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Vorbereitung auf Orkan – 13 Tipps für die Bevölkerung

Immer wieder kommt es derzeit zu heftigen Stürmen mit orkanartigen Böen. Sie bringen während des Unwetters und im Nachgang große Gefahren mit sich. Wir haben mit Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein 13 Tipps für die Bevölkerung bei Unwetter aufgelistet.

Die Feuerwehr München löscht während eines Gewitters einen Dachstuhlbrand. Foto: Feuerwehr München

6 Sicherheitstipps zur Vermeidung von Unwetterschäden:

  1. Sichert Eure Gebäude – achtet vor allem auf möglicherweise bereits vorhandene Beschädigungen des vorhergehenden Sturmes. Schwachstellen können lose Ziegel, Schornsteine oder Dachrinnen sein.
  2. Stellt Eure Fahrzeuge vorausschauend und sicher ab. Bei älteren Gebäuden, Baustellen oder morschen Bäumen kann der Wind Teile lockern, die dann eventuell auf das Auto herabstürzen können.
  3. Schützt Eure Keller und Niedergänge rechtzeitig vor eindringendem Wasser, wenn Überflutungsgefahr besteht.
  4. Achtet darauf, dass Rückschlagventile im Keller funktionsfähig sind.
  5. Entfernt Laub aus Wassereinläufen wie Gullys oder Abflussrinnen.
  6. Sichert die Balkone und Terrassen so, dass Möbel oder Pflanzen nicht umhergewirbelt werden können.

7 Tipps für den Zeitraum während und nach dem Orkan:

  1. Verlasst während des Unwetters das Haus möglichst nicht.
  2. Meidet Wälder und Alleen – nicht nur während, sondern auch nach dem Orkan. Instabile Bäume und herab fallende Äste gefährden Dich auch in den Stunden danach.
  3. Wenn Du Autofahrten nicht vermeiden kannst: Passt Eure Fahrgeschwindigkeit an. Achtet auf unvorhergesehene Hindernisse wie umherfliegende Gegenstände oder abgebrochene Äste. Beim Ein- und Aussteigen Fahrzeugtüre vorsichtig öffnen und den Griff fest in der Hand halten. Windböen können sonst die Türe aufreißen und erheblichen Schaden anrichten.
  4. Seitenabstand beachten: Vor allem auf Landstraßen können selbst Schwerfahrzeuge wie Lkw oder Busse um mehr als einen Meter versetzen. Im schlimmsten Fall landet man plötzlich im Straßengraben oder gerät auf die Gegenfahrbahn.
  5. Erhöhte Gefahr bei Brücken oder Tunnelausfahrten: Fahrbahnglätte, Dachlasten oder Aufbauten, die eine breite Angriffsfläche bieten, können auch dazu beitragen, dass das Fahrzeug vom Sturm verrissen wird.
  6. Dachlasten und Anhänger sollten an stürmischen Tagen vermieden werden. Der Schwerpunkt sollte möglichst tief liegen, das Gewicht auf beide Fahrzeugachsen verteilt sein. Wenn man von einer Sturmböe erfasst wird: Ruhe bewahren. Jede heftige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug nur noch instabiler. Um das Auto wieder zurück auf die Spur zu bringen, nur gefühlvoll gegenlenken.
  7. Meldet Gefahrenstellen und Schäden, bei denen Ihr Hilfe braucht, unter der Notrufnummer 112. Bitte meldet Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach dem Ende des Unwetters.
Land unter in Berlin: So wie hier standen in Berlin zahlreiche Kreuzungen und Straßenzüge unter Wasser. Die Feuerwehr verhängte den Ausnahmezustand. Foto: FF Staaken
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