Karate in der Jugendfeuerwehr

Berlin – Ab jetzt wird in den blau-orangenen Jugendfeuerwehr-Anzügen Karate gekämpft. „Fairness und Fitness in der Jugendfeuerwehr“ lautet das Motto der Kooperation zwischen Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) und Deutschem Karate Verband (DKV).

Thomas Weigert (links), Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Markt Donaustauf und sein Vater Wolfgang Weigert, Vizepräsident des Deutschen Karate Verbands. Foto: Weigert.

Jugendfeuerwehr und Karateverband wollen Fitness und Gesundheit mit Respekt und Fairness verbinden. Das Projekt ist ein erster Baustein DJF-Kampagne „KLAR – Körperbewusst, Lebensfroh, Aktiv und Rundum zufrieden“. Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen DJF und DKV steht, dass Karatetrainer für die JF in ihrem Ort bis zu vier Trainingseinheiten kostenlos anbieten.

Für die Jugendfeuerwehr spielt das Sportangebot eine wichtige Rolle. “Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden werden von Kindern und Jugendlichen als etwas Selbstverständliches wahrgenommen, aber sie sind es nicht!”, betont Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der DJF. “Jeder sollte sich mit seinem Körper und seinem Sein bewusst wahrnehmen und sorgsam mit sich selber umgehen. Dafür möchten wir eine Sichtweise eröffnen. Warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren!”

Uwe Danker, Bildungsreferent der DJF, erklärt, warum gerade Karate und Jugendfeuerwehr zusammen passen: “Teamarbeit und Fairplay stehen im Vordergrund. Konzentration, Geschick und Ausdauer sind von entscheidender Bedeutung. Und letztlich wollen wir das Selbstbewusstsein und das Kennen eigener Grenzen bei unseren Jugendlichen fördern. Dazu gehört natürlich auch die ordentliche Portion Spaß und der Erfolg, etwas Neues erreicht zu haben.”

Vorteil: Für die Kooperation sind keine teuren Anschaffungen notwendig. Das Training kann auch in leichter Übungsbeklidung durchgeführt werden. Interessenten können sich bis Ende September 2012 im Bundesjugendbüro der Deutschen Jugendfeuerwehr melden.

Auf Nachfrage von feuerwehrmagazin.de kündigte Uwe Danker weitere Aktionen im Rahmen der “KLAR”-Kampagne zur Gesundheitsförderung an. “Im Jahr 2013 sollen zum Beispiel Seminare für Jugendleiter folgen – sowohl zur Ernährung bei Gruppenveranstaltungen als auch für sportliche Maßnahme.”

17 Kommentare zu “Karate in der Jugendfeuerwehr”
  1. Ich finde das bescheuert, weil das nichts mit der Jugendfeuerwehr zutun hat. Also wenn man es so nötig hat neue JF Mitglieder zu finden …..Das ist echt armselig !

  2. Ich finde das bescheuert, weil das nichts mit der Jugendfeuerwehr zutun hat. Also wenn man es so nötig hat neue JF Mitglieder zu finden …..Das ist echt armselig !

  3. Wer sich hier über sportliche Betätigung (welcher Art auch immer) aufregt sei daran erinnert, dass die Feuerwehr ursprünglich “Turnerfeuerwehr” hieß und deren Mitglieder sich aus Turnvereinen rekrutierten. Und körperliche Fitness hat noch niemandem geschadet. Bevor man über das entsprechende Programm urteilt, sollte sich im Vorfeld mit den Gepflogenheiten klassischer asiatischer Kampfsportarten auseinandersetzen! Schade, dass Neues immer gleich auch negativ bewertet wird. Was uns jedoch nicht gefällt, ist der Einleitungssatz des “Feuerwehrmagazin”.

  4. Wir machen zum Fit bleiben andere Sachen:
    Gemeinsames Schwimmen, oder Fußball und Basketball spielen auf dem Zeltlager.

  5. Sabine schroeder

    Wir kämpfen um jedes einzelne Kind in der Jugendfeuerwehr und bemühen uns, die Dienste so attraktiv wie möglich zu gestalten, um einen Mitnahme-Effekt zu erzielen. Vielfältige Freizeitaktivitäten und schulischer Leistungsdruck arbeiten dagegen. Wenn auch nur ein Kind zur JF findet, weil es von einem JF-Mitglied gehört hat, “dass die da sogar Karate machen”, hat sich der Aufwand schon gelohnt. Die da nach feuerwehrtechnischer Ausbildung rufen haben noch nicht erkannt, dass diese höchstens 40% der Jugendarbeit ausmachen sollte. Wir haben halt auch den Auftrag, Teamgeist, Sozialverhalten und körperliche und geistige Fitness zu fördern!

  6. und ich frage mich wieder, warum ich hier überhaupt die Kommentare lese. Ich hoffe nicht, dass irgendwelche Jugendbetreuer darunter sind… JF ist eben nicht nur Feuerwehr, sondern auch, und das ist ein verdammt wichtiger Teil, Jugendarbeit. Und auch mit Sport kann man diesen Bereich abdecken. Mal ganz außenvorgelassen, dass Sportlichkeit und Fitness grundlegende Säulen des Feuerwehrwesen sind.

  7. Senfdazu

    Was sagt eigendlich der Unfallversicherer dazu ?

    Karate ist ja nun kein typischer Feuerwehrsport.

  8. Ich bin selbst Jugendwart und ich find die Idee Gar nicht schlecht so kommt wenigstens Abwechslung in das ganze System wenn man bedenkt das in der Jugendfeuerwehr eh nur 40 % der reinen Feuerwehrausbildung beinhalten darf aber anderer Seits muss ich auch sagen man muss aufpassen das man nicht soviel Kinder direkt an diese Sportart verliert und dann wieder Konflikte mit der jf auftreten

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