Neue Brandsimulationsanlage geplant

Lemgo (NW)/ Rotenburg (Wümme) (NI) – Die Landkreise Rotenburg (Wümme) und Soltau-Fallingbostel planen den Bau einer Brandsimulationsanlage (BSA) für ihre Feuerwehren. Dafür begaben sich 16 Feuerwehrleute aus dem Kreis Rotenburg zur Erkundung der dortigen Anlage ins ostwestfälische Lemgo (Kreis Lippe).

Hintergrund der Planungen ist die zukünftige dreistufige Atemschutz-Ausbildung. Im Kreis Rotenburg müssen die Feuerwehrleute dann zunächst die bisherige Atemschutzausbildung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Zeven absolvieren. Bei Stufe zwei findet eine erweiterte Ausbildung von Löschtaktiken und Verhalten in Gefahrensituationen nach einheitlichen Standards statt. Die Realbrandausbildung in einer BSA ist Stufe drei des neuen Konzeptes.

Foto: Abschnitt Nord des KFV Rotenburg (Wümme)Einige Feuerwehrleute, die interessiert sind, sich als Ausbilder in der neuen BSA zu engagieren, waren dann vor wenigen Wochen in Lemgo. Dort konnten sie praktische Erfahrungen in der gasbefeuerten Anlage sammeln. Erst absolvierten die Feuerwehrleute eine Wärmegewöhnungsübung in einem nachgestellten Wohnzimmer. Dafür setzten die Lemgoer ein Edelstahl-Sofa in Brand. Nach kurzer Zeit herrschten darin bis zu 500 Grad Celsius unter der Decke und immerhin noch bis zu 200 Grad Celsius auf Brusthöhe.

Danach folgten dann zwei Einsatzübungen im Zweier-Trupp unter realistischen Bedingungen. Die Atemschutzgeräteträger mussten einen Brandherd im Erdgeschoss der Anlage lokalisieren und löschen. Dabei wurden das richtige Öffnen von Türen und das korrekte Vorgehen im Seitenkriechgang geübt. Bei der ersten Übung war der Brandherd ein Küchengerät. Beim zweiten Durchgang handelte es sich jedoch um einen Werkstattbrand mit vermisster Person. Eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe für die Feuerwehrleute.

Foto:Abschnitt Nord des KFV Rotenburg (Wümme)Während der Übungen begleite ein Ausbilder die Trupps und beobachtete ihr Vorgehen mit einer Wärmebildkamera. Das Bild der Kamera wurde auch in den Regieraum der Anlage übertragen. Von hier aus überwachte ein weiterer Ausbilder die Pulswerte der Aktiven, die vorher Pulsuhren und Brustgurte angelegt hatten.

Zum Abschluss konnten die Niedersachsen die BSA noch mal im „kalten Zustand“ erkunden. Die Lemgoer Anlage soll als Vorbild für den Neubau der beiden Kreisverbände dienen.

(Quelle und Fotos: Abschnitt Nord des KFV Rotenburg (Wümme))

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