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Wer kommt beim Alarm zum Einsatz? Reichen die Kräfte aus? Welche technischen Lösungen bietet der Markt für einen schnellen Überblick?

Notruf-App alarmiert Schweizer Luftretter

Zürich (Schweiz) – Die schweizerische Luftrettung Rega bietet eine kostenlose iPhone-Applikation an, die bei einem Handynotruf auch gleich die Standortangaben des Anrufers übermittelt. So kann bei Notfällen im In- und Ausland wertvolle Zeit gespart werden. Am vergangenen Wochenende wurde erstmals erfolgreich mit der neuen Anwendung ein Notruf abgesetzt.

Erreicht ein Alarm die Rega, fragt die Einsatzzentrale in Zürich-Kloten als erstes nach dem Standort des Anrufers. Diese Ortung ist aber oft nicht auf Anhieb möglich und es müssen weitere Abklärungen getroffen werden. Dadurch verstreichen allenfalls wichtige Minuten. Die neue Applikation “iRega” für das iPhone bietet hier Hilfestellung und unterstützt den Alarmvorgang.

“iRega” kann bei Notfällen in der Schweiz und im Ausland genutzt werden. Zwei Fingerklicks genügen, um Alarm auszulösen. Dabei werden sogleich die Koordinaten und zuvor in der Applikation abgespeicherte Personalien des Anwenders an die Rega übermittelt und eine Telefonverbindung mit der Einsatzzentrale wird hergestellt. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Alarmierenden leitet die Rega dann die Rettung ein.

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Zum ersten Mal leistete die neue Applikation am vergangenen Samstag bei einem Ernstfall in der Furka-Region Unterstützung. Ein Schneeschuhläufer verletzte sich – sein Kollege löste via “iRega” Alarm aus. Die Netzabdeckung war im betreffenden Gebiet nur sehr schwach. Eine Alarmierung und Ortung alleine über telefonischen Kontakt wäre schwierig gewesen.

Dank des automatischen Notrufes wurden die genauen Koordinaten des Alarmierenden per SMS rasch an die Rega-Einsatzzentrale übermittelt. Eine kurze Sprachverbindung konnte danach zwar noch aufgebaut werden, gestaltete sich wegen des schlechten Empfanges aber als schwierig. Die Angaben aus der Applikation genügten der Einsatzleitung jedoch, um den Rettungshelikopter punktgenau zum Unfallort zu führen. Der Verletzte wurde anschliessend mit der Rettungswinde gerettet.

Voraussetzung für die Verwendung von “iRega” ist die Aktivierung der Ortungsdienste in den iPhone-Einstellungen. Zudem muss das iPhone mit einer SIM-Karte ausgestattet sein und über den nötigen Signalempfang (GPS, WLAN, Mobilfunknetz) verfügen.

Damit der Ernstfall auch geprobt werden kann, stellt die App einen Testalarmsystem bereit. Außerdem bietet die Anwendung eine Kartenfunktion, die den eigenen Standort anzeigt oder die Koordinaten zu einem beliebigen Ort in verschiedenen Formaten berechnet. Hinweise zum Vorgehen bei einem medizinischen Notfall sowie die Möglichkeit, direkt übers iPhone Rega-Gönner zu werden, runden das Angebot der kostenlosen Applikation ab.

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