Wettkampf: Kinderfeuerwehren vergleichen sich

Scharnebeck (NI) – Mit einem Wettkampf haben die Kinderfeuerwehren aus Adendorf und der Samtgemeinde Scharnebeck (Kreis Lüneburg) ihre “Kräfte” gemessen. Spiel, Spaß und Spannung standen beim “Wintervergleichswettkampf” im Vordergrund. Neben diversen Geschicklichkeitsspielen durften die Kleinen auch mal die Hand an Gewehre des Schützenvereines anlegen.

Rund 84 Kinder und 21 Betreuer nahmen an der Veranstaltung in der Aula des Scharnebecker Gymnasium teil. Die Betreuer hatten diverse Stationen aufgebaut, in denen es darum ging, Wissen zu beweisen und in vielen Spielen einfach ein bisschen pfiffiger zu sein, als die Gegner. So galt es unter anderem Pizzakartons zu stapeln, auf einem Dreirad, mit den Händen tretend, eine Strecke so schnell wie möglich abzufahren, oder Tischtennisbälle von einem zum anderen Eierbecher zu pusten. Richtig gut an kam bei den Kids jedoch die Station des Schützenvereins, teilte die Kreisfeuerwehr mit. Hier durften die Kleinen unter Anleitung mit einem Lichtpunktgewehr schießen.

Die Organisatoren zeigten sich mit dem großen Zuspruch zufrieden. Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen Vergleichswettkampf geben.

Wintervergleichswettkampf der Kinderfeuerwehren in Scharnebeck: Die Station des Schützenvereins, bei denen die Kleinen mit Lichtpunktgewehren schießen durften, kam besonders gut an. Foto: Apeldorn/Feuerwehr
Wintervergleichswettkampf der Kinderfeuerwehren in Scharnebeck: Die Station des Schützenvereins, bei denen die Kleinen mit Lichtpunktgewehren schießen durften, kam besonders gut an. Foto: Apeldorn/Feuerwehr
7 Kommentare zu “Wettkampf: Kinderfeuerwehren vergleichen sich”
  1. Es gibt sicherlich grundsätzlich gute Gründe für Kinderfeuerwehren…

    Aber was bitte hat der Umgang mit Waffen mit Feuerwehr zu tun?

    Das ist aus meiner Sicht die falsche Richtung!

  2. Kann mich meinem Vorredner nur anschließen.
    Wettbewerbe sind gut und fördern den zusammen halt in der Gruppe.
    Aber der Umgang mit Waffen steht für mich in keiner Hinsicht zum Grundgedanken der Feuerwehr anderen Menschen zu helfen oder zu Retten.
    Und da regen sich die Leute über Killerspiele auf und hier bekommen Kinder mehr oder weniger gefährliche Waffe in die Hand.

  3. Einen aus meiner Sicht wichtigen Gesichtspunkte habe ich noch vergessen:

    Kinderfeuerwehren sind eigentlich dazu gedacht, Kinder die noch nicht zur JF können an die Themen Brandschutzerziehung und Feuerwehr heranzuführen.

    Nun, gehört zur Feuerwehr auch die Kameradschafts- und Kontaktpflege (zu anderen Vereinen)… das ist zweifellos reichtig und auch gut so!

    Frag sich nur Feuerwehr und Schützenverein immer die angemessene Verbindung sind – womit ich nicht grundsätzlich schlechtes unterstellen möchte!

  4. Martin Horn

    Hallo? Bowling for Columbine, oder was? 1. Ich halte nichts davon, Kinder an die Waffen zu gewöhnen – für die ist das Spielzeug. Und worin das münden kann, wissen wir. Nicht jeder Schütze wird zum Amokläufer. Aber Ausnahmen bestätigten leider in der Vergangenheit die Regel. 2. Letztlich ist das Werbung für den Schützenverein. Warum holt sich die Feuerwehr die Konkurrenz ins Boot?

  5. Ein Lichtpunktgewehr ist keine Waffe.
    Sie simuliert zwar den Vorgang beim Sportschiessen feuert aber keine Munition ab.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtpunktgewehr

    Es gibt übrigens auch Menschen die in einer Feuerwehr als auch in einem Schützenverein sind.

    Personen die Schützenvereine oder Feuerwehren wegen fehlverhalten in den Verruf bringen gibt es immer.
    Auf die Schützenvereine wird gezeigt weil manche Amokläufer darüber an Waffen gekommen sind.
    Auf die Feuerwehren wird gezeigt wenn es Brandstifter in den eigenen Reihen gibt.

  6. @sueder80:

    Es wollte hierwohl niemand Schützenvereine oder gar Feuerwehren in Verruf bringen!

    Du wirst mir Recht geben, dass auch ein Lichtpunktgewehr Kinder an Waffen gewöhnen kann! Das ist aus meiner Sich grundsätzlich zumindest fragwürdig.

    Natürlich kann man sowohl in der Feuerwehr als auch in einem Schützenverein oder jedem anderen Verein Mitglied sein, das schließt sich in der Regel nicht aus!

    Die Frage bleibt aber, ob man sich nicht als Feuerwehr nicht selbst Steine in den Weg legt, wenn man Kindern, die noch sehr leicht zu begeistern sind, gleich noch eine Alternative aufzeigt…

    Kinderfeuerwehren wurden bzw. werden doch geschaffen, um Kinder nicht erst im Alter von 10 Jahren zur JF holen zu können – da sollte man sich dann auch auf seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten besinnen!!!

  7. Peter Lamaack

    Sowohl Freiwillige Fereuerwehren als auch Schützenvereine haben in Niedersachsen eine lange Tradition.
    Können sich die Feuerwehren quasi als erste Bürgerinitiativen rühmen, haben die Schützenvereine einst der Obrigkeit das Recht abgerungen, daß auch der “gemeine” Bürger Waffen tragen kann.
    Das ist der eine Punkt.

    Kinderanimation und Nachwuchssuche ist der andere Punkt.
    Reicht es nicht mehr, mit Kübelspritze und Holzschild Figuren vollzuspritzen?
    Müssen es Waffenimitationen sein?

    Es ist bestimmt nur ein Vorurteil: doch ein Teil der Schützengemeinschaft lebt wohl nur für kiloweise Blech auf der grünen Jacke und Freibier.
    Ebenso ist für viele Feuerwehren einer der wichtigsten Bestandteile das Feiern – wie immer wieder auf der INTERSCHUTZ beobachtbar ist.

    Es bleibt ein sehr schaler Geschmack bei mir.
    Sicher haben es die Initiatoren wur “gut gemeint” – doch dies ist das Gegenteil von gut gemacht.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: