Nordrhein-Westfalen: Ab Januar wird digital gefunkt

Düsseldorf – Im Januar 2012 starten die Sicherheitsbehörden rund um Düsseldorf mit dem Probebetrieb des Digitalfunks. Sechs Monate wird das Funknetz getestet. „Der Digitalfunk ist das größte deutschlandweite Technologieprojekt für die innere Sicherheit”, betonte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger. “Wir gehen ein Schritt auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung in NRW.”

In den Städten Düsseldorf und Mönchengladbach sowie in den Landkreisen Mettmann, Viersen und Rhein-Kreis Neuss startet der Funktionstest. Der Großraum Köln beginnt voraussichtlich im März mit der Testphase. “Wir wollen Erfahrungen sammeln, technische Szenarien erproben und prüfen, ob alle von uns gestellten Anforderungen erfüllt sind”, erklärte Jäger.

“Nach den Berichten aus anderen Bundesländern ist es unwahrscheinlich, dass ein Systemwechsel dieser Größenordnung völlig fehlerfrei funktioniert”, sagte der Innenminister. “Deshalb unterbrechen wir sofort die Probephase, wenn wir Fehler und Schwächen im System erkennen. Dann müssen die Hersteller die Probleme schnell lösen. Erst wenn alle Tests die volle Funktionsfähigkeit bewiesen haben, werden wir das Netz übernehmen.” Zur Absicherung läuft der analoge Funkbetrieb parallel weiter.

In der Pressemitteilung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums werden die Fakten rund um das Digitalfunknetz erläutert: “Allein in Nordrhein-Westfalen rüsten 47 Kreispolizei- und drei Landesoberbehörden der Polizei sowie 422 Feuerwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werksfeuerwehren und die Hilfsorganisationen 26.000 Fahrzeuge um und tauschen etwa 80.000 Funkgeräte aus. Auch die Leitstellen der Feuerwehr werden an die neue Technik angepasst. 40.000 Polizisten und mehr als 120.000 Angehörige von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen werden für den Digitalfunk fit gemacht.”

3 Kommentare zu “Nordrhein-Westfalen: Ab Januar wird digital gefunkt”
  1. da bin ich mal gespannt…..noch hat keiner ahnung vom digitalenfunken….

  2. Also es ist schon eine Umstellung da, zwischen analogem und digitalem Funk.

    Die Umstellung ist für den Anwender, zum Beispiel den Sprechfunker des Fußtrupps, aber verschwindend gering. Das einzige, was sich für ihn ändert ist, dass er zwischen drücken der Sprechtaste und dem Absetzen der Nachricht eine Zeit warten muss. Jedoch wird ihm soweit geholfen, dass das Gerät durch ein Piepsen dem Anwender signalisiert, wann die Verbindung steht und ab wann gesprochen werden kann.

    Wir haben Digitalfunkgeräte bei uns auf Sanitätswachdiensten größerer Ordnung schon mehrmals verwendet um Sie zu testen und sind von der Technik überzeugt, da die Sprachqualität sogar teilweise digital besser ist.

  3. Norbert Balduin

    Hallo Kollegen, RLP ist da bereits weiter und hat erste Erfahrungen bereits gesammelt. Ich denke es kann hier einen sinnvollen Austausch über die Landesgrenzen hinaus geben. Eine Anmerkung habe ich aber trotzdem. RLP ist an die Energieversorger herangetreten und hat darum gebeten Störungen in der Energieversorgung, bei denen die Sendeanlagen betroffen sind, direkt an die überwachende Einheit des Digitalfunks nach Berlin zu melden. Dieser Ansatz ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll, da er den Einsatz von Entstörpersonal minimiert und die überwachende Stelle des Digitalfunks in Kenntnis setzt.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: