Sturmeinsätze im Nordwesten

Bremen – Stürmische Wetter sorgte am Donnerstagnachmittag sowie am frühen Abend für zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter oder beschädigter Bäume. In Gelsenkirchen, Bremen und Dorsten waren die Helfer zu mehreren Einsätzen unterwegs. Auch für den Freitag und die Nacht zu Samstag meldet der Deutsche Wetterdienst erneut Windböen, an der See auch stürmische Böen um 70 km/h (Stärke 8). Auf höheren Bergen kann der Wind sogar Stärke 9 erreichen (bis 85 km/h).

Mehrere Bäume blockierten Straßen, wie hier in Dorsten. Dabei wurde auch eine oberirdische Telefonleitung zerrissen. Foto: Bludau
Bludau
Mehrere Bäume blockierten Straßen, wie hier in Dorsten. Dabei wurde auch eine oberirdische Telefonleitung durch eine massive Buche zerrissen. Foto: Bludau

Einige heftige Sturmböen, die im Laufe des Donnerstags weiter zunahmen, bescherten den Rettungskräften in Dorsten (NW) einiges an Arbeit. Polizei und Feuerwehr mussten zu mehreren Einsatzstellen im gesamten Dorstener Stadtgebiet ausrücken. So kam es zum Beispiel am Wittenberger Damm in Barkenberg, an der Bestener Strasse in Östrich und an der Kippheide in Lembeck zu umgestürzten Bäumen. Die Straßen wurden dadurch teilweise voll blockiert. An der Kippheide hatte eine Buche die Telefon- und Stromleitungen mit herunter gerissen. Dabei wurde die Telefonleitung sogar ganz gekappt. Einige Anwohner mussten zunächst auf unbegrenzte Zeit aufs Telefon verzichten. Der Energieversorger und der Telefonanbieter wurden verständigt. Einsatzkräfte der Lembecker Feuerwehr zersägten die massive Buche mit einer Hilfe einer Kettensäge und räumten die Reste zur Seite. Nach gut 30 Minuten war die Fahrbahn wieder befahrbar.

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In Bremen ging in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle um 19:51 Uhr ein Notruf über einen großen abgebrochenen Ast eines Baumes in der Wigmodistraße im Stadtteil Blumenthal ein. Bei Erkundung der ersteintreffenden Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwache 6 wurden massive Schäden an dem betroffenen Baum festgestellt. Der Baum, eine zirka 20 Meter hohe Linde mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimeter, war bis in drei Meter Höhe komplett in der Mitte gespalten. Von dem Baum ging eine erhöhte Gefahr für die umliegende Baumallee sowie für angrenzende Wohnhäuser aus. Aufgrund der Lage vor Ort wurde von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Einsatzleitdienst, der Rüstzug der Feuerwache 1, bestehend aus Rüstwagen und Feuerwehrkran, sowie die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Blumenthal zur Einsatzstelle alarmiert. Der Baum konnte mit Hilfe einer Drehleiter sowie der Unterstützung durch den Feuerwehrkran Stück für Stück von oben bis auf drei Meter Höhe mit Kettensägen zerteilt, abgetragen und anschließend auf dem Erdboden abgelegt werden. Der Einsatz zog sich noch bis in die späten Abendstunden hinein. Vor Ort im Einsatz waren 24 Einsatzkräfte mit neun Einsatzfahrzeugen. In der Arberger Heerstraße im Stadtteil Arbergen stürzte ein Baum auf zwei dort abgestellte Pkw. Personen kamen hierbei nicht zu Schaden. Den entstandenen Sachschaden an den zwei Fahrzeugen schätzt der Einsatzleiter der Feuerwehr auf etwa 10.000 Euro. Im Verlaufe des Abends kam es im gesamten Stadtgebiet Bremen zu mehreren kleineren technischen Hilfeleistungen, bei denen mehrere umgestürzte Bäume von der Feuerwehr zersägt oder entfernt werden mussten.

Auch in Gelsenkirchen (NW) mussten Berufs- sowie freiwillige Feuerwehr zu rund einem Dutzend sturmbedingter Einsätze ausrücken. Im gesamten Stadtgebiet, hauptsächlich in den Stadtteilen Rotthausen, Ückendorf, Buer und Hassel waren umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zu entfernen. Zehn Kräfte der BF mit drei Einsatzfahrzeugen sowie zehn Kräfte FF mit zwei Fahrzeugen waren hierzu unterwegs. Gegen 22 Uhr hatte sich die Unwetterlage beruhigt. (Informationen: Pressestellen der Feuerwehren Bremen und Gelsenkirchen, Foto: Bludau)

2 Kommentare zu “Sturmeinsätze im Nordwesten”
  1. Shorty

    da hat wohl jemand vergessen sein visier zu benutzen 😉

  2. Er hat es nicht benutzt, ob er es “vergessen” hat weiß man nicht – in keinem Fall ist es auch nur ansatzweise lustig!!!

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