Einsatzbericht FM 1/2023

Wohnkomplex in Essen in Vollbrand

Essen (NW) – Nachts bricht auf dem Balkon eines Wohnhauses in Essen (NW) ein Brand aus. Obwohl die Feuerwehr rasch vor Ort ist, breiten sich die Flammen rasend schnell auf sämtliche Etagen aus. Angefacht durch das Sturmtief „Antonia“, steht der gesamte Komplex in kürzester Zeit in Vollbrand. Die Einsatzkräfte müssen 100 Personen aus dem Gebäude retten.

Einsatzbericht Feuerwehr
So stellt sich die Lage kurz nach dem Eintreffen der ersten Feuerwehrleute dar: Das Gebäude steht von unten bis oben in Vollbrand. Foto: Feuerwehr Essen.

Um 2.15 Uhr am Montag, 21. Februar 2022, melden Anrufer einen Brand auf einem Balkon eines Wohngebäudes in der Bargmannstraße in Essen. Die Leitstelle der Feuerwehr eröffnet daraufhin einen Einsatz mit dem Stichwort „Brand 2 Wohnung“. Gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) fahren die diensthabende Wachabteilungsleiterin mit einem Kommandowagen (KdoW), die Funktion Führungs-, Informations- und Stabsarbeit (FIS) 1 mit einem Einsatzleitwagen (ELW) 1, der Löschzug 1 der Feuer- und Rettungswache (FRW) Stadtmitte sowie der Löschzug 2 (Borbeck) zum Brandort.

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Die Züge bestehen jeweils aus zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF) 20 und einer Drehleiter (DLAK) 23/12. Hinzu kommen die Freiwillige Feuerwehr Essen-Mitte sowie ein Rettungswagen (RTW) und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF).

Das Brandobjekt befindet sich in der so genannten Grünen-Mitte unweit der Essener Innenstadt und besteht aus zwei zusammenhängenden Wohngebäuden in L-Form. Der Komplex hat vier Vollgeschosse und ein aufgesetztes Staffelgeschoss (kleinere Fläche als die Grundfläche des Hauses). Es misst an der Front in der Länge rund 85 Meter. Die Innenseite mit angrenzenden Gärten und kleiner Teichanlage ist rund 65 Meter lang. Unter dem Komplex erstreckt sich eine geschlossene Tiefgarage mit Brandmeldeanlage (BMA).

Den 8-seitigen Einsatzbericht könnt Ihr im Feuerwehr-Magazin 1/2023 lesen. 👇👇

PDF-Download: Feuerwehr-Magazin 1/2023

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo Flo,
    die Wärmedämmung bestand wohl aus Steinwolle. Das Problem waren wohl der Balkonbeläge aus Holzwerkstoff(WPC-Dielen) und die Verkleidung aus Plexiglas.
    Hierzu Bericht von Frontal 21:
    https://www.youtube.com/watch?v=lIHarnIvIjA
    Bin selbst Zimmerer und Bauingenieur und kann selbst bestätigen das auch in Deutschland vieles nicht geregelt ist.

    Der Brand hatte mich dazu veranlasst bei einem laufenden Bauprojekt
    ein Brandschutzdetail an einer Fassade aufwändiger auszuführen als der zuständige Brandschutzplaner gefordert hat. Das Problem bei dem Brand war ein starker Wind, bei meinem Projekt hätte ein starker Wind ebenfalls zum Brandüberschlag geführt. Ich hatte das dann dem Bauherren gegenüber auch so erklärt und er war zu Glück auch einsichtig obwohl es gestalterisch etwas aufälliger war.

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  2. Mit Sondermüll verdämmt?
    Normalerweise müße ein soches Gebäude ja F30 standhalten.
    30 Minuten Brandüberschlag von Einer Wohnung zur Nächsten, damit die Feuerwehr genug zeit zum löschen hat.
    Hat an da mit hochbrennbaren Werkstoffen Wäremdämmung betriebe?

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