Bewährungsstrafe für Maschinisten?

Hamburg – Am 6. Juli 2011 kamen zwei Menschen bei einem Alarmfahrt-Unfall in Hamburg ums Leben. Ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug der Berufsfeuerwehr war auf dem Weg zu einem Einsatz mit einem Linienbus kollidiert. Der Maschinist steht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht. Wie die “Lübecker Nachrichten” berichten, forderte die Staatsanwaltschaft ein achtmonatige Haftstrafe auf Bewährung.

Artikel: “Anklage fordert Bewährungsstrafe für Feuerwehrmann” (7. September 2012, Lübecker Nachrichten)

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46 Kommentare zu “Bewährungsstrafe für Maschinisten?”
  1. Blaulicht und Martinshorn legitimiert nicht alles…wer bei rot über die Ampel fahren darf hat für die Zivilisten die da grad rumfahren mitzudenken…deshalb ist das Verfahren grundsätzlich richtig…und bei schuld auch die strafe

  2. Kein maschi wird bald noch fahren wollen, wenn es wirklich zu einer Verurteilung kommen sollte. Auch wenns tragisch ist. Feuerwehrleute riskieren oft genug ihr leben für andere, aber es sind auch Menschen, die Fehler machen, und ich finde diesen sollte man ihm verzeihen. Also FREISPRUCH!!

  3. also eine Strafe,dazu noch eine Bewährungsstrafe, dafür,das er anderen helfen wollte finde ich absolute scheiße !!!! OK es gab ein Unfall,aber wenn dann,sind beide beteiligten schuld,nicht nur der Kraftfahrer HLF !!!

  4. Die anderen Verkehrsteilnehmer sollten sich auch so verhalten das Sie Rettungsfahrzeugen freie Fahrbahnen schaffen ! Viele sind durch zu laute Musik oder telefonieren abgelenkt warum soll nur der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges sein Gehirn einschalten ihr anderen habt es im Straßenverkehr genauso zu tun! Ein Mensch der anderen helfen will wird jetzt bestraft ! Dieser Mensch hat mit dem was passierte ist genug zu kämpfen! Das sollten Sie Herr Landwirt auch mal bedenken !!!

  5. man kann ihn in meinen augen nicht ungestraft davonkommen lassen, er hat sich nicht an die stvo gehalten, denn waere er so gefahren haette nichts passieren koennen. hier steht nichts von genauen umstaenden, deswegen moechte ich mich nicht weiter dazu aeussern. Menschen machen fehler, ob im privat-pkw oder im roten auto, wer fehler macht muss fuer diese geradestehen.

  6. Wir leben eben in der BRD…….um jemanden abzusaegen reicht das Wort “Berufsrisiko”. Ich hoffe fuer den Maschinisten , dass er das alles gut verkraftet, den Familien der getoeteten natuerlich auch.

  7. Freispruch, er hat mit Sicherheit genug an den Unfallfolgen zu knabbern, er wollte helfen, hat einen Fehler gemacht und soll nun auch noch für seine Hilfsbereitschaft bestraft werden? Kümmert euch mal lieber um Menschen, die einer Strafe auch würdig sind, Leute die Rettungszufahrten zuparken, BOS-Fahrzeugen nicht platz machen wenn sie mit Sondersignalanlage fahren&&&

  8. Die große Frage ist doch warum (laut den Artikel) ausschließlich gegen den Maschinisten ermittelt wird nicht aber gegen den Busfahrer der mit Sicherheit eine Mitschuld trägt. Außerdem sollten die Richter sich bewusst sein was das Ergebnis des Prozesses für alle anderen Maschinisten bedeutet (egal welche Feuerwehr auch immer).

