Tief “Ludwig”: Sturmschäden geringer als erwartet

Hamburg – In der Nacht zum Dienstag fegte Sturmtief „Ludwig“ von Hamburg bis Freiburg über die Republik. Dabei erreichte der Sturm Geschwindigkeiten von maximal 80 Stundenkilometern, auf dem Brocken im Harz bei Böen sogar bis zu 160 Stundenkilometer. In allen Regionen kam die Feuerwehr zum Einsatz, größere Schäden blieben allerdings aus. Bis in die Morgenstunden kam es nach Angaben der Wetterdienste zu Niederschlagsmengen von 40 Litern pro Quadratmeter in zwölf Stunden.

Auf der Autobahn 23 bei Hamburg sperrte die Feuerwehr eine große Wasserlache ab. Durch die Überschwemmung war kurz zuvor ein Pkw verunfallt. Laut Behörden blieb es ansonsten ruhig in der Hansestadt. Dennoch rückte die Feuerwehr immerhin 91 Mal aus, um Keller auszupumpen und verstopfte Abflüsse frei zu räumen.

Eine Vielzahl von Einsätzen fuhr die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen. In der Nähe von Krefeld stürzte ein Baum auf die Oberleitung einer Bahnstrecke und fing Feuer. Nach WDR-Angaben hatte wenige Augenblicke zuvor ein Regionalexpress die Stelle passiert.

In Wuppertal wurde durch eine Windböe ein rund 40 Quadratmeter großes Satteldach von einem Haus gerissen . Die Feuerwehr Herdecke (Ennepe-Ruhr-Kreis) und auch die Löschgruppen im Kreis Heinsberg mussten einige umgestürzte Bäume beseitigen.

Eine Schlammlawine ging im Ilm-Kreis  (TH) auf die Autobahn 71 nieder. Auf der stark verschmutzten Fahrbahn blieb ein Auto stecken.

Die Feuerwehr Frankfurt am Main (HE) rückte zu zwölf Einsätzen aus. Die Einsatzkräfte sicherten umgestürzte Werbetafeln und zerstörte Dachkonstruktionen.

Ein Kommentar zu “Tief “Ludwig”: Sturmschäden geringer als erwartet”
  1. Christian Patzelt

    Noch ein Einsatz in Hamburg: Neben der Staatsoper kam es in einer Baustelle zu einem Wasser- und Sand-Einbruch. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk rückten mit Sandsäcken an, um das Leck abzudichten. Rund 46 Kubikmeter Sand und Kies schütteten die Einsatzkräfte und eine Spezialfirma später in die riesige Grube.

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