Mitgliederwerbung auf Linienbus

Aschaffenburg (BY) – “Stell dir vor, du drückst und alle drücken sich – Keine Ausreden! Mitmachen!” steht seit kurzem neben einem überdimensionalen Feuermelder auf einem Bus der Aschaffenburger Stadtwerke. Mit dem “Feuerwehrbus” wollen die Stadtwerke auf den städtischen Buslinien für das freiwillige Engagement bei der Feuerwehr werben.

“Stell dir vor, du drückst und alle drücken sich” ist auch das Motto einer landesweiten Kampagne des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes (LFV), mit der neue Mitglieder für die bayerischen Feuerwehren geworben werden sollen. Das “Drücken” im Slogan bezieht sich doppeldeutig auf einen Feuermelder, der bei einem Brandalarm eingedrückt werden muss. Wenn sich aber alle davor drücken, zum Einsatz auszurücken, dann sieht es irgendwann schlecht aus für die Sicherheit aller Bürger, so die Botschaft der Kampagne.

Die Kosten für die bayernweite Kampagne und auch das neue Design des Busses werde vom Freistaat Bayern und dem LFV getragen. Die Aschaffenburger Stadtwerke stellen kostenlos den Bus zur Verfügung. Insgesamt drei Jahre soll der beklebte Bus mit jährlich wechselndem Design Werbung für die Feuerwehr fahren.

Dieser Linienbus wirbt in Aschaffenburg für neue Feuerwehrmitglieder. Foto: Ralf Hettler
6 Kommentare zu “Mitgliederwerbung auf Linienbus”
  1. Robert der Gesegnete

    Ehrenamt der Rettungskräfte in Deutschland

    1. Punkt:

    Alle beruflichen Rettungskräfte und Sicherheitskräfte sind in Deutschland unterbezahlt. Das Einkommen passt nicht zum Gefahrenpotenzial, Verletzungsrisiko und Todesrisiko.

    2. Punkt:

    Ehrenamtliche Rettungskräfte erhalten keine Bezahlung und riskieren täglich Ihre Gesundheit und Ihr Leben. Bestimmte Gefahren sind in den letzten Jahren gestiegen oder neu entstanden. Die Zahlen der Einsätze erhöhen sich. Das Zeitmanagement eines jeden Bürger hat sich geändert (Familie, Beruf, Hobbys). Die Gesellschaft hat sich verändert aber das Ehrenamt in Ihrem Ursprung nicht. Es wurde zum Teil wie z.B. durch Aufwandsentschädigungen angepasst. Aber das ist nicht mehr ausreichend und zeitgemäß.

    3. Punkt:

    Die Folgen sind jetzt schon lange spürbar in allen Teilen von Deutschland. Das Ehrenamt geht stark zurück obwohl das Potenzial an Bürgern vorhanden ist. Fakt ist das schnelle und professionelle Hilfe von ehrenamtlichen Rettern bald zum Luxus werden wird.

    Nun ist die Diskussion eröffnet…

  2. Markus Z.

    Im Ldk. Regen in Niederbayern fährt ein Bus der RBO ebenfalls mit dieser Beklebung.

  3. @ Robert: Das kann man so sehen, ja!

    Nur ich einem Punkt bin ih anderer Ansicht:

    Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst sind auch in Zukunft kein Luxus sondern nötig!

  4. @Robert der Gesegnete

    Deinen Punkten stimme ich zu, aber mal eine kurze Frage:

    Warum “der Gesegnete”, zu höherem berufen???

  5. Ob das die Lösung ist um Mitglieder zu gewinnen? Ich denke ganz klar nein! Mitgliederwerbung macht eigentlich nur in einem persönlichen Gespräch Sinn, denn dabei habe ich denjenigen vor mir und der Erfolg hat mir recht gegeben. Innerhalb eines Jahres konnten wir für unsere ländlich angesiedelte Löschgruppe immerhin 9 neue Mitglieder in der Altersgruppe 19 bis 43 Jahre in unseren Reihen begrüßen.
    Nur leider gibt es aber den bitteren Beigeschmack, dass man sehr viel Zeit investieren muss. Größstes Problem auf das wir immer wieder gestossen sind schlicht und einfach schon die lange Zeit für die Grundausbildung. Beziehungsweise das nicht jeder so ohne weiteres an den Ausbildungstagen teilnehmen kann. Viele müssen auch am Wochenende arbeiten und können auch nicht mal eben so freimachen.Vielleicht sollten die einschlägigen Gremien sich mal Gedanken machen ob und wie man dieses Problem unter einen Hut kriegen kann. Denkbar wäre es doch ein Teil der GAL in einer Art Selbststudium zu verpacken, klappt ja mittlerweile in vielen anderen Bereichen auch. Das wäre schonmal ein großer Schritt in die richtige Richtung. Leider weiß ich jetzt schon das dieser Gedankengang von vielen belächelt wird und nicht umsetzbar ist. Weil so modern ist die Feuerwehr ja dann doch noch nicht….Bis alleine die Feuerwehren aus NRW unter einem Hut gebracht sind und über so eine Lösung nachdenken, muss bestimmt schon die ein oder andere Pflichtfeuerwehr eingeführt werden.

  6. @ Jens: Ich denke der Bus kann nur für den Erstkontakt dienen und dafür scheint mir das ein gutes Mittel.

    Gerade in der Grundausbildung sollte man ein Selbststudium höchstens zur Ergänzung, da man in vielen Bereichen bei Null beginnt!

    Im Lehrgang ist vieles eine Frage der Organisation – aber, ich gebe dir Recht, man sollte darüber rüber nachdenken TM und TF in Münster als Block anzubieten…

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