  9. Christian

    8 Monate auf Bewährung für fahrlässige Tötung ist eine milde Forderung seitens der Staatsanwaltschaft. Wie dem Artikel der LN zu entnehmen ist, würdigt die Staatsanwältin auch ausdrücklich den Beruf des Angeklagten.
    Zum Vergleich: Für den Unfall von Eppendorf, der ebenfalls vorm LG Hamburg verhandelt wurde, bekam der Unfallfahrer 3 Jahre und 6 Monate Haft, ohne Bewährung.

  10. was isch einfach hier so gut finde ist die leute die de klappe so groß aufreisen das er verurteilt werden soll sind nachher die die es maul groß aufreisen wenn se keine hilfe bekommen und das sind auch sicher die die net auf de seite fahren wenn de feuerwehr kommt

  11. Bist du Maschinist?
    was hat es damit zu tun?? es geht sich einfach darum auch mit sonderrechten sollte man so Fahren das kein andrer gefährdet wird.
    und ja ich war Maschinist und habe Lkw Führerschein.

    Auch mit Sonderrechten hast du kein recht wie ein Henker zu fahren.

  12. Das nenn ich ne salomonische strafe ….
    Er darf weiter Dienst tun und trägt eh die last ein leben lang mit sich herum ….
    Unterhaltet euch mal mit nem fahrlehrer über Paragraph 35/38 und beurteilt dann nochmals !

  13. Bin leider kein maschi, hatte aber vor knapp 2 Jahren nen PKW Unfall. Bin mit 80kmh auserhalb der Ortschaft (100 erlaubt) aus einer kurve geflogen. Diese kurve war nicht beschildert gewesen. Der Staatsanwalt meinte, Mann hätte sowas ja ahnen müssen…..soviel zur stvo und wie ein Henker fahren:-)

  14. Boah Kevin, ein sowas von sinnbefreiter Kommentar…….Du schreist bestimmt als 1. wenn die Feuerwehr nicht zu Dir kommen kann weil sie keinen Ma hat, der aufgrund seines Fuehrerscheines, der Einzige ist, der das Fahrzeug fahren darf.

  15. Wer mit Sonderrechten aussrückt und als Fahrer am Steuer ist muss trotzdem so fahren das die anderen Verkersteilnehmer nicht gefährtet werden. Und bei zwei Toten ist die Sachlage nochmals anders als wenn man nur Blechschaden verursacht.

  16. Wer eine Strafe bekommt und wer nicht, dass entscheidet das Gericht. Es wäre falsche sowohl den einen noch den anderen in Schutz zu nehmen.
    Als Feuerwehrmann und Rettungsdienstler kann ich nur soviel sagen, dass wenn man Sonder und Wegerechte in Anspruch nimmt, nicht fahren kann wie man will. Gerade bei Benutzung dieser, muss ich mir klar sein, dass ich mich über manche Regelungen hinwegsetze. Und gerade das ist wiederum ganz besonders ein Grund noch vorsichtiger zu fahren. Man kann auch langsam über eine “rote Ampel” fahren.
    Das soll jetzt allerdings auch nicht heißen, dass nur der Maschinist schuld hat, aber er hat nun mal die meiste Verantwortung dafür.
    Und eins darf man auch nicht vergessen !!! Die Medien können manchmal die Wahrheit wunderbar verdrehen.

