Wieder Laser-Angriff gegen Rettungshubschrauber

Lünen (NW) – Es betrifft nicht nur Flugzeuge: Immer wieder werden auch die Piloten von Rettungs- und Polizeihubschraubern bei Einsätzen mit Laser-Pointern geblendet. Was meist als Dummer-Jungen-Streich gedacht ist, kann nicht nur die Augen verletzten, sondern bringt die mitfliegenden Personen in größte Gefahr. Im Nachtflug können die Piloten die Orientierung verlieren.

"Christoph Westfalen" während eines Nachtrettungsfluges. Foto: Frank BockJüngstes Opfer einer solchen Laser-Attacke war der Pilot des ADAC-Rettungshubschraubers “Christoph Westfalen” in der Nacht zu Donnerstag. Nach Angaben des Piloten befand er sich kurz nach Mitternacht beim Landeanflug zum Luftrettungsstützpunkt am St. Marien-Hospital in Lünen (NW), als er einen grünen Laserstrahl im linken Gesichtsbereich bemerkte. Um eine gefährliche Blendung zu verhindern und gleichzeitig eine sichere Landung zu ermöglichen, musste der Pilot seinen Kopf zur Seite drehen.

Bereits in der Nacht zum vergangenen Samstag wurde gegen 0.45 Uhr die Besatzung eines Rettungshubschraubers in Marl mit einem Laserpointer angestrahlt. Dabei wurde der 40-jährige Co-Pilot massiv geblendet. Die anschließende Fahndung verlief jedoch erfolglos. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Nur einige von diversen Vorfällen in der jüngeren Vergangenheit.

Im Januar hatte das Amtsgericht Hamm einen 29-Jährigen zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt, nachdem er den Piloten eines Polizeihubschraubers per Laser geblendet hatte. (Foto: Frank Bock)

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