Projekt: Stimmanalyse beim Notruf

Hannover – Eine neuartige Software soll Leitstellendisponenten bei der Notrufabfrage unterstützen. Das Programm analysiert Tonlage, Abstände zwischen Sprechpausen und die Intensität des Schalls des Anrufers. Ganz besonders in hektischen Phasen in einer Leitstelle, soll hiermit Entlastung geschaffen werden. Das Projekt wird zurzeit in den Niederlanden entwickelt.

In den Niederlanden wird ein spezielle Stimmanalyse-Software für Rettungsleitstellen entwickelt. ( Foto: Heise.de)Das Softwaresystem für Rettungsleitstellen wird von Forschern der Delft University of Technology, der Akademie des niederländischen Verteidigungsministeriums und der Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung ausgeklügelt. Die erfassten Daten der Anruferstimme werden von vier sogenannten Maschinen-Lernverfahren beurteilt. Ein spezielles Rechenverfahren trägt die Ergebnisse zusammen zu einem Ergebnis zusammen. Wird ein zuvor definierter Grenzwert überschritten, so wird der Anruf als besonders dringend eingestuft und bevorzugt weitergeleitet. Die Zeitschrift Technology Review berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über das Forschungsvorhaben. (Foto: Heise Medien)
3 Kommentare zu “Projekt: Stimmanalyse beim Notruf”
  1. Sebastian

    Prinzipell vermutlich eine gute Entwicklung.Aber was passiert wenn zum Beispiel ein Rettungssanitäter oder Feuerwehrler den Notruf absetzt?Wird der Anruf dann zurück gereiht nur weil jemand eine sachliche Lagemeldung abgibt in welcher es eventuell um Leben und Tod geht?

  2. Ich gebe sebastian recht. ich sehe das auch so…

  3. Ich verstehe ja Eure Bedenken, aber wer genau liest, der versteht, dass er hier a) um eine UNTERSTÜTZUNG geht und dass b) der Notruf erst entgegengenommen und dann analysiert wird – davon abgesehen zeige man mir bitte den Profi, der z.B. im Falle einer Reanimation redet, als hätte er es mir einem Beinbruch zu tun!

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