  17. Bevor man hier rumbrüllt und auf Freispruch pocht, sollte man aber auch mal drüber nachdenken das es hier in diesem Falle personschaden gab auch mit tödlich Ausgang! Ab dieser Stelle nochmals mein Mitgefühl den Unfallopfern und Hinterbliebene. Als Maschinist hat man besondere Verantwortung im Straßenverkehr, nicht nur den anderen Verkehrsteilnehmer sondern auch oder noch viel mehr seinem Kameraden/in die noch mit im Fahrzeug sitzen! Als Fahrzeuglenker/Fahrzeugführer darf man sich nicht allein auf seine SoSi und Sonderrechte verlassen. Man hat sich immer davon zu überzeugen das die anderen Teilnehmer das Fahrzeug, als Fahrzeug im Einsatz wahrgenommen haben( ich mach es so!!!) Wie so oft bei solch tragischen Unfällen wird hier geschrieben, das die Leute täglich ihr Leben für andere Riskieren, aber durch solche Fahrweisen Risiken sie auch das Leben der anderen!!! Ich will hier niemanden verurteilen das steht mir und euch nicht zu,aber man sollte man darüber nachdenken oder es auch offen zur Debatte stellen, ob dieses “Heldenepos-Feuerwehrmann-frau” so noch tragen kann, wenn, bedauerlicherweise, ein Unfall mit Toten Zivilisten passiert! Ich denke die Verhandlungen ist richtig! Für alle die hier lautstark den Freispruch fordern… Was wenn eure Mutter,Vater oder sonst wer aus der Familie unter den Opfern( ich wünsche euch das es NIE soweit kommt) gewesen wäre….? Und zu guter letzt: Der Maschi, ich denke das der Unfall auch an dem Kameraden nicht spurlos vorbei gegangen ist. Wenn mir sowas passieren würde, was ich hoffe das es nie passiert, dann wäre die Gewissheit, das wegen mir jemand zu schaden gekommen ist, Strafe genug! In diesem Sinne… Denkt mal drüber nach!!!

  18. fals du die stvo kennst darf jeder Mensch jedes Kraftfahrzeug führen darf, wenn Gefahr im größeren sinne im Vollzug ist;-) auserdem, fals es dir aufgefallen ist, ist mein wettern nicht gegen Maschinisten, sondern gegen solche rechtsverdreher, die den Menschen als maschiene sehen;-)

  19. Also einige Maschis fahren aber wirklich schlimm. das merke ich manchmal selber, dann sitze ich mit schwitzigen händen hinten drin und hoffe nur das wir heile ankommen. teilweise ist es auch die einsatzgeilheit bei einigen

  20. “Trotz Sonderrechte, VORSICHT!” So stand es an einem Aufkleber der 80er welcher gerne im “blickfeld” des Maschinisten verklebt wurde.
    Auch ich bin “Einsatzgeiler, Martinshorndurchfahrender, Freizeitfeuerwehrmann”. Aber an jeder nicht einsehbaren Kreuzung habe ich Schrittgeschwindigkeit. An jeder anderen Kreuzung vermindere ich meine Geschwindigkeit so das ich im “Notfall” bremsen kann. So haben auch die “Autofahrer” etwas mehr Zeit auf das Signal zu reagieren.
    An roten Ampeln halte ich zwar nicht an aber beobachte meine “Kreuzungsteilnehmer”. Denn ich selbst habe KEINE LUST wegen ein paar SEKUNDEN meinen Schein zu verlieren.
    Ich kenne die umstände dieses Falles nich. Aber im Zweifelsfall trifft den Maschinisten DEFINITIV eine Mitschuld.
    Zumal es ein MAschinist einer BERUFSfeuerwehr war und er sich DIESES Risikos durchaus bewusst gewesen sein müsste. Freiheitsstrafe auf Bewährung halte ich für ein wenig hart. Jedoch halte ich einen Freispruch für nicht legitim.

  21. Keiner von uns weiß was genau in der Situation gewesen ist, aber grds. haben alle, die hier ihre Bedenken geäußert haben recht. Wenn der Maschinist verurteilt wird, hat das für ALLE Feuerwehren bundesweit Konsequenzen, weil man immer ein komisches Gefühl hat, wenn man als Maschinist zu einem Einsatz fährt!!!
    Und alle müssen sich einfach mal überlegen, was die Feuerwehr alles leistet! Und noch viel interessanter ist die Frage, was wäre denn, wenn es die Feuerwehr nicht gäbe? Oder keiner mehr rausfährt? Dann möchte ich mal sehen, wer dann alles schreit!

