Tödlicher Leichtsinn – “Unfallakte” klärt auf

Wolfsburg (NI) – Am Sonntag, 21. Februar, ist auf VOX wieder Zeit für die “Unfallakte”. In dem TV-Magazin “auto mobil” von 17 Uhr bis 18.15 Uhr analysieren Experten einen dramatischen Verkehrsunfall im September 2009 in Wolfsburg. Die Bilanz: vier Tote, ein Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen sowie ein zerrissener Pkw.

Ein 19-Jähriger raste am Abend des 16. September 2009 mit einem VW Golf GTD (170 PS) mit einem Tempo von mindestens 120 Kilometern pro Stunde durch die Stadt. Als der Fahrer links an einer Verkehrsinsel vorbeifuhr, berührte der Pkw diese mit den beiden Rädern der Beifahrerseite. Der 19-Jährige verlor die Kontrolle über den Golf und der Pkw prallte gegen einen Baum. Die Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert.

Foto: VOX / auto mobil
In dem TV-Magazin "auto mobil" analysieren Experten einen Unfall, der im September 2009 vier junge Menschen das Leben kostete. Foto: VOX / auto mobil

„Die Bilder waren furchtbar. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw in zwei Teile zerrissen. Überall lag Blut“, berichtet Bernhard Habrom von der Polizei Wolfsburg. An der Einsatzstelle kämpften Feuerwehr und Rettungsdienst um das Leben der jungen Leute, hatten aber bei vier Personen keine Chance. Notfallseelsorgerin Elke Wunsch musste sich noch am Einsatzort um Angehörige und Ersthelfer kümmern.

„Die Unfallstelle glich einem Schlachtfeld”, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Koch. “Und wir haben uns alle nur gefragt, wie es zu dem Unfall kommen konnte“. Darüber geben in der “Unfallakte” Experten Aufschluss. Unter anderem ist klar, dass keiner der Insassen einen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Mehr noch – sie setzten das Gurtsystem des Golf absichtlich außer Kraft. Mit Gurtstreckern verhinderten sie, dass Warnleuchten blinken und Signaltöne erklingen könnten.

„Als wir diese Stecker entdeckt haben, konnten wir es selbst kaum glauben”, sagte Habrom. “Gesehen habe ich so etwas überhaupt noch nicht.” Die Volkswagen Unfallforschung ist der Überzeugung, dass speziell die Mitfahrer auf der linken Seite realistische Überlebenschancen gehabt hätten, wenn sie die Gurte angelegt hätten. Ein 19-Jähriger überlebte, verlor jedoch bei dem Unfall ein Bein.

Ein Kommentar zu “Tödlicher Leichtsinn – “Unfallakte” klärt auf”
  1. Tragisch sowas aber meiner Meinung nach hätte es nur den Fahrer treffen dürfen…denn wer fährt wie ein blöder solle auch zu spüren bekommen. Zerstört das leben anderer!!!!

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