Skyrun: Fast 1.000 Stufen in siebeneinhalb Minuten

Düsseldorf – Schon zum zweiten Mal fand am Samstag der “Skyrun” in Düsseldorf statt: In voller Atemschutzmontur mussten die Teilnehmer die 960 Stufen im Treppenhaus des Rheinturmes bewältigen. Das schnellste Team kam aus Coesfeld-Kelkheim – in knapp siebeneinhalb Minuten erklommen sie die fast 1.000 Stufen des Nottreppenhauses.

Das Treppenhaus ist sonst nur für den Notfall gedacht, Besucher erreichen Aussichtsplattform und Restaurant des Rheinturms üblicherweise komfortabel im Aufzug. Ganz anders die einsatzgeprüften Feuerwehrleute: Sie erklommen die fast 1.000 Stufen an diesem Samstag mit der Feuerwehreinsatzkleidung, die für Brände vorgesehen ist. Mit Einsatzjacke, Einsatzhose, Einsatzhandschuhen, Feuerwehrstiefeln und Feuerwehrhelm ausgestattet, ging es an den Start. Zusätzlich bekam jeder noch ein Atemschutzgerät auf den Rücken geschnallt.

325 Zweier-Teams starteten von 8 bis 18 Uhr im Abstand von je zwei Minuten. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland – von Hamburg bis Stuttgart, von Köln bis Pankow. Die jüngsten Starter waren 18 Jahre und kommen von der Feuerwehr Werneck, der älteste Läufer war 54 Jahre und lief für die Feuerwehr Düsseldorf.

Um acht Uhr eröffnete die Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies den zweiten Skyrun-Feuerwehr-Fitnesstag. Hoch motiviert gingen die Teams an die 960-Stufen-Herausforderung im Düsseldorfer Rheinturm. Im Abstand von zwei Minuten starteten die Wettkämpfer. Die 168 Meter mussten in möglichst schneller Zeit über den Nottreppenraum vom Rheinturm bezwungen werden. Die schnellsten Feuerwehrleute waren Max Friedrich und Ralph Krüger vom Team Coesfeld-Kelkheim in 7 Minuten 29 Sekunden gefolgt von den zweitplatzierten Ingo Hansen und Thomas Barzen vom Team TFA Düsseldorf Team 1 in 7 Minuten 48 Sekunden. Platz drei ging an Klaus Mottl und Ehard Jürg von der Berufefeuerwehr Ludwigshafen in 8 Minuten und 13 Sekunden.

Sechs Frauenteams, sieben gemischte Paarungen sowie 312 Männerteams stellten sich den Treppenstufen der 60 Stockwerke des mächtigen Gebäudes. Im Zieleinlauf erhielten die Himmelsläufer kräftige Anfeuerung und viel Applaus durch die eigenen Familien, Freunden oder Kollegen. Sogar die aller Kleinsten, selbst noch wackelig auf den Beinen, winkten mit Fähnchen und Tüchern Mama oder Papa als letzten Motivationsschub vor dem Zieleinlauf zu.

In einem Erholungsbereich tauschten die Mitwirkenden die gelaufenen Zeiten aus und unterhielten sich über die Muskelstrapazen und andere gemachte Erfahrungen. Zur Vorbereitung auf den Wettkampftag gab es die unterschiedlichsten Ansätze. Konditionstraining, Kraftübungen aber auch Treppensteigen in Hochhäusern und auf Rolltreppen in Kaufhäusern gegen die Laufrichtung (endlos Stufentraining!) berichteten die Teilnehmer.

Am Fuße des Rheinturms hatten 80 Helfer von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr Düsseldorf Versorgungszelte, Informationsstände und eine kleine Feuerwehrfahrzeugausstellung am Morgen aufgebaut. Für die Sicherheit waren im Treppenhaus mehrere Rettungsassistenten auf verschiedene Ebenen verteilt, im Ziel standen zwei Notärzte bereit. Einige Läufer hatten alles gegeben und benötigten sanitätsdienstliche Unterstützung, um den Kreislauf wieder zu normalisieren – auch wegen des doch recht warmen Wetters. Ernsthafte Gesundheitsgefährdungen gab es keine.

Platzierung der besten Zehn (Zeit in Minuten):

1. Max Friedrich und Ralph Krüger, Coesfeld-Kelkheim, 7:29
2. Ingo Hansen und Thomas Barzen, Düsseldorf, 7:48
3. Klaus Mottl und Ehard Jürg, Ludwigshafen, 8:13
4. Andreas Donner und Arnd Nicolay, Köln, 8:47
5. Thorsten Soldan und Partner, Die Rolltreppenfahrer, 8:51
6. Sebastian Oehl und Christoph Sievers, The Fire Bull`s, 9:04
7. Wolfgang Weigert und Rüdiger Hage, Donaustauf , 9:14
8. Benjamin Basler und Marc Vogel, Düsseldorf , 9:17
9. Rene Lenzen und Alexander Körtgen, Adenau,  9:17
10. Paul Wittmann und Marco Schulz, Neu- und Neershof, 9:26

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