  22. Matthias Gansen

    Blaulicht an, Gehirn aus, Hose nass! Den Spruch hat mal ein Ausbilder zu mir gesagt. Kann leider nicht beurteilen, wie der Unfallablauf war, da ich nicht dabei war. Aus eigener Erfahrung schaetze ich einfach mal, dass der Maschinist mit Sicherheit nicht ganz unschuldig war. Blaulicht und Martinshorn setzen eben keine physikalischen Gesetze ausser Kraft – ein Fahrzeug mit 10, 15 Tonnen hat immernoch den gleichen Bremsweg! Als Maschinist/Fahrer eines Fzg mit SoSi muss man eben IMMER fuer alle anderen mitdenken. Dann macht man lieber bisschen langsamer und kommt dafuer eben sicher ans Ziel! Klar, je nach Einsatzzmeldung verleitet einen das Adrenalin doch ab und zu zu einem riskanteren Fahrstil, aber gerade solche Unfaelle sollte man sich in diesen Situationen nochmal vor Augen halten!!! Als Maschinist traegt man eben jede Menge Verantwortung fuer sich und andere! Egal ob man’s Ehrenamtlich oder Hauptberuflich tut.

  23. Irgendwer

    Ich finde, dass eine Strafe angebracht ist, wenn der Unfall alleinig auf den Maschinisten zurück zu führen ist. Allerdings hat der Busfahrer wohl mit Schuld. Und das Gutachten, was bescheinigt, dass der Busfahrer das Martinhorn nicht hätte hören können, ist lächerlich.
    Falls sich die Richter darauf stützen, würde ich Vorschlagen, dass wir absofort amerikanische Weihnachtsbeleuchtungsautos mit High-Dezibel-Anlagen bauen und diese benutzen.
    Egal wie das Urteil fallen wird sollten sich die Richter doch Bewusst sein, dass dieses Urteil auch die freiwillige Feuerwehr mit beeinflussen wird. Ich meine wer will sich, die Kammeraden und Ausrüstung noch in Gefahr bringen und zu einem Einsatz fahren, wenn man dafür hart bestraft und nicht mal bezahlt wird. Das man bestraft wird, wenn man Mist baut ist ja schon bekannt. Aber hier wird über einen gewissen Härtegrad entschieden. Ich bin gespannt.

  24. Blaulicht an, Gehirn aus, Hose nass! Den Spruch hat mal ein Ausbilder zu mir gesagt. Kann leider nicht beurteilen, wie der Unfallablauf war, da ich nicht dabei war. Aus eigener Erfahrung schaetze ich einfach mal, dass der Maschinist mit Sicherheit nicht ganz unschuldig war. Blaulicht und Martinshorn setzen eben keine physikalischen Gesetze ausser Kraft – ein Fahrzeug mit 10, 15 Tonnen hat immernoch den gleichen Bremsweg! Als Maschinist/Fahrer eines Fzg mit SoSi muss man eben IMMER fuer alle anderen mitdenken. Dann macht man lieber bisschen langsamer und kommt dafuer eben sicher ans Ziel! Klar, je nach Einsatzzmeldung verleitet einen das Adrenalin doch ab und zu zu einem riskanteren Fahrstil, aber gerade solche Unfaelle sollte man sich in diesen Situationen nochmal vor Augen halten!!! Als Maschinist traegt man eben jede Menge Verantwortung fuer sich und andere! Egal ob man’s Ehrenamtlich oder Hauptberuflich tut.

  25. HSVOstfriese

    Leider habe ich nicht verfolgen können, ob der Kamerad durchgehend mit SoSig gefahren ist. Aber man erlebt es häufig genug, dass Fahrer von Rettungsfahrzeugen (auch Polizei) in der Stadt gerne mal die Martinshörner ausschalten und sie kurz vor Risikostellen wieder einschalten. Das ist meiner Meinung nach nicht korrekt. Die Sonderrechte gelten nur, wenn man beides gleichzeitig nutzt. Sollte es hier auch so gewesen sein, dass die SoSig kurz vorher eingeschaltet wurde, ist die Strafe korrekt.
    Und ja, ich bin selber Maschinist. Zwar bei einer freiwilligen Feuerwehr, aber eben Maschinist. Und ich fahre nie ohne SoSig wenn es der Einsatz erfordert. Es sei denn, die Leitstelle sagt normale Fahrt an. Denn bin ich Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch.

