Diskussion um Fluchtwege auf Weihnachtsmarkt

Trier (RP) – Der Weihnachtsmarkt in Trier könnte ab diesem Jahr kleiner Ausfallen als gewohnt. Grund dafür ist jedoch kein Rückgang an Händlern, sondern ein neuer Flucht- und Rettungswegplan. Der bisher bestehende Plan wurde überarbeitet und unter anderem auch an die Erkenntnisse aus der Massenpanik bei der Loveparade 2010 in Duisburg angepasst. Wie das Onlinenachrichtenportal “lokalo.de” berichtet, muss überall eine Mindestdurchfahrtsbreite von sechs Metern freigehalten werden, das fordere die Feuerwehr. Die Umsetzung des neuen Sicherheitsplans sorgt jedoch für Diskussionen.

Artikel: “Der Trier Weihnachtsmarkt muss verkleinert werden” (lokalo.de, 15. Oktober 2013)

13 Kommentare zu “Diskussion um Fluchtwege auf Weihnachtsmarkt”
  1. Was muss man da diskutieren ? Im Land der vielen Gesetze steht das sicherlich wo drin !! Und manche Märkte sind aus Sicht der Sicherheit schon grenzwertig wenn man ein Auge für hat !!

  2. Es sollten die “normalen” Fluchtwegs- bzw. Korridorbreiten für “Versammlungsstätten” eingehalten werden (wenn möglich). Da hier ja meistens eine Rundherum geschlossener Bereich zu finden ist.

  3. Michael G.

    In Saarbrücken gab es mal den Fall das Die Berufsfeuerwehr zur BMA (Kaufhaus) Laufen musste! An dem Samstag Morgen in der Adventszeit war durch den großen vorweihnachtlichen Kauf andrang So viele Menschen in der Fußgängerzone das es nach der Räumung des Kaufhauses für die Feuerwehr kein durchkommen mehr gab! Der Einsatzleiter ging mit dem Angriffstrupp zu Fuß erkunden! Der Rest (Löschzug) folgte sehr langsam.

  4. An “Markus Zu Groß”
    Ist die Frage wirklich ernst gemeint?
    Wie Michael G. schon geschrieben hat, war für die Fahrzeuge kein Durchkommen. Wenn nun etwas passiert und der Weihnachtsmarkt sehr gut besucht ist, dass ggf. ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr durch die Leute muss, wird es sehr eng auf dem Weg. Ein Einsatzfahrzeug z.B. ein HLF-20 oder TLF ist ja nun mal auch nicht gerade das kleinste.
    Zumindest sollten sich Veranstalter solcher Märkte diesen Gefahren bewusst sein und ggf. auf die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zurückgreifen, wenn sie unsicher sind. Auch wenn es gesetzliche Vorgaben gibt. Einfach mit den Verantwortlichen in die Stadt fahren, damit diese sich ein genaues Bild machen können.

  5. Ich Denk da z.B. An die Aufstellfläche einer DLK (mindestens 5 Meter breit) nur mal so als Tip für unwissende. Dann will die Feuerwehr da ja auch noch drum kommen zu Fuß, da wird es mit 6 Meter schon eng….

  6. Meister für Veranstaltungstechnik

    Versammlungsstättenverordnungen bzw. Sonderbauverordnungen sind Gesetze. Da hat sich auch seit der Loveparade nichts geändert. Die Vorschriften für Rettungswege, ELA, Sicherheitsbeleuchtung,… galten schon immer. Auch die baurechtlichen Vorschriften für Aufstellflächen der Feuerwehr gelten unverändert. Und genau da kommen die 6 Meter her. Also alles genauso wie seit Jahrzehnten. Und wer sich darüber wundert, gibt zu, dass er sich bisher nicht an geltendes Recht gehalten hat!

  7. V.Clemens

    @M.Groß: 6 Meter breite ist wohl gemeint. Ein LF ist ca. 2,5 m breit.
    Eine DLK hat eine Abstützbreite von ca. 4,5 m.
    Hinzu kommt, das der Trierer Weihnachtsmarkt nicht gerade wenig besucht ist.
    Man muss also genug Reserve einplanen, damit die Besucher ausweichen können. Man kann sie ja schließlich nicht vor sich hertreiben.
    Es gab auch schon (vor ca. 10 Jahren) während des Marktes eine größeren Brand: Der Krumpernschnitcher(Reibekuchen)-Stand brannte inkl. der Gasflaschen während der Öffnungszeit komplett ab.

  8. V.Clemens

    Das Bauverwaltungsamt Trier ist, so auch die Darstellung im Bericht, ein Staat im Staat.
    Der Weihnachtsmarkt in Trier ist schon seit Jahren eine Politische-Klüngel-Geschichte mit sehr undurchsichtigen Verträgen. Veranstalter ist eine (1-Frau-) Arbeitsgemeinschaft, welche den Platz für ca. 20 tsd Euro von der Stadt mietet, ihre Bretterbuden draufstellt, die lukrativen(Glühwein, Wurst und Karusell) selbst betreibt und die anderen Buden (ca.95 gesamt) an Günstlinge aus dem Schaustellergewerbe teuer (ca. 6000 eur) weitervermietet.
    Auch ein Lebensmittel-Kontrolleur der Stadtverwaltung, bzw. dessen greise Mutter ist, entgegen einheimischer Geschäftsleute schon öfters in die Gunst geraten einen Platz zu erhalten.
    Jetzt , nach erfolgreichem Generationswechsel bei der BF Trier ist man dabei, alte Zöpfe abzuschneiden weil man dort auch die Verantwortung nicht übernehmen will/kann. Zu Recht.
    Die kommt bei anderen Ämtern und deren Patriarchen eben nicht so gut an weil es eben immer schon so war.
    Ich persönlich habe schon seit Jahren beim besuch des Marktes Bauchweh. Das Personal des Veranstalters kann auch nicht helfen im Unglücksfall, da hier kaum Deutschkenntnisse vorhanden sind die über das Verkaufen von Wurst und Glühwein hinausgehen.

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