Niedersachsen feiert Digitalfunk-Zielgerade

Hannover – In einer Feierstunde haben am Mittwoch rund 300 Projektbeteiligte die  Einführung des Digitalfunks in Niedersachsen offiziell gewürdigt. Die Projektgruppe “Digitalfunk Niedersachsen” wird voraussichtlich zum Jahresende 2013 ihre Arbeiten beenden. Die neue Kommunikationstechnik soll zum Jahresbeginn 2014 nahezu flächendeckend zur Verfügung stehen. In Niedersachsen kann derzeit behördlichen Angaben zufolge auf einer Fläche von mehr als 90 Prozent digital gefunkt werden. Aktuell werden die letzten Netzabschnitte im Gebiet der Polizeidirektion Göttingen installiert.

Digitalfunk. Symbolfoto: PatzeltDie Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) als Projektbehörde hatte die Gäste, darunter den niedersächsischen Innenminister, zahlreiche Landräte und Oberbürgermeister, Spitzenvertreter von Hilfs- und Rettungsdiensten, Vertreter aus der Wirtschaft sowie viele weitere Gäste eingeladen. Dabei erinnerten Innenminister Boris Pistorius, Polizeipräsident Uwe Lührig sowie Projektleiterin Petra Franzen noch einmal an die ersten Planungsschritte und ließen den Projektverlauf mit seinen ehrgeizigen Zielen noch einmal Revue passieren.

“Das von Bund und Ländern getragene Vorhaben war von Anfang an sehr ambitioniert. Die Schaffung eines bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystems war und ist eines der größten und sicherlich komplexesten IT-Projekte in der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik”, sagte Polizeipräsident Uwe Lührig zu Beginn der Veranstaltung. Alleine auf niedersächsischer Seite seien für den Aufbau und Betrieb rund 280 Millionen Euro bis 2021 veranschlagt und bereitgestellt, so Lührig.

Zeitplan wurde eingehalten

Im Jahr 2007 beauftragte das niedersächsische Innenministerium die ZPD mit der Umsetzung desProjekts. Bis zu 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde, unterstützt von zahlreichen Fachleuten aus Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz, hätten dafür gesorgt, dass die Arbeiten in den fünf Teilabschnitten Festnetzplanung, Netzerrichtung, Betrieb, Migration und Qualifizierung voranschritten, berichtet die ZPD. Grundlage für die Projektarbeit war der sogenannte Master-Rollout-Plan, den das Land Niedersachsen mit der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) zu Beginn vereinbarte. “Diesen herausfordernden Zeitplan haben wir bislang eingehalten”, zeigte sich der Polizeipräsident zufrieden. “Mehr noch: Wir haben die Zeitvorgaben nicht nur unterschritten, sondern sind auch mit deutlich weniger Geld als veranschlagt ausgekommen. Das ist eine Leistung, auf die die Projektgruppe unter der Leitung von Petra Franzen zu Recht stolz sein kann”, sagte Uwe Lührig abschließend. (Symbolfoto: Christian Patzelt)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Feuerwehr-Magazin gibtnes dadrüber in der nächsten Ausgabe ein ausführlichen Artikel

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  2. scheint bei uns noch net wirklich angekommen zu sein… oder liegt das an der Randlage?

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  3. Naja, feiern ist wohl mehr als übertrieben. Denn das was als innovation des Funkverkehrs gefeiert wird, wird in anderen Ländern nicht mal in Erwägung gezogen, da es nichts taugt.

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  4. Wenigstens andere Länder bekommen es auf die Reihe :)).

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  5. In Hessen gibt es eine Kommune bei der die Gemeinde (nicht die Feuerwehr) sich gegen den Digitalfunk entschieden hat (Höchst im Odenwald). Der rest hat ihn mehr oder weniger.
    Bei Einsätzen wird es halt schon blöd ohne wenn der rest mit Tetra funkt…

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  6. Wer so ein Müll erfunden hat , sollte besser mit erfinden aufhöhren.So ein Mist.

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  7. Wusste nicht das man nun auch schon Unfähigkeiten feiert ….

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  8. Bis das bei uns voll in Betrieb ist, bin ich wahrscheinlich schon in Rente 😉

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  9. Was sind denn eure Kritikpunkte am Digitalfunk? Schrott und Müll sind jetz keine wirklich qualifizierten Aussagen…

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  10. Schade um den guten Analogfunk, ausfallsicher und einfach. Was besseres wird es nie geben.

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  11. Das hat Rheinland-Pfalz schon letztes Jahr getan. Mit dem Erfolg, das der Einsatzbetrieb der Sepura Handfunkgeräte (HRT) zum Jahreswechsel wieder wegen zu hoher Gefahr im Atemschutzeinsatz bei einigen Feuerwehren wieder verboten wurde.
    Die noch nicht fertiggestellte Netzabdeckung und die Probleme im Gebäudebetrieb(Krankenhäuser/Fabriken etc.) sind da eher Kleinigkeiten.

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  12. stimmt, sollte ja auch erst vor Jahren schon dasein

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  13. Ich finde es immer wieder faszinierend was für Geistreiche Kommentare hier gepostet werden. Ja Analogfunk war simpel aber schon lange nichtmehr Stand der Technik! Und ja natürlich hat der Digitalfunk noch so seine Probleme aber hat irgenwer was anderes erwartet?! Das Digitalfunknetz ist vom Aufbau her vergleichbar mit dem UMTS-Netz. Und nun überlegt mal zurück wielange es gedauert hat bis man mit jedem Handy in jedem Loch telefonieren konnte! Demnach hätte der Digitalfunk noch ca. 10 Jahre bis alles besser laufen muss als im analogen!

