Vorbereitung auf Orkan – Tipps für die Bevölkerung

Kiel – Auf Norddeutschland rast der Orkan Xaver zu. Besondere Gefahr besteht nach Angaben der Wetterdienste für die Nord- und Ostseeküste. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein gibt wichtige Tipps für Bevölkerung.

Dieses Unwetter wird wahrscheinlich die freiwilligen Feuerwehren wieder enorm fordern. Aus dem Grund appelliert Schleswig-Holsteins Landesbrandmeister Detlef Radtke: “Wir bitten alle Arbeitgeber um Verständnis, wenn ehrenamtliche Feuerwehrangehörige durch Einsatzaufkommen nicht ihrer regulären Tätigkeit nachgehen können.”

Nicht nur in Schleswig-Holstein laufen die Vorbereitungen auf “Xaver” auf Hochtouren. Die Reedereien kündigen Beeinträchtigungen im Fährverkehr zu den nord- und ostfriesischen Inseln an, in zahlreichen Landkreisen Niedersachsesn wird über Schulausfall beraten.

Sicherheitstipps des Landesfeuerwehrverbandes für die Bevölkerung:

  • Sichern Sie Ihr Gebäude – achten Sie vor allem auf möglicherweise bereits vorhandene Beschädigungen des vorhergehenden Sturmes. Schwachstellen können lose Ziegel, Schornsteine oder Dachrinnen sein.
  • Stellen Sie Fahrzeuge vorausschauend und sicher ab. Bei älteren Gebäuden, Baustellen oder morschen Bäumen kann der Wind Teile lockern, die dann eventuell auf das Auto herabstürzen können.
  • Schützen Sie Keller und Niedergänge rechtzeitig vor eindringendem Wasser, wenn Überflutungsgefahr besteht.
  • Achten Sie darauf, dass Rückschlagventile im Keller funktionsfähig sind.
  • Entfernen Sie Laub aus Wassereinläufen wie Gullys oder Abflussrinnen.
  • Sichern Sie Balkone und Terrassen so, dass Möbel oder Pflanzen nicht umhergewirbelt werden können.

Für den Zeitraum während und nach dem Orkan geben die Feuerwehren
folgende Tipps:

  • Verlassen Sie während des Unwetters das Haus möglichst nicht.
  • Meiden Sie Wälder und Alleen – nicht nur während, sondern auch nach dem Orkan. Instabile Bäume und herab fallende Äste gefährden Sie auch in den Stunden danach.
  • Wenn Sie Autofahrten nicht vermeiden können: Passen Sie ihre Fahrgeschwindigkeit an. Achten Sie auf unvorhergesehene Hindernisse wie umherfliegende Gegenstände oder abgebrochene Äste. Beim Ein- und Aussteigen Fahrzeugtüre vorsichtig öffnen und den Griff fest in der Hand halten. Windböen können sonst die Türe aufreißen und erheblichen Schaden anrichten.
  • Seitenabstand beachten: Vor allem auf Landstraßen können selbst Schwerfahrzeuge wie Lkw oder Busse um mehr als einen Meter versetzen. Im schlimmsten Fall landet man plötzlich im Straßengraben oder gerät auf die Gegenfahrbahn.
  • Erhöhte Gefahr bei Brücken oder Tunnelausfahrten: Fahrbahnglätte, Dachlasten oder Aufbauten, die eine breite Angriffsfläche bieten, können auch dazu beitragen, dass das Fahrzeug vom Sturm verrissen wird.
  • Dachlasten und Anhänger sollten an stürmischen Tagen vermieden werden. Der Schwerpunkt sollte möglichst tief liegen, das Gewicht auf beide Fahrzeugachsen verteilt sein. Wenn man von einer Sturmböe erfasst wird: Ruhe bewahren. Jede heftige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug nur noch instabiler. Um das Auto wieder zurück auf die Spur zu bringen, nur gefühlvoll gegenlenken.
  • Melden Sie Gefahrenstellen und Schäden, bei denen Sie Hilfe brauchen, unter der Notrufnummer 112. Bitte melden Sie Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach dem Ende des Unwetters.

 

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12 Kommentare zu “Vorbereitung auf Orkan – Tipps für die Bevölkerung”
  1. Dem Arbeitgeber meines Mannes Interessiert das eh nicht …. wie schon beim Hochwasser …. Aussage vom Arbeitgeber ” Es sind ja genug andere da” und er soll gefälligst zur Arbeit kommen.

  2. Thorsten Hanisch

    Euch viel Glück in Norddeutschland das es nicht allzu schlimm wird bin in Gedanken bei den Kamaraden der Einsätzkräften die Ausrücken müssen auch wenn manch Arbeitgeber dafür kein Verständniss hat und ich Denke auch an meine Familie die in Wilhelmshaven wohnt das sie alles heil überstehen da ich selber nicht mehr aktiv am Einsatzgeschehen teilhaben kann will ich hiermit noch allen amtlichen wie ehrenamtlichen Kamaradinnen und Kamaraden aller Rettungseinheiten mein Lob für Ihre teils unentgeltliche bereitschaft aussprechen ist nicht selbstverständlich zu jeder Tag und Nacht Zeit auszurücken und nicht jeder in der Familie macht da freiwillig mit wenn der Partner mann oder Vater zum Einsatz muss bin stolz auf die Familien die das ohne Probleme hinnehmen wenn der Melder geht und man zum Einsatz allermiert wird

  3. Ich hoffe den Arbeitgeber erwischt es bei dem Sturm und jedem wird geholfen, nur Ihm nicht, frei nach dem Motto, die anderen werden das schon machen, denn das ist ja seine Einstellung.
    Allen Einsatzkräften wünsche ich bei Ihren Einsätzen viel Erfolg und kommt wieder gesund nach Hause

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