Programm soll Unfallopferzahlen senken

Wiesbaden/Bonn – Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Jahr 3.648 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, 371.170 wurden verletzt. “Trotz der insgesamt positiven Entwicklung können und wollen wir uns mit diesen Zahlen nicht zufriedengeben. Nach wie vor werden täglich zehn Menschen auf unseren Straßen getötet, rund 1.000 verletzt”, sagt Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

104 Kinder unter 15 Jahren sind 2010 im Straßenverkehr getötet worden, ein Anstieg gegenüber 2009 um 16 Prozent. “Fast jedes zweite getötete Kind verunglückte als Mitfahrer in einem Pkw. Unzureichend gesicherte Kinder haben ein siebenmal höheres Risiko, im Auto schwer verletzt oder getötet zu werden. Diese traurigen Erkenntnisse führen uns klar vor Augen, wie wichtig die richtige Sicherung von Kindern im Auto ist”, appelliert Dr. Eichendorf vor allem an die Eltern.

Unter den getöteten Verkehrsteilnehmern waren auch 690 junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren. “Eine erschreckende und inakzeptable Zahl, die bedeutet, dass noch immer rund 20 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten in dieser Altersgruppe zu verzeichnen sind. Wir benötigen dringend Initiativen für mögliche Hilfestellungen, die es Fahranfängern gestatten, sicherer am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen”, so der DVR-Präsident weiter.

“In Kürze wird der Bundesverkehrsminister das Nationale Verkehrssicherheitsprogramm vorstellen: 50 Maßnahmen, mit deren Hilfe es gelingen soll, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Es sind viele Mitstreiter nötig, um schwere Unfälle und die damit verbundenen schwerwiegenden Folgen für die Opfer und deren Angehörige zu verhüten”, appelliert Dr. Eichendorf an alle Akteure der Verkehrssicherheitsarbeit. 

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