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  14. Ich hoffe jetzt mal das alle, die hier so einen Müll schreiben, auch schon Digital gefunkt haben.
    Und noch etwas an Dennis Mayer, wo bitte war der Analogfunk denn Ausfalsicher???

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  15. “Schade um den guten Analogfunk, ausfallsicher und einfach.”
    haha. Ausfallsicher ist am besten!

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  16. Es hätte bestimmt auch andere Möglichkeiten gegeben Millionen € zu verbrennen,
    als so einen Blödsinn anzuschaffen.
    Wer hat den Nutzen???Die Feuerwehr doch nicht!Wer Feiert sich denn da??? Die kleinen Ortsbrandmeister doch nicht.Wer musste das unnötig bezahlen?Die große Politik doch nicht!
    Schade das immer die kleinen ran und leiden müssen,denn ihre Meinung ist nicht gefragt!
    Ich bin aus Überzeugung dabei anderen zu helfen und nicht den Lobbyisten zu dienen.Was will man machen?Aufhören?Streiken?Das nützt alles nichts wenn deine Meinung nicht zählt!!!Die Feuerwehren sterben,die Gerätehäuser sind zu alt,die Anforderungen werden immer mehr, die Ausrüstung immer komplexer, die Autos zu klein,das Personal in den Führungen immer schwerer zu bekommen,…..! Eigentlich genug Probleme.Aber man kann sagen “Wir haben Digitalfunk”!
    Ein-dreifaches”Gut Wehr,Gut Wehr,Gut Wehr!

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  17. Ja Hallo was schreiben hier denn für Spezialisten. Nen krummen Daumen vom SMS tackern und den ganzen Tag mit dem Smartphone bei Facebook rumlungern und dann auf den Digitalfunk schimpfen. Und auch ncoh so unqualifziert. Analogfunk ausfallsicher? Jo hat sogar ohne Stromfunktioniert nur hiess das da bei Winnetou noch Rauchsignal. Sprachqualität – überragend. Vorallem die knarzenden Aufträge für den Rettungsdienst. Woher kommt den der gute alte Spruch “Frage Verständigung?”? Und jeder hört alles. Toll. Vieleicht hat der eine oder andere ja noch ein paar Vorteile des Analogfunks. Sciher lief bei der Einführung des Digitalfunks nciht alles optimal. Aber das ist bei soclh großen Projekten ja an der Tagesordnung. Aber die “qualifizierten” Kommentare hier – einfach nur unterirdisch!

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  18. Nun Ausfall sicher ? Aber ich konnte nach fragen.Habe an der Anfahrt mithören können und so mir meine Info´s schon einmal heraus holen(Lagerbildung).
    Kann meine Trupps schon Informieren was sie erwartet. Der Analoge funktionierte auch in Neubauten.Das wir nun keine Rauchzeichen mehr geben ist schon klar.Das wir nun nicht mehr Morsen(was gar nicht so schlecht war
    wenn man die alten Armeefunker fragt(Ausfallsicher)ist schon ein vorteil.
    Das mithören ist für einen der entscheiden muss ob er von der Arbeit weg geht oder nicht,eigentlich ein muss.Was ich alles mit den alten Meldern machen konnte.
    Nachts um 3:00 aus dem Tiefschlaf soll ich was lesen!!!????Konnte mich beim anziehen schon darauf vorbereiten was mich an der Einsatzstelle erwartet(Psyche).Beim Digitalen gibt es nur geht oder geht nicht,kein Rauschen, keine knarzende Aufträge.Aber was will man sich jetzt noch streiten,das Ding ist gelaufen und müssen hoffen das alles “OPTIMAL funktioniert” was der Bürger ja nun mal verlangt.

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  19. Beim Digitalfunk gibt es nicht geht oder geht nicht, sondern es gibt nur GEHT NICHT. Es sollte doch nicht zuviel verlangt sein das man sich beim ausrücken bei der FEZ (20 Meter abstand) abmelden kann. In 90% der Fälle klappt dies nur nach mehrmaligen versuchen. Wenn es dann klappt ist die Qualität sogut als ob einer mit nem Blechtopf neben deinem Ohr steht und mit einem Löffel drauf schlägt. Die sollen ihren Kram wieder einpacken und wieder kommen wenn der Kram funktioniert.

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  20. Ich kann mich über Tetra nicht beschweren. Fehler gibt es zwar noch ein paar aber nichts läuft immer gleich ohne Probleme. Meine Erfahrung mit Personen die rumnörgeln sind meistens die, die sich aufregen, weil sie jetzt nicht mehr zuhause mithören können.

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  21. Hier ein Bericht von Plusminus:

    http://www.ardmediathek.de/das-erste/plusminus/investitionsruine-tetrafunk?documentId=17748322

    “Das Projekt, ein neues Funknetz für Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr aufzubauen, droht zum teuren Desaster zu werden. Rechnungshöfe schlagen Alarm, dass hier Milliarden investiert werden und die Technik nicht hält, was sie verspricht.”

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  22. Der Digitalfunk íst eine reine Verascherei der Politiker und der EU die verdienen sich eine goldene Nase auf Kosten der Steuerzahler was dieser ganze Mist kostet hätte man lieber in die Rentenkassen geben können da wäre allen mitgeholfen . Das ist Technik die kein Mensch braucht Hauptsache Deutschland hat jetzt Digitalfunk am besten alles wieder abschaffen wäre uns allen mehr mit geholfen.

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