Kranteil spaltet Pkw – Unfallakte analysiert

Stuttgart – In der “Unfallakte”, einem Beitrag des Vox-Magazins “auto mobil” am Sonntag zwischen 17 und 18.15 Uhr – geht es um das Thema Ladungssicherung. Den traurigen Anlass dazu liefert ein tödlicher Unfall nahe des Autobahnkreuzes Stuttgart. Von einem schlingernden Lkw hatte sich ein elf Tonnen schweres Krangewicht gelöst und war in den Gegenverkehr geschleudert. Das Element halbierte einen Audi Kombi, die Beifahrerin starb noch an der Unfallstelle.

Der dargestellte Verkehrsunfall zeigt, dass der bulgarische Lkw-Fahrer mit der Befestigung des Kontergewichtes überfordert gewesen sein muss. Dadurch, dass er das schwere Teil im hinteren Teil des Aufliegers transportierte, wurde die Antriebsachse des Lkw nicht ausreichend belastet und sein Schleudermanöver verstärkt. Besonders verhängnisvoll wirkte sich aus, dass die tonnenschwere Fracht mit nur zwei Spanngurten befestigt war. “Wenn er entsprechend geschult gewesen wäre, hätte er mit zwei Gurten mehr eine völlig ausreichende Ladungssicherung bewerkstelligen können und der schwere Unfall hätte sich nie ereignet. Stattdessen hat sich das Teil aber hochkant von der Ladefläche gelöst und konnte quasi wie ein Beil in das Auto auf der Gegenfahrbahn eindringen”, berichtet Dekra-Unfallanalytiker Wolfgang Bühren.

“Viele Lkw-Fahrer haben das richtige Material dabei, reden sich bei Kontrollen dann aber mit der fehlenden Zeit heraus”, erzählt Roland Thiel, Ladungssicherungsexperte der Autobahnpolizei in Stuttgart, bei VOX. “Sie fahren dann einfach auf gut Glück. Die Devise ist: Es passiert schon nichts.”

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stellt die Polizei jedoch jährlich bei etwa 1.000 Unfall mit Verletzten und Toten mangelhafte Ladungssicherung als Ursache fest. (Foto: Vox)

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