Notfallverbund soll Kulturgüter schützen

Hannover – Ein neuer Notfallverbund soll in der Region Hannover bei Bränden und anderen Katastrophen den Schutz von wertvollen Kulturgütern optimieren. Am Mittwoch unterzeichneten die Verantwortlichen verschiedener Archive, Bibliotheken und Museen einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Unglücksfälle wie der Einsturz des Stadtarchivs in Köln, der Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar oder das Elbehochwasser hatten in den letzten Jahren immer wieder vor Augen geführt, wie schnell Kulturgüter durch Schadensereignisse beschädigt oder zerstört werden können.

Aufbauend auf einen Workshop der Feuerwehr Hannover und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde im April 2008 eine Arbeitsgruppe von verschiedenen Kultureinrichtungen und der Katastrophenschutzbehörden in der Region Hannover gegründet: Ziel: Den Schutz von Kulturgütern verbessern. Die Arbeit der Gruppe fand in der Gründung eines Regionalen Notfallverbundes ihren bisherigen Höhepunkt. „Ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf unterschiedliche Schadenfälle wird mit dem Regionalen Notfallverbund zum Schutz von Kulturgut, der einmalig in Niedersachsen ist, getan“, so der Leiter der hannoverschen Feuerwehr, Claus Lange.

In der unterzeichneten Vereinbarung heißt es: “Die Zielsetzung des Notfallverbundes besteht darin, die bestehenden Ressourcen (Personal und Sachmittel) im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten in einem eventuell eintretenden Notfall zum Schutz des Kulturgutes zusammenzuschließen und die zu leistenden Aufgaben in gegenseitiger Unterstützung zu bewältigen.” Ein weiteres wichtiges Ziel des Notfallverbundes sei die gegenseitige Unterstützung in Fragen der Prävention und die Pflege von Kontakten – untereinander und gegenüber Behörden. Eine Notfalldatenbank sowie eine festgelegte Alarmierungsstruktur sollen außerdem dazu gehören.

Hier können Sie die Notfallverbund_Vereinbarung im pdf-Format herunterladen.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: