Aufgaben, Technische Daten, Fahrgestelle sowie die feuerwehrtechnische Beladung

Mittleres Löschfahrzeug – 12 Fakten zum MLF

Alles zum Thema Mittleres Löschfahrzeug (MLF) – schnell, übersichtlich und kompakt erklärt. Für viele Feuerwehren im Bundesgebiet ist das Mittlere Löschfahrzeug das Fahrzeug ihrer Wahl, wenn ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) zu klein und ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 zu groß ist. Hier die zwölf wichtigsten Fakten zum MLF.

Gleich drei neue MLF auf dem neuen Iveco Daily 72-170 bestellte die Stadt Baiersdorf bei Magirus für die Ortsfeuerwehren Igelsdorf, Wellerstadt und Hagenau.

Konzeptionell ist das Mittlere Löschfahrzeug MLF nach DIN 14530-25 zwischen dem TSF-W und dem LF 10 angesiedelt und schließt damit die Lücke zwischen diesen beiden Fahrzeugtypen. Im Regelfall wird es auf einem Fahrgestell der 7,5-Tonnen-Klasse aufgebaut. Der Bedarf ergab sich aus einer regen Diskussion während der Einspruchsberatungen zum Norm-Entwurf für das TSF-W in den Jahren 2005/2006. Ausgerichtet war es in der Konzeption auf ein Lkw-Fahrgestell mit maximal 7.500 Kilogramm Gesamtmasse, vorrangig mit Straßenantrieb, Staffelkabine und Gruppenbeladung sowie einer Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-1000 und einem Löschwasserbehälter mit mindestens 600 Liter, maximal 1.000 Liter Inhalt. Erstmals genormt wurde das Fahrzeug im April des Jahres 2008.

MLF Iveco Daily 70-170/Rosenbauer

Nach fast 2 Jahren Planungs- und Beschaffungszeit konnte die FF Hohenegglkofen (BY, Kreis Landshut) in Neidling/Niederösterreich ihr neues MLF bei der Firma Rosenbauer abholen. Auf einem Iveco Daily 70-170 mit 170 PS und automatisiertem 6-Gang-Schaltgetriebe baute der Weltmarktführer einen CL-Aufbau mit integrierter Mannschaftskabine auf. Dabei gab es von Seiten der Feuerwehr keine Sonderwünsche und die bereits vorhandene Ausrüstung des alten LF 8 konnte problemlos verlastet werden.

Vollgepackt bis unters Dach und dennoch mit 7,2 t zulässige Gesamtmasse: das neue MLF der FF Hohenegglkofen von Rosenbauer auf Iveco Daily 70-170. Foto: Tausch

Somit ist das Fahrzeug mit einem elektro-pneumatischen Lichtmast mit vier 42-W-LED-Scheinwerfern, einer Heckwarneinrichtung, einer Rückfahrkamera, einem 800-l-Wassertank, einer FPN 10-1000 mit automatischer Druckregelung sowie einer Schnellangriffseinrichtung mit 2x 30-m-D-Druckschlauch mit D-Hohlstrahlrohr und Mittelschaumpistole ausgestattet. Neben der Normbeladung konnten weitere Ausrüstungsgegenstände aufgenommen werden: Überdrucklüfter, 6-kVA-Stromaggregat, zehn Verkehrsleitkegel, acht Blitzlampen, zwei Faltsignale mit LED-Beleuchtung, Motorsäge mit Schutzkleidung, zwei Stative, zwei 1.000-W-Scheinwerfer sowie zwei 20-W-LED-Akku-Scheinwerfer, Erste Hilfe-Rucksack, Tauchpumpe, HiCafs-Löschgerät, Hygieneboard, Schlauchpaket C-30 für den Innenangriff, mobiler Rauchverschluss sowie Ölbindemittel.
Dazu kommt noch die Schaum-Löscheinrichtung mit Zumischer Z2, zwei Schaummittelbehältern, einem Schaumaufsatz für Hohlstrahlrohr C und weiterem Zubehör für die Brandbekämpfung mit Schaum. Die vier Atemschutzgeräte und Ausrüstung für den Angriffstrupp sind komplett im Mannschaftsraum untergebracht, der auch über eine Standheizung verfügt. Für Ausrüstungsgegenstände steht außerdem ein großer Dachkasten zur Verfügung, der über eine LED-Innenbeleuchtung verfügt. [2404]

