Raketen aus Tschechien – gefährlich und strafbar

Waidhaus (BY) – Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus (Kreis Neustadt a.d. Waldnaab) warnt vor der Einfuhr von Feuerwerkskörpern aus der Tschechischen Republik. Diese Pyrotechnik sei gefährlich und mit extremen Risiken verbunden. Die Einfuhr stelle eine Straftat nach dem Sprengstoffgesetz dar, die sogar zu einer Freiheitsstrafe führen könne, macht die Bundespolizei deutlich.

Sichergestellte Feuerwerkskörper aus Tschechien. Foto: Bundespolizei

Bereits jetzt kaufen deutsche Reisende die Feuerwerkskörper zum Schnäppchenpreis auf Viatnamesenmärkten in Tschechien. Innerhalb von zwei Tagen habe sie alleine bei drei Personen über 800 Knaller und Raketen beschlagnahmt, berichtet die Bundespolizei Waidhaus. Ein 43-Jähriger und eine 26-Jährige enschuldigten sich mit Unwissenheit, eine 29-jährige Frau hatte die Artikel jedoch extra unter der Abdeckung des Reservereifens versteckt. Alle drei erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz.

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus informiert: “In Deutschland sind nur Feuerwerkskörper erlaubt, die durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen wurden. Diese verfügen über ein entsprechendes Zulassungszeichen (z. B. BAM – P II – 1912) und Gebrauchshinweise in deutscher Sprache. Bei Feuerwerk ohne dieses Prüfzeichen können mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff selbst bei korrekter Anwendung zu schwersten Verletzungen führen. Zerfetzte und abgetrennte Finger und Hände sind dabei keine Seltenheit. Nicht zugelassene Feuerwerkskörper sind empfindlich gegen Reibung, statische Aufladung und Schlag. Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt. Die Bundespolizei wird bei entsprechenden Feststellungen ein Strafverfahren einleiten.”

Dann drohen den Verurteilten Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

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