  26. Burgsdorf Jens

    Hat sich der großteil der kommentatoren auch schon mal die mühe gemacht dem link zu dem zeitungsartikel anzusehen ehe sie sich hier für pro und kontra laut machen? Mfg

  27. …wer sagt dass der Fahrer wie ein Henker gefahren ist ? Warum fällt der Polizist Ihm in den Rücken, es ist eine subjektive Empfindung, ob das Horn zu spät eingeschaltet wurde. Wer hinten im LF sitzt ist immer der Meinung, dass vorn zu schnell gefahren wird. Das liegt daran, dass man von hinten keinen Überblick zur Straßenlage hat. Früher waren bei den schönen LF 16-TS vom ZB (heute KatS) ein Schiebefenster zwischen Führerhaus und Mannschaftskabine, das war gar nicht schlecht (außer für die Kommunikation zwischen GF und Mannschaft). 365 Tage im Jahr 24 Stunden den Kopf für die Bevölkerung hinhalten und dann noch “verknackt” werden sollen – na, geht´s noch ??? Der Maschinist ist ohne wenn und aber Freizusprechen !

  28. Haben einige hier überhaupt den Artikel gelesen? Der entscheidende Punkt im Prozess ist doch der, dass das LF mutmaßlich ohne Signalhorn nur mit Blaulicht unterwegs war bzw. das Horn erst im Kreuzungsbereich zugeschaltet hat und daher eben KEIN Wegerecht hatte!

  29. Das ist eine harte Entscheidung für die Richter. Auf der einen Seite steht die durchweg positive Absicht schnell und kompetent helfen zu wollen, auf der anderen sind Tote und Verletzte zu beklagen. Da möchte ich kein Richter sein. Falls die stur ach dem Gesetzbuch urteilen, hat der betroffene Maschi m. E. schlechte Karten, denn der Gesetzgeber sagt, dass man eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern hat und niemanden gefährden darf. Wenn es zu einem Unfall kommt, hat man das automatisch ausser Acht gelassen und trägt mindestens eine Mitschuld! Ich bin auch Maschi und fahre unsere großen Tanker und HLFs im Alarmfall, aber wie Herr Gansen schon schrieb: man muss für andere Mitdenken. Beinahe-Unfälle hatten wir schon einige, wenn man denkt, dass sie einen alle gesehen und gehört haben und dann doch noch einer ausschert und derlei Dinge. Davor wird man nie gefeit sein. Ich wünsche allen Beteiligten, dem Maschi und den Opfern bzw. deren Hinterbliebenen eine besonnene Entscheidung, die alle zufrieden stellt und keine euen Signale, die Maschinisten per se verurteilen oder freisprechen.

  30. Christian

    Hat auf jedenfall “wachgerüttelt” … ich lasse seit dem IMMER das Horn an. Auch nachts, wo ich bisher aus Rücksichtnahme drauf verzichtet habe.

  31. Kunze Alexander

    Es ist tragisch für beide Seiten,aber ich bin mir sehr sicher,daß der Maschi genug Strafe sein leben lang tragen wird.Ich habe so viele Sachen gesehen im Leben auf Einsatzfahrten,daß ich nur Mitgefühl habe für die Familie der Opfer und dem Fahrzeugfüher.

  32. Also Leute. Ich bin auch in einer Hilfsorganisation. und versetzt euch doch mal in die Lage der Opfer bzw in die Familien der Verstorbenen!! Ihr würdet an deren Stelle genau so eine gerechte Strafe fordern!!!

