.Wer garantiert denn eine sach- und fachgerechte Wartung und Unterhaltung gegebenfalls nachweispflichtige selbst beschaffter Geräte? Wer garantiert das fachlich und sachlich ausgebildet wird und eben nicht nur rumgespielt oder bissl eingewiesen wird? Wer bildet aus und ist er ausbildungsberechtigt(Kreisausbilder)? Wer haftet aus Schäden und Fehlern die mit solchen Geräten passieren(können)? In aller Regel sind solche Anschaffungen nun mal Eigentum des entsprechenden Vereins und eben nicht der Feuerwehr. Hier wird viel zu oft einfach der Schnitt nicht gezogen und das ist das Hauptproblem. Da kauft jeder was er will und macht was er will und sieht nur seine Sicht auch im Hinblick auf WIR brauchen das….

  27. Also ich muss mich schon wundern liebe Feuerwehrkameraden,denkt ihr nicht mit beim lesen oder was ist los? 1. Der Rettungssatz wurde 1999 nur für Übungszwecke gekauft,ebenso der Defi.2. Die Gemeinde stellt einen neuen Rettungssatz zur freien Verfügung,also was hindert die Feuerwehrkameraden daran den neuen Rettungssatz zu verwenden. 3. Da werden Sachen in den Artikel hineininterpretiert die gar nicht darin vorkommen. Liebe Feuerwehrkameraden ihr dürft die Welt nicht immer gleich schwarz sehen,reicht schon wenn das unsere Politiker machen. Ein Feuerwehrmann hat immer eine gesunde Mischung Optimismus,um im Ernstfall helfen zu können. Ein schönes Wochende wünscht euch Feuerwehrmann Hubert Semler von der FFW-Kinding im Altmühltal.

  28. Daniel Stahl

    Zum Verständnis: Der Rettungssatz ist in Ordnung und hat alle Prüfungen bestanden. Er wurde mit Zuschüssen vom Land gekauft (nicht nur zu Übungszwecken) und bisher regelmäßig offiziell alarmiert. Einen Bedarfsplan in dieser Form gibt es nicht, nur Schätzungen des Gemeinderates über den Daumen. Den zweiten “gemeindlichen” Rettungssatz hat die Nachbarfeuerwehr.

    Wir sind gut ausgebildet und üben mit allen unseren Geräten regelmäßig (ich bin Kreisausbilder). Dank des Vereins haben die Geräte bisher die Gemeinde nichts gekostet und werden es auch weiter nicht!

    Wenn das durchgeht, kann die Gemeinde künftig jedes unserer Normgeräte verbieten. Bisher wusste ich, wenn ein Fahrzeug mit der Bezeichnung LF8 mit Zusatzbeladung THL anfährt, hat es auch die dabei, was nach Norm drauf gehört. Wie soll man da noch Einsätze planen, wenn nicht mehr drauf sein muss, was sich gehört?

    Schön ist immer noch die politische Feigheit einer nicht öffentlichen Sitzung. Nicht einmal auf Nachfrage bekommt man eine (plausible) Begründung. Vermutlich, weil es nicht mit Vernunft erklärbar ist.

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