NRW: Sicherheit bei Veranstaltungen im Fokus

Düsseldorf – Folge der Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat am Mittwoch die Projektgruppe “Sicherheit von Großveranstaltungen” vorgestellt. Die Projektgruppe soll überprüfen, ob die für die Genehmigung von Großveranstaltungen erlassenen Vorschriften ausreichend Sicherheit gewährleisten.

Die Projektgruppe wird die bisherigen Verfahren zur Genehmigung von Großveranstaltungen analysieren und auswerten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Zusammenarbeit der daran beteiligten Stellen. Eine Grundlage der Arbeit sind Erfahrungsberichte von Städten und Gemeinden, die bereits große Veranstaltungen im Freien durchgeführt haben. “Wir wollen alle Erfahrungen und Erkenntnisse im Sinne eines optimalen Genehmigungsverfahrens nutzen”, betonte Jäger.

Deshalb sind in der Projektgruppe Fachleute aus Feuerwehr, Polizei, Bauaufsicht, Ordnungsamt und Nahverkehrsunternehmen vertreten, die über langjährige Erfahrung mit der Planung, Genehmigung und Durchführung von Großveranstaltungen verfügen. Die Gruppe wird unter anderem durch Veranstalter, Planungsbüros und Brandschutzsachverständige und die Bergische Universität Wuppertal verstärkt.

Bereits im August 2010 hatte das Innenministerium als Reaktion auf die Tragödie bei der Loveparade in Duisburg Regelungen getroffen, die sicherstellen sollen, dass sich ein solches Unglück in Nordrhein-Westfalen nicht wiederholt. So ist das Genehmigungsverfahren von Großveranstaltungen unter freiem Himmel bis auf weiteres mit dem Kreis oder der Bezirksregierung abzustimmen. Für die Genehmigung ist in jedem Fall ein Sicherheitskonzept des Veranstalters notwendig.

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