Wie das MLF zu seinem Namen kam

Die Änderung der Bezeichnung Staffellöschfahrzeug StLF 10/6 in Mittleres Löschfahrzeug MLF im Jahr 2012 war – analog zu den Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeugen – notwendig geworden, weil die bundesweite Einführung des digitalen BOS-Funks eine einheitliche und verbindliche Bezeichnung von Fahrzeugen des Feuerwehren, des Rettungsdienstes sowie des Katastrophenschutzes verlangt. Bei jedem Verbindungsaufbau wird die sogenannte operativ-taktische Adresse – kurz OPTA – der Funkteilnehmer auf den Displays der Funkgeräte im Klartext gezeigt. Dies erfordert, dass jeder Funkteilnehmer eine eigene eindeutige Adresse besitzt. Mit der Änderung der Bezeichnung wird zudem der besseren Sprechbarkeit der Fahrzeugbezeichnung Rechnung getragen.

Christopher Benkert
MLF-Vorführfahrzeug von Magirus auf einem Iveco Daily 65 C 17 mit nachgerüstetem Achleitner-Allradantrieb. Das Fahrzeug hat einen 1.000-l-Wassertank, eine FPN 10-1000 sowie mehrere Zusatzbeladungssätze an Bord und kommt dennoch auf ein Gesamtgewicht von 7 t.

Aufgaben eines MLF

Das MLF ist ein Löschfahrzeug überwiegend zur Brandbekämpfung mit einer vom Fahrzeugmotor angetriebenen Feuerlöschkreiselpumpe, einer Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe oder einer Schnellangriffseinrichtung, einem Löschwasserbehälter sowie einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe (1/8).

Die Besatzung besteht aus einer Staffel (1/5), die an der Einsatzstelle mit weiteren Kräften auf Gruppenstärke aufgefüllt wird und dann eine selbstständige taktische Einheit bildet.

Christopher Benkert
Mit einer in den Aufbau integrierten Kabine vom Typ Z-Cab stieg Ziegler auf der Interschutz 2015 in eine neue Baureihe der MLF ein. Aufgebaut war das erste Fahrzeug dieses Typs auf einem Iveco Daily 70 C 17.

Technische Spezifikationen für das Mittlere Löschfahrzeug

Als Basis für das MLF sollen handelsübliche Fahrgestelle mit Doppelkabine und Straßenantrieb verwendet werden. Ein Allradfahrgestell ist ebenfalls möglich. Auf jeder Fahrzeugseite müssen zwei Türen vorhanden sein.

Eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-1000 muss im Fahrzeug eingebaut sein und einen A-Sauganschluss sowie mindestens zwei absperrbare B-Druckabgänge haben. Sie muss mit einem Umschaltorgan für Tank- und Saugbetrieb ausgestattet sein. Pneumatisch oder elektrisch fernbedienbare Absperrorgane müssen ohne zusätzlich anzubringende Hilfsmittel auch manuell bedienbar sein.

Christopher Benkert
Lentner baute dieses MLF für die FF Lauterbach (BY) auf einem MAN TGL 8.180. Die beiden vorderen Geräteräume sind tiefgezogen. Das Fahrzeug hat 600 Liter Wasser an Bord.

Zur schnellen Wasserabgabe müssen im hinteren rechten Geräteraum zwei C42- oder D-Druckschläuche so in Buchten gelagert werden, dass sie schnell an die Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen werden können. Je nach Schlauchgröße ist entweder ein C- oder ein D-Strahlrohr anzukuppeln und ebenfalls im rechten hinteren Geräteraum zu lagern.