    Feuerwehrleute und auch andere ehrenamtliche Helfer riskieren oft genug ihr Leben. aber das ist keine Ausrede und kein Freifahrtschein für solche Unfälle.

    Wer Maschinist ist, weiß ganz genau welche Konsequenzen das haben kann. Und jeder Maschinist lernt auch, das man trotz Blaulicht und Sondersignal auf den anderen Verkehr achten muss!!

    Ich finde diese Verhandlung richtig und wenn es wirklich zur Verurteilung kommt, dann wird diese bestimmt auch einen Grund haben!!!

  33. Wenn ich manche – nein viele – Kommentare hier so lese, bekomme ich Angst vor der Feuerwehr! Wir leben doch hier nicht in einer Banananrepublik! Nur weil man bei der Feuerwehr ist, braucht man für seine Taten nicht gerade stehen? Ich glaube es hackt!

  34. Hallo,

    lest doch erst mal die Anklage bevor ihr kommentare schreibt !!!!!
    Ein Auszug:

    “ohne das warnende Martinshorn in die Kreuzung gefahren. „Damit hat er seine Sorgfaltspflicht verletzt“, sagte die Staatsanwältin.”

    Er hatte kein Horn eingeschaltet !! Und wenn das wirklich so war, dann bekommt er eine Strafe.

  35. Brandmeister63

    Bei manchen Kommentaren fragt man sich, ob die Schreiber gerade dem Kindergartenalter entsprungen sind. Verkehrsunfall + Todesfolge + Staatsanwalt
    = das ist in einem Rechtsstaat ein völlig normaler Vorgang, der auch gut so ist! Es ist jemand zu Tode gekommen! Da sind die Fragen nach dem Warum und Wieso legitim und auch notwendig. Jeder der in diesem Staat wohnt weiß das und kann sich darauf einstellen. Da gibt es nunmal keinen Feuerwehrbonus. Wäre ja noch schöner, dass einer die Mutter meiner Kinder über den Haufen fährt und straffrei davon kommt. Und übrigens: Ich bin seit 20 Jahren bei der Feuerwehr, Maschinist und Zugführer. Ich hoffe, dass es mir nie passiert, werde alles dafür tun und wenn doch, auch die Konsequenzen tragen.

  36. Ich bin entsetzt über die Ignoranz und den Götterkomplex den hier so manche Schreiberlinge an den Tag legen. Habt Ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank?
    Klar riskieren Feuerwehrleute täglich ihr Leben, aber das ist doch kein Freibrief um Andere im Gegenzug zu Verletzen. Ich muss Mathias absolut Recht geben, die Diskusion erinnert mich mehr an einen Bananenstaat als an Deutschland.
    Im §35 der StVO ist das Sonder und Wegerecht klar geregelt aber und das ist das Wichtige in diesem Fall, §1 der StVO besagt kein Verkehrsteinehmer darf einen Anderen gefährden. Als Maschinist MUSS ich immer mit der Dummheit der Anderen rechnen und für diese Verkehrsteilnehmer mitdenken. Wer das nicht kann oder will hat hinterm Steuer nichts zu suchen.
    Und falls hier gleich wieder die Frage aufkommt ob ich überhaupt Maschinist bin, ja ich bin seit 22 Jahren Maschinist, ja ich fahre alle unsere LKW von der Drehleiter bis zum Dreiachser WLF, ja ich hatte auch schon einen Unfall im Einsatz und nein ich wurde damals nicht Verurteilt da es sich zwar um einen Totalschaden am PKW handelte aber zum Glück kein Personenschaden zu beklagen war.
    Und sollte das Urteil dazu Beitragen das solche Göttermaschinisten wie Ihr hier nicht mehr auf die Menschheit losgelassen werden hat es auch ein Gutes

    Zum Schluss möchte ich ausdrücklich Betonen das meine Ausführungen in keinster Weise gegen den Unfallmaschinisten aus Hamburg gezielt sind. Ihm wünsche ich einen guten Verlauf der Verhandlung und drücke Ihm die Daumen.

