Kölner Rettungsgerät wechselt nach Bethlehem

Köln/Bethlehem – Bei der Unfallrettung kommen in Bethlehem (Gebiet Westjordanland) und Umgebung zukünftig Kölner Rettungsgeräte zum Einsatz. Die beiden Städte pflegen eine internationale Partnerschaft. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters ist bei einem Besuch in der Stadt auf Defizite bei der Ausrüstung aufmerksam gemacht worden und hat zusammen mit der Kölner Feuerwehr ein Hilfspaket geschnürt.

Im Dezember 2010 trugen die Palästinenser den Wunsch nach einer besseren Ausrüstung an Jürgen Roters heran. Der Oberbürgermeister war damals zu Besuch im Westjordanland. Spontan sagte das Kölner Stadtoberhaupt seine Unterstützung zu und nahm nach seiner Rückkehr Kontakt mit seiner Feuerwehr auf. Der Bethlehemer Bürgermeister wünschte sich Schutzkleidung und hydraulische Rettungsgeräte für die freiwilligen Feuerwehren in der Region.

Die Kölner Feuerwehr konnte den Wünschen Sorge tragen und stellte drei hydraulische Rettungssätze zur Verfügung. Die Geräte entsprechen zwar nicht mehr den hiesigen Anforderungen, sind jedoch technisch in einem einwandfreien Zustand. Auch Schutzkleidung trieben die Kölner auf. Am Montag fand nun die Übergabe des gespendeten Materials in Köln statt. Hierzu reisten der Leitende Branddirektor der Freiwilligen Feuerwehr Palästina, Ibrahim Ayesh, mit seinem Dolmetscher, Samir Baboun, nach Deutschland. Dieser ist zugleich Mitglied der Feuerwehr in Bethlehem.

Die Kölner übergaben ihre Sachspende aber nicht einfach so an ihre palästinensischen Kameraden. Mitglieder der Löschgruppe Dünnwald schulten die Gäste gleich an den Geräten. Bei der Übergabe war auch Johannes Feyrer, Leitender Branddirektor bei der Kölner Feuerwehr, dabei. “Ich freue mich, dass die Stadt Köln mit diesem Geschenk die Ausstattung der Feuerwehr in Palästina und besonders in unserer Partnerstadt Bethlehem verbessern kann”, betonte Feyrer.

Die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes empfing die Spendenempfänger im Kölner Rathaus. Während ihres dreitägigen Aufenthaltes besichtigten sie verschiedene Feuerwehren in Köln und Bergisch Gladbach. Ibrahim Ayesh ist beauftragt, neben der Berufsfeuerwehr, landesweit auch eine freiwillige Feuerwehr aufzubauen. Die Verantwortlichkeit der Feuerwehren liegt dort aber nicht wie in Deutschland bei den Kommunen sondern in staatlichen Händen. (Foto: Feuerwehr Köln)

6 Kommentare zu “Kölner Rettungsgerät wechselt nach Bethlehem”
  1. Schwede

    Find ich eine super Sache. Wir haben vor kurzem ein TLF und diverses Gerät das bei uns ausgesondert wurde an eine Wehr in Georgien gespendet. Ein Quantensprung für die dortigen Kameraden.

  2. Ich bin in der Freiwilligen Feuerwehr Illingen/saar und unsere Gemeinde und Unser Bürgermeister sowie ein Beauftragter der Gemeinde schicken fast jedes Jahr Aurüstungsgegenstände und Schutzkleidung bei eine Feuerwehr in Romänien
    Ich finde das ist eine Gute IDEE man braucht diese gegenstände ja nicht weg zu schmeisen!!!!ODER etwa nicht ???????

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