Gratis-Download: Themenspecial “Mittleres Löschfahrzeug”

Noch mehr Informationen sowie eine komplette Beladeliste zu diesem Fahrzeugtyp erhalten Sie in unserem kostenlosen, 15-seitigen eDossier “MLF – Mittleres Löschfahrzeug” – hier downloaden!

Auch eine Schnellangriffseinrichtung erlaubt

Alternativ darf auf Wunsch des Bestellers eine Schnellangriffseinrichtung für Wasser eingebaut sein, bestehend aus einer Schlauchhaspel für a) 50 Meter Feuerlöschschlauch DN25 mit Druckkupplung C-DN-25 und C-Hohlstrahlrohr (Durchfluss bis 235 l/min) oder D-Hohlstrahlrohr (Durchfluss bis 100 l/min), oder b) 30 Meter Feuerlöschschlauch DN33 mit Druckkupplung C-DN-33 und C-Hohlstrahlrohr (Durchfluss bis 235 l/min) oder D-Hohlstrahlrohr (Durchfluss bis 100 l/min). Diese Schnellangriffseinrichtung muss im hinteren rechten Geräteraum angeordnet und mit der Feuerlöschkreiselpumpe verbunden sein sowie abgesperrt werden können. Das dazugehörende Strahlrohr ist anzukuppeln und ebenfalls hinten rechts zu lagern.

Christopher Benkert
Auf die serienmäßige MAN-Doppelkabine setzt Schlingmann bei diesem Mittleren Löschfahrzeug (MLF) mit Quadra Line-Aufbau. Das auf einem MAN TGL 8.220 4×2 basierende Fahrzeug führt 1.000 l Wasser mit und hat eine S2000-Pumpe mit einer Leistung von 2.000 l/min bei 10 bar verbaut.

Es muss ein Löschwasserbehälter mit einer nutzbaren Wassermenge von mindestens 600 Liter eingebaut sein. Im Rahmen einer vorhandenen Massenreserve kann dieser auch bis 1.000 Liter Inhalt vergrößert werden. In der Norm wird eine nutzbare Menge von 800 Litern empfohlen. Der Löschwasserbehälter muss unmittelbar über die FPN 10-1000 mit mindestens 800 l/min gefüllt werden können.

Die feuerwehrtechnische Beladung besteht aus einer Standardbeladung, die komplett auf dem MLF vorhanden sein muss. Sie soll nach feuerwehrtechnischen Gesichtspunkten gelagert werden. Zusammengehörige Teile sind auch zusammen zu lagern und sollen ergonomisch günstig be- und entladen werden können.

Eine Zusatzbeladung nach DIN 14800-18 einschließlich deren Beiblätter kann unter Berücksichtigung der Raum- und Gewichtsreserven vorgesehen werden. Weitere Beispiele für zweckmäßige Zusatzbeladungen siehe auch in den weiteren Teilen der DIN-Reihe 14800. Die Zusammenstellung ist auf die einsatztaktischen Erfordernisse abzustimmen. (ID: 434)

Fahrzeugdaten:

  • Antrieb: vorrangig Straßenantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Länge: 6.500 mm
  • Breite: 2.500 mm
  • Höhe: 3.100 mm (1)
  • Zulässige Gesamtmasse: 7.500 kg (2)
  • Fahrzeugmassenklasse nach DIN EN 1846-1: L (leicht)
  • Feuerlöschkreiselpumpe: FPN 10-1000, 1.000 l/min bei 10 bar
  • Löschwassertank: 600 bis 1.000 Liter
  • Besatzung: 1/5

(1) Gemessen bei Leermasse, jedoch mit aufgelegter Dachbeladung.

(2) Beträgt die nutzbare Wassermenge 1.000 Liter und werden die Zusatzbeladungssätze A „Kettensäge“, B „Strom“ sowie C „Beleuchtung“ nach DIN 14800-18 „Feuerwehrtechnische Ausrüstung für Feuerwehrfahrzeuge Teil 18: Zusatzbeladungssätze für Löschfahrzeuge“ aufgenommen, darf die maximal zulässige Gesamtmasse des MLF auf Wunsch des Bestellers 8.500 Kilogramm betragen.

