Schwieriger Einsatz wegen Einsturzgefahr

Wohnhausexplosion in Wuppertal: Bewohner unter Verdacht

Wuppertal (NW) – Ein schockierendes Bild Samstagnacht in den Straßen von Wuppertal: Ein Mehrfamilienhaus ist durch eine Explosion fast komplett aus einer Häuserwand gerissen worden. Jetzt richten sich die Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission gegen einen 54 Jahre alten Bewohner. Er soll suizidgefährdet gewesen sein und die Explosion mutwillig verursacht haben.

Wie die Polizei mitteilte, wurde sie zusammen mit der Feuerwehr kurz vor Mitternacht von der Leitstelle zu einem Wohnhaus in Wuppertal alarmiert. Dort war die Außenfassade des mehrstöckigen Gebäudes auf Grund einer Explosion auf die Straße gestürzt und in mehreren Stockwerken Feuer ausgebrochen.

Zusammengestürztes Haus
Ein Loch klafft in Wuppertal an der Stelle, wo noch wenige Stunden zuvor ein Mehrfamilienhaus stand. Foto: P. Schüller (Bild: Patrick Schüller)

Der Großteil der Bewohner des betroffenen Wohnhauses sowie der Nachbargebäude hatten sich nach einer Meldung der Feuerwehr Wuppertal bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits ins Freie gerettet. Einigen Personen war der Fluchtweg aus ihren Wohnungen versperrt gewesen. Die Feuerwehr rettete diese Bewohner über Drehleitern. Insgesamt erlitten fünf Personen Verletzungen, drei von ihnen schwere und sogar lebensgefährliche. Der Rettungsdienst versorgte sie vor Ort und transportierte sie anschließend in verschiedene Krankenhäuser.

Unter den schwer verletzten Personen befindet sich auch der 54-jährige Tatverdächtige. Dieser hatte zuvor Suizidabsichten geäußert, befand sich aber unter ärztlicher Behandlung. Wie die  Mordkommission “Lenneper” und der beauftragte Sachverständige für Brand- und Explosionsursachen jetzt bekannt gaben, fanden sie im Wohnhaus Hinweise auf eine manipulierte Gasleitung. Die Ermittler konnte den Mann aufgrund seiner Verletzungen bis jetzt noch nicht zu dem Vorfall befragen.

Drehleitereinsatz Löscharbeiten
Drehleitern wurden bei diesem Einsatz sowohl bei Löscharbeiten als auch der Personenrettung eingesetzt. Foto: P. Schüller (Bild: Patrick Schüller)

Die stundenlang andauernden Rettungs- und Löscharbeiten waren besonders herausfordernd, da das Haus akut einsturzgefährdet war. Aus diesem Grund konnten die Einsatzkräfte das Objekt nicht betreten. Sie löschten die verbliebenen Glutnester von außen.

Video von der “Welt”:

Nach Meldungen des Löschzugs Cronenberg war die BF Wuppertal mit dem Löschzug Barmen und Elberfeld sowie diversen Abrollbehältern, Sonderfahrzeugen, zahlreiche Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen im Einsatz. Außerdem war der Arbeiter-Samariter-Bund und der Johanniter-Unfall-Hilfe vor Ort. Der THW war mit den OV Wuppertal, Witten und Schwelm am Unfallort. Die Löschzüge Nächstebreck, Langerfeld, Ronsdorf, Cronenberg, Vohwinkel, Sonnborn, Herbringhausen, Uellendahl, Dönberg, und Hahnerberg sowie der Umweltschutzzug waren ebenfalls im Einsatz. Mehrere Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus Remscheid und dem Ennepe-Ruhr-Kreis kümmerten sich um die Verletzten.

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