Wenn Brauchtum zur Straftat lockt

Großpostwitz (SN) – Brauchtumsfeuer werden weitverbreitet gefeiert. Sie sollen die Gemeinschaft stärken und die Bewohner bei einer Feier gemütlich zusammenbringen. Ursprünglich sollten böse Geister verjagt werden, doch mancherorts werden stattdessen bösartige Zeitgenossen angezogen. Sie stören diese Tradition und entzünden die Sträucherhaufen frühzeitig. Dies stört nicht nur den Dorffrieden, sondern sorgt auch für einige Feuerwehreinsätze.

Symbol: Hexenfeuer. Foto: www.blaulicht-paparazzo.deIn Ursprung (Erzgebirgkreis) zündeten Unbekannte ein sogenanntes Hexenfeuer vor dem offiziellen Termin an, die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand. Ebenso mussten in Großpostwitz und Brösa (Kreis Bautzen) die Feuerwehren wegen vorsätzlicher Brandstiftung ausrücken.

Auch wenn es nur Sträucher sind, die eh zum Verbrennen vorgesehen sind, handelt es sich hierbei um eine Straftat. Weiterhin erleiden die Veranstalter durch den Vandalismus finanziellen Schaden. Die verkohlten Überreste müssen ja schließlich entsorgt werden. Die notwendigen Gelder werden in der Regel am Abend der geplanten Brauchtumspflege eingenommen. Doch durch die Brandstiftungen fallen die Feste aus und den Organisatoren gehen die Einnahmen verloren. Weiterhin bedeuten die ungewollten Brände viel Arbeit und meist eine Störung der Nachtruhe für die Einsatzkräfte. (Foto: www.blaulicht-paparazzo.de)

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Ja,das kennen wir bei uns nur zu gut.

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