Eine Playlist mit MLFs verschiedener Feuerwehren:

[434]

14 Kommentare zu “Mittleres Löschfahrzeug – 12 Fakten zum MLF”
  1. Mathias Fischer

    Anmerkung: In RLP soll 1000 ltr Wasser, Schiebleiter und darf bis 8,5 T zGG.

    (Wenn ich da jetzt noch H-Satz draufpacke, bin ich, mit Ausnahme von 3 Plätzen weniger, wieder da wo ich vor 20 Jahren mit dem LF 16 war.

  2. Dirk J.

    Die Besatzung des MLF besteht aus einer Staffel und soll an der Einsatzstelle mit weiteren Kräften auf eine Gruppe aufgefüllt werden, so stehts wohl in der Norm. Ich frage mich, wie diese zusätzlichen drei Einsatzkräfte zur Einsatstelle kommen sollen. Darüber steht wohl nichts in der Norm. Sinngemäß gilt das natürlich auch für das TSF und TSF-W. Natürlich wird beim MLF mit Gruppenbesatzung und evtl. zusätzlicher Beladung die 7,5t -Grenze leicht überschritten. Obwohl diese Grenze hinsichtlich der Fahrerlaubnisse in Zukunft wahrscheinlich eine immer geringere Rolle spielen wird.

  3. Thomas Neuberger

    Hallo an meine zwei Vorredner, Dirk J. (warum gibst du deinen Namen nicht Preis?) und Mathias Fischer.
    Ja ein MLF ist eine Zwischenlösung, aber wer sich genauer mit einer Fahrzeugbeschaffung befasst, der wird feststellen, dass zw. TSF-W und MLF sehr große, positive Unterschiede zugunsten des MLF zu finden sind und es auch viele positive Punkte für ein MLF ggü. einem LF 10/6 gibt. Im Prinzip verzichtet man auf 3 Sitzplätze und ca. 100.000 EUR Kosten und dazu noch je nach Ausführung einiges an Zusatzkosten wie Halbjahres-Bremsprüfung etc! MLF ist nicht gleich MLF!! Und noch etwas: Was nützt ein LF 10 wenn nur drei Mann kommen? Genau das wird immer öfter passieren! Unser MLF ist bewusst so ausgelegt, dass drei Mann alles bedienen können. Ich müsst einen Schritt weiter denken! Feuerwehrautos waren mal groß und rot, heute kommt es darauf an was sie können und nicht wie sie wirken! Sie sollen etwas schaffen und keine Show veranstalten! Vom gut aussehen wurde noch nie ein Leben gerettet oder ein Brand gelöscht…. Bitte erst aus verschiedenen Blickwinkeln darauf schauen und nicht gleich loslegen!
    Kameradschaftliche Grüße aus Lauf!
    Thomas Neuberger
    Kdt. FF Lauf

  4. Thomas Reese

    Hallo liebe Redakteure vom Feuerwehr-Magazin,

    könntet Ihr bitte auch mal solch eine sehr ausführliche Faktendarstellung zum Thema KLF machen. Es geht bei mir um die Unterschiede, Vor- und Nachteile von TSF, TSF-W und KLF.
    Vielleicht ist das ja darstellbar.

    MfG

    Thomas Reese

  5. Ich bin da der gleichen Meinung wie Thomas. Unser MLF ist besser ausgestattet als so manches LF10 oder LF16. Natürlich ist die Beladung nur auf eine Gruppe ausgelegt, mehr ist aber auch in der Regel nicht nötig.