  37. Feuerwehrmann

    Ich bin ebenso Maschinist bei einer FF.
    Meine Meinung ist, dass man als Maschi sich der Situation durchaus bewusst sein muss, dass man nicht alles darf und mit SOSI keinen Freifahrtschein hat.
    Jeder MA sollte wissen, dass er auch bestraft wird wenn er was falsch macht, so wie jeder andere auch.
    Als Maschinist muss man mit denken und darf eben nur so schnell fahren wie es die Verkehrslage und die Bedingungen zulassen. Mit 63 km/h auf eine Kreuzung zufahren kommt mir ziemlich schnell vor allerdings kenne ich die Kreuzung nicht.
    Davon auszugehen, dass alle Maschis in D nach einer Verurteilung den Dienst quittieren ist meines Erachtens nach Unfug. Die Gesetze sind eindeutig und werden durch diesen Fall ja nicht geändert, also entsteht keine neue Ausgangslage. Es wird den Maschinisten lediglich ins Gedächtnis gerufen dass sie eben nicht alles dürfen. Wenn dies in Zukunft Unfälle verhindert oder die Folgen schwächt hat es seine Wirkung erzielt.

    Jetzt zur Strafhöhe:
    Meines Erachtens ist die Höhe der Strafe doch etwas übertrieben und die Verurteilung als fahrlässige Tötung bzw Körperverletzung nicht die richtige Schuldbezeichnung.
    Aber das hat das Gericht zu klären und nicht wir.

    P.S.:
    Allen Verletzten, den Angehörigen der Opfer und vor allem dem Maschinisten mein herzliches Beileid.

  38. die straßenverkehrsordnung ist da eindeutig und sagt dazu” fahrten mit
    blaulicht und martinshorn sind so zu gestalten, das kein anderer gefährdet wird.” darum sind bei uns halbjährige fahrebelehrungen mit unterschrift
    vorschrift. der maschinist ist dafür verantwortlich und nur er muß dafür sorgen das keine unfälle passieren. es läst sich nicht immer vermeiden.
    daher ist bei uns die regel bei unklaren kreuzungsquerungen schrittgeschwindigkeit notfalls halten. lieber sekunden später ankommen aber heil und andere auch. ein löschzugführe

  39. Warum muss so ein Thema eigentlich so unsachlich von Pseudo-Juristen diskutiert werden? Vor allem mit einem Beurteilungsvermögen ohne genaue Infos, ohne Ortskenntnis und aus der Ferne. Mit unsachlichen Argumenten? Die Tätigkeit als Feuerwehrmann ist kein Freibrief! Für mich sind alle diejenigen, die sofort entscheiden … dann fährt kein mehr… u. ä. ungeeignet als Fahrer. Für mich ein Zeichen von Überheblichkeit, falscher Selbsteinschätzung.
    Viel wichtiger ist die Auswertung, die Aufarbeitung und in der Konsequenz eine Überprüfung von Ausbildungsmaßnahmen, um für die Zukunft alles zur Verhinderung von Unfällen zu tun. Ich bin sicher, dass im vorliegenden Fall der Arbeitgeber hinter seinem Bediensteten steht und auch der Richter bei einer möglichen Abwägung die besonderen Umstände im Vergleich zu “normalen” Verkehrsteilnehmern berücksichtigt.
    Vielleicht sollten sich alle darüber im Klaren sein, dass es für die Staatsanwalt zunächst einmal nur die rein juristische Betrachtungsweise gibt, die ganz bestimmte Konsequenzen vorsieht. Und genau das wird in einem Urteil geklärt. Lamentieren davor bringt gar nichts.
    Wünschen wir deswegen allen Betroffenen alles Gute!

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