Havariekommando beendet “Flaminia”-Einsatz

Wilhelmshaven/Cuxhaven (NI) – Heute morgen um 10 Uhr hat das Havariekommando die Gesamteinsatzleitung im Schadenfalls der “MSC Flaminia” abgegeben. “Nachdem die heißen Container entladen worden sind, handelt es sich nun nur noch um normale Entladungs- und Entsorgungsarbeiten, die keiner weiteren Koordination durch unsere Dienststelle bedürfen”, so Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos, nach der Abschlussbesprechung heute in Wilhelmshaven.

Dorthin war die Flaminia geschleppt worden, um im neuen Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven das Schiff kontrolliert dekontaminieren und entladen zu können. Am 20. August war das Havariekommando mit den Planungen für die Rückkehr des Containerschiffs in deutsche Gewässer beauftragt worden, auf dem am 14. Juli aus bisher ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen war. Rund zwölf Wochen leitete der Havariestab den gemeinsamen Einsatz von rund 20 Unternehmen und 30 Behörden. Unter anderem musste ein geeigneