Olympiasieger ist Feuerwehrmann

London/Berlin – Ein fabelhafter Schluss-Spurt im letzten Viertel der Strecke sicherte Kurt Kuschela die Goldmedaille: Der 23-jährige Brandmeister in Ausbildung gewann gemeinsam mit Peter Kretschmer das Finale im Zweier-Canadier bei den Olympischen Spielen in London. “Wir gratulieren zu dieser Medaille, mit der die großen Anstrengungen im Vorfeld mit Erfolg gekrönt wurden!”, freuen sich Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), und Manfred Gerdes, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Brandenburg.

Der in Potsdam trainierende Kurt Kuschela absolviert derzeit eine Ausbildung zum Brandmeister an der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz in Eisenhüttenstadt. Das Programm an der Landesfeuerwehrschule ist Teil der Sportförderung des Landes und verzahnt Training, Wettkampf und Ausbildung. Die Inhalte sind in Module aufgeteilt. In der trainings- und wettkampffreien Zeit absolvieren die Sportlerinnen und Sportler die noch fehlenden Module innerhalb der laufenden Lehrgänge.

“Das ist ein tolles Konzept, das bereits vor vier Jahren mit dem Silbermedaillengewinn von Ringer Mirko Englich in Peking seine Praxistauglichkeit bewiesen hat”, loben Kröger und Gerdes: “So können die Absolventen Brandmeister und Olympiasieger zugleich werden.”

Insgesamt sind in Eisenhüttenstadt derzeit elf Spitzensportlerinnen und -sportler in Ausbildung oder als Ausbilder tätig. Vier von ihnen sind bei den Olympischen Spielen in Großbritannien dabei: Bahnradfahrer Roger Kluge belegte im Londoner Omnium den vierten Platz im Punktefahren. Sportschütze Florian Schmidt verpasste das Finale in seiner Disziplin. Für den Ringer Nick Matuhin (Freistil bis 120 Kilogramm) steht der Auftritt auf der Matte noch an.

2 Kommentare zu “Olympiasieger ist Feuerwehrmann”
  1. Sehr gut die Sportförderung in Brandenburg es soten sich andere Bundesländer ein beispiel nehmen.

  2. Eric M.

    Schön und gut, aber mussten die Auszubildenden auch einen Einstellungstest machen? Inwieweit sind sie schon bei einer BF verbeamtet? usw.

    Tut mir leid, aber was bringt ein Spitzensportler, wenn er nicht für die BF gemacht ist?

    Sportförderprogramm schön und gut. Doch sollten die Vorraussetzungen dann gleich wie für die regulären Bewerber sein.

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