  6. Thomas Auerbach

    Hallo, ich hab von Berufswegen auch mit Fahzeugbeschaffungen zu tun und mich mit der Debatte MLF vs. LF10 auch schon intensiv beschäftigt. Mein grobes Fazit – ein MLF (hat ja Beladung für eine Gruppe) funktioniert nur in Verbindung mit einem MTW/MZF – die Liste an Vorteilen von zwei Fahrzeugen(bis zu 15 Personen) muss ich nicht näher erklären. MLF + MTW/MZF is günstiger als 1x LF10. Wenn ich von der 8,5t Variante ausgehe bekomm ich soviel an Beladung rein das die paar kg die das Lf mehr wegbekommt die Vorteile nicht wett machen. Haupnachteil an der ganzen Sache – Ich benötige 2 Fahrzeugstellplätze statt 1. Nebennachteil – wenn ich auf Allrad beharre dann sieht es durch den Wegfall vom MB Vario im Bereich 7,5 – 8,5t Fahrgestell schlecht aus.

  7. Moin,
    habe ich das jetzt richtig gesehen, dass das MLF keinen Rettungssatz (Schere/Spreizer/Zylinder) hat?
    Wenn ja, enttäuscht es mich etwas, da ich der Meinung bin, dass das mittlerweile zur Standard-Beladung bei Löschfahrzeugen (auch in kleinem Stil) gehören sollte.
    Wenn ich jetzt eine kleine Ortsfeuerwehr habe, für die ein TSF-W nicht ausreicht, dann muss ich doch eigentlich davon aus gehen, dass ein MLF auch beinahe nicht ausreicht. Brandbekämpfungstechnisch auf Gruppenniveau zu sein hilft doch nicht viel weiter, wenn man in der Hilfeleistung nicht weiter kommt, zu mal die Hilfeleistungen, auch wenn nicht immer mit Rettungssatz, deutlich zu nehmen.
    Vielleicht bin ich auch einfach verwöhnter Großstädter, mit einem Allrounder und einem KatS-Fahrzeug im Fuhrpark.

  8. Patrick G.

    Hallo,
    unser LF ist mittlerweile 25 Jahre alt. Ein neues Löschfahrzeug ist für uns im Gespräch und da wird seitens der Führung vor allem das MLF angepriesen. Die Technik halte ich ebenfalls für ausreichend, denn die ist unserer derzeitigen garantiert überlegen. Ich habe jedoch auch ein Problem mit der Staffelbesetzung. Wie Dirk weiter oben schon erwähnte, steht die Frage im Raum wie denn weitere Kräfte zum Einsatzort kommen sollen? Tagsüber würde ein MLF ausreichen, aber ab Abends haben wir locker Gruppenstärke. Ein zweites Auto kommt jedoch nicht in Frage, da wir keinen Stellplatz dafür haben.
    Natürlich wird dann seitens der Stadt inoffiziell erwartet, dass die Kameraden mit dem Privat-PKW hinterherfahren. Bis mal was passiert!!! Daher halte ich das MLF für eine reine politische Sparmaßnahme.
    Da es nicht zwingend ein Neufahrzeug sein muss, findet man auch junge gebrauchte LF´s für den Preis eines MLFs.

  9. Steffen Zakfeld

    Hallo zusammen, in SH haben die meisten Ortswehren ein TSF und der Rest der Mannschaft fährt im Privat-PKW hinterher. Aber diese Diskussion gehört nicht hierher.

    Ein weiterer Vorteil des STLF ist m.E. die alte Führerscheinklasse 3, mit der darf man nämlich noch bis 7,49t fahren. Da LKW-Führerscheine teuer sind und es für die “Neuen” der Klasse C die (Feuerwehr)Möglichkeit gibt/geben soll, von bis 3,5t auf bis 7,49t zu erweitern ist hier auch eine kostengünstige Variante zu sehen. Und ganz ehrlich. bei unter 25 Einsätzen pro Jahr sehe ich in einem LF10 keinen Vorteil gegenüber dem STLF. Interessant ist da schon eher die TH-Beladung, es gibt da tolle Beispiele im Netz (z.B. FF Spaichingen)

  10. Statt einem LF10 würde ich eher ein billiges MLF kaufen und von dem gespartem Geld dann ein Carport und ein MTW.
    So würde man sogar für den gleichen Preis 15 statt 9 Kräfte zum Einsatzort bringen und der zusätzliche MTW könnt auch z.B. von der JF genutzt werden und das große Fahrzeug muss nicht für alle Fahrten benutzt werden.
    Im Kofferraum des MTW/MZF könnte auch noch mehr Ausrüstung untergebracht werden.
    Beide Fahrzeuge dürften mit dem Feuerwehrführerschein gefahren werden.

