Bürgerkredit: Digitalfunk auf Pump

Oestrich-Winkel (HE) – Die Umstellung auf den digitalen Funk kommt die Feuerwehren teuer zu stehen. Dabei sind die Stadtkassen vielerorts leer. In der Gemeinde Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis) leiht sich die Stadt das nötige Geld bei ihren Bürgern, damit die Feuerwehr mit den neuen Digitalfunkgeräten ausgestattet werden kann. Wie die “Berliner Zeitung” berichtet, konnte mit Hilfe einer externen Gesellschaft innerhalb von nur drei Wochen ein Bürgerkredit von über 83.000 Euro eingeworben werden.   

Artikel: “Umschwärmte Bürger” (Berliner Zeitung, 17. April 2013)

11 Kommentare zu “Bürgerkredit: Digitalfunk auf Pump”
  1. Trauriges Bild für eine Kommune .Die Verwaltung wusste doch schon seit 2006 das der Diggi Funk umgesetzt werden soll . Da hatten sie lange Zeit um Geld im Haushalt zurück zu stellen .

  2. Das ist allerdings ein alter Hut, denn tatsächlich durchgeführt wurde die Aktion bereits im Spätsommer/Herbst 2012, und leider fehlt es dem Artikel an entscheidenden Hintergrundinfos…

  3. V.Clemens

    keinen lumpigen Cent hätten die sehen dürfen für eine Pflichtaufgabe. Was kommt als nächstes? Bürgerkredite für Polizei-Munition oder Knöllchen-Vordrucke?
    Hier wurde das thema Bürgerkredit meilenweit verfehlt!

  4. Michael

    …. wobei mir der Sinn und Zweck des Digitalfunk und die damit einhergehende Verbesserung noch niemand so richtig und plausibel erklären konnte …
    Außer teuer für die Kommune und lukrativ für den ein oder anderen Hersteller von Funkgeräten kann ich darin nichts verbesserndes erkennen. Zumal das mit den Kosten für dir Kommunen sicher keine Verbesserung ist …
    Den guten alten analogen Funkverkehr kann man auch bei der größten Katastrophe noch betreiben, man braucht keine Digitalen Entschlüsselungen, bei einem kapitalen Stromausfall funkt man auch noch nach Wochen – und vor allem überall …

    Aber man braucht es ja, weil es soviel besser ist … Danke!

  5. Matthias

    in den allermeisten Kommunen dürfte neue Ausrüstung auf Kredit gekauft werden…wo ist das Problem wenn er von den Bürgern der Stadt kommt? Und was zur Hölle soll es bringen das Geld in den Haushalt einzustellen? Wächst es dann an der Dorfeiche?

  6. Lieber von uns Bürgern leihen als der Bank auch noch unsere Steuergelder in Form von Zinsen in den Rachen zu schmeißen – so bleibt unser Geld wengistens in der Region…

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