Ehrenamtliche erfüllen Schutzziele nicht mehr

Greven (NW) – In der 36.000-Einwohner-Stadt Greven (Kreis Steinfurt) kann die freiwillige Feuerwehr die Schutzziele nicht mehr gewährleisten. Als Grund nennt die “Münsterländische Volkszeitung” die beruflichen Situationen der ehrenamtlichen Helfer. So ist die Stadt gefordert. Sie muss acht hauptamtliche Kräfte einstellen. Die Mehrkosten belaufen sich pro Jahr auf über 500.000 Euro.

Artikel: “Feuerwehr muss hauptamtliche Kräfte als Verstärkung einstellen” (Münsterländische Volkszeitung, 16. November 2012)

21 Kommentare zu “Ehrenamtliche erfüllen Schutzziele nicht mehr”
  1. So ist’s richtig. Die Gemeinden haben es ja auch verschlafen um Nachwuchs zu motivieren. Zumindest bei uns! Führt die Feuerschutzabgabe wieder ein und schon werden mehr Kräfte da sein.

  2. Vielen Kommunen ergeht es so mit dem Schutzziel. Leider werden heute immer noch viele Zeiten schön geredet und manches Personal kommt zweimal. Die Feuerwehren sollten wach werden und sich überlegen ob sie sagen die Zeiten werden geschafft. Seit bitte ehrlich mit den Zeiten und mit der Anzahl der Einsatzkräfte. Auch wenn es natürlich nicht schön wenn unterm Strich heraus kommt das die Wehr die Zeiten nicht schafft, aber bitte liebe Feuerwehrfürsten dafür könnt ihr nun nichts. Es ist leider der demographische Wandel der auch vor der Feuerwehr nicht halt macht.

  3. Ist doch positiv zu werten, Ehrenamt durch das Hauptamt entlasten und es ergeben sich ganz neue Perspektiven :-))

  4. Thomas Klee

    Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden und Städte haben die Feuerwehr, die sie verdienen.
    Wenn sich niemand engagiert, dann wird es halt Opfer geben.
    Stell Dir vor es brennt – und keiner geht hin…

    Fangt schon mal an, Rauchmelder zu installieren.

    Thomas (seit 40 Jahren aktiv in FF)

  5. Warum sollte man sich auch freiwillig und ohne Vorteil von irgendwas
    engaieren ?

    Es wird allerhöchste Zeit das sich unsere Politik hier mal wirklich Gedanken macht.
    Sonst sieht es bald düster aus … .

  6. Wirklich Traurig! Aber so siehts fast überall in der BRD aus!!!

  7. Solange die Städte nicht erkennen, wie wertvoll die Freiwilligen sind, geschieht ihnen dies recht!

    So gehts bei uns:
    Keine Fahrtkosten zu Dienst und Einsatz, Einsatzkleidung selbst waschen, defekte Brille wird nicht ersetzt, bei Kfz-Unfall muss man seine Vollkasko beanspruchen, Führerscheinverlängerung selbst zahlen, Falschparkerticket im Einsatzfall, keine vernünftige Einsatzkleidung, ……. !

    Wieviel Politiker tragen bei Ihnen einen Fw-Helm? Bei uns keiner!

    Wenn man seine “Rennpferde” nicht richtig füttert, gibts keine Preise mehr!

  8. Jürgen Grülmayer

    es wird Zeit, dass die Kommunen bei Personalausschreibungen für Bauhof und Rathaus erwähnen, dass die Mitwirkung in der aktiven Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr gewünscht wird. Hier sollte mit gutem Beispiel voran gegangen werden und hat dann gleich eine andere Argumentationsmöglichkeit gegenüber der privaten Wirtschaft.

  9. Das Problem gibt es nicht nur im Münsterland, es gibt sicher nur ganz wenige Feuerwehren welche nicht mit Personalproblemen zu kämpfen hat.Warum überlegt man nicht in Regionen und Städten in denen es auch Werkfeuerwehren gibt, diese mit ein zu beziehen?

  10. Heino Kreutzfeldt

    Vielleicht ist das auch der “Lohn” für alle die Tätigkeiten , die wir uns als FF aufgebürdet haben, First Responder, Ölspuren beseitigen, Verkehrsflächen reinigen, entlaufene Tiere einfangen, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Sollten wir uns nicht wieder auf unser “Kerngeschäft” besinnen, um die Arbeitgeber milde zu stimmen?

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: