Firmenschließung macht Feuerwehr Sorgen

Itzehoe (SH) – Die Großdruckerei Prinovis in Itzehoe (Kreis Steinburg) steht vor der Schließung. Über 1.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Darunter auch die vieler Feuerwehrleute aus der Region. Am Samstag fand eine Großkundgebung  statt, an der sich auch zahlreiche Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg beteiligten. Das Unternehmen wurde 2004 als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet.

Werkfeuerwehr_Symbolfoto. Foto: Michael RüfferDer Verlust der vielen Arbeitsplätze wäre für die Feuerwehren um Itzehoe nicht der einzige Wehmutstropfen. Das Unternehmen der Bertelsmanngruppe betreibt eine eigene Werkfeuerwehr mit 40 Mitarbeitern. Weiterhin war das Firmengelände Standort speziell für die ABC-Ausbildung der Feuerwehren im Kreis.

Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter meist unproblematisch für Einsätze freigestellt und zählt zu den Förderern des Ehrenamtes. Weiterhin sind die dort beschäftigen Kameraden häufig über Tag verfügbar, da sie im Schichtdienst tätig sind. Für ihr Engagement erhielt Prinovis im Jahre 2004 die Plakette des deutschen Feuerwehrverbandes “Partner der Feuerwehr”.

Abwanderung von Feuerwehrleuten?

Frank Raether, Steinburgs Kreiswehrführer, kann die Folgen einer drohenden Schließung für das Feuerwehrwesen in der Region nicht abschätzen. Als größte Gefahr sieht er die Abwanderung der Kameraden. Er beschreibt den Kreis Steinburg wegen der geringen Industrieansiedlung als strukturschwach. Besonders der Nachwuchs der Feuerwehren könnte es dann in die Ferne treiben. Dabei hat es die Region schon in den vergangenen Jahren hart getroffen. Die Bundeswehr hat diverse Standorte geschlossen und Personal abgebaut. Auch das bekamen die Feuerwehren zu spüren.

An der Demonstration nahmen mehr als 1.000 Menschen teil. Sie zogen mit Trillerpfeifen und Transparenten vom Werksgelände in die Innenstadt. (Symbolfoto: Michael Rüffer)

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