  11. Martin S.

    Wir haben ein LF 10/6 (große Version mit 2..500 Liter Wasser und 3000 Liter Kreiselpumpe, inkl Rettungssatz) und derzeit noch ein LF 8. So ein MLF wäre der perfekte Ersatz, kann noch mit der alten Klasse 3 oder dem Feuerwehrführerschein gefahren werden, hat eine Gruppenbeladung reduziert aber den Personalbedarf von 54 Aktive auf 45.

    Das LF 8 rückt im Normalfall nie vollbesetzt aus und bei kleineren Einsätzenkann man das 10/6 komplett stehen lassen. Ich finde das DIng perfekt und zeitgemäß

  12. stefan_67

    Um die Diskussion bezüglich MLF neu zu beleben, hier mal ein paar Gedanken.

    2017. Es gibt inzwischen elektrisch betriebe Kombigeräte, die nur 24 kg wiegen und sowohl schneiden als auch spreizen können. So ein Gerät inkl. Ersatzakku braucht wenig Platz und sogar ein Kettensatz lässt sich dafür kaufen. Für viele technische Hilfeleistungen reicht ein Kombigerät völlig aus. Sicherlich ist es nicht so komfortabel wie getrennte Schere/Spreizer, aber es ist ein guter Kompromis und für kompliziertere technische Hilfeleistungen braucht es sowieso ein HLF oder RW. Ein weiter Vorteil eines Kombigerätes das eingesparte Gewicht der Platz für Rettungschere und Hydraulikaggregat inkl. der Schläuche.

    Gewicht kann obendrein durch den Verzicht auf den Schnellangriff gespart werden. Die 2 C42 á 15 m oder gleich ein 30 m C42 Schlauch reichen als Erstangriff völlig aus. Die Zeitersparnis durch die Verwendung eines klassischen Schnellangriffs ist nur minimal und deshalb meiner Meinung nach nicht von Bedeutung.

    Wie groß Gewichtsunterschiede beim Fahrgestell sind, z. B. zwischen einem MAN TGL und einem IVECO Daily, vermag ich nicht zu beurteilen. Ein leichteres Fahrgestell ermöglicht aber zusätzliche Beladung, mehr Wasser oder vielleicht Allradantrieb. Außerdem lässt sich so die 7,49 to. Grenze einfacher einhalten und dadurch stehen (z. B. tagsüber) mehr/schneller Maschinisten zur Verfügung.

  13. Hallo zusammen das mit dem elektrisch betriebe Kombigeräte ist schon richtig,aber sie werden in der Leitstelle nicht als Rettungsmittel aufgenommen und bei einer Alamierung kommen trotzdem 2 Rettungssätze.
    Ehem.2. Kdt FF Törring

  14. Erik Robin

    Moin!
    Unterm Strich geben die Rettungsziele vor, mit welcher Mannstärke und Ausrüstung innerhalb welcher Frist die Wehren vor Ort zu sein haben.
    Retungssätze sind da sicherlich einzurechnen, gehören aber ins Alarmschema.
    Ergibt sich die bauliche Möglichkeit, ein zusätzliches MTW unterzubringen, lasse ich mir die Lösung aus MTW und MLF gerne gefallen. Häufig ist das aber kaum adäquat darstellbar.
    Dann wird man so oder so auf das LF 10 zurückkommen müssen. Was bei dessen Beschaffung häufig die Sache schwierig gestaltet, ist die Tatsache, daß das LF 10 in der Regel 3,30 mtr hoch ist, viele Gerätehäuser diese Durchfahrtshöhe aber gar nicht bieten.
    Im ungünstigsten Fall kommt es dann so oder so nicht zur Fahrzeugbeschaffung, sondern auch noch zur gleichzeitigen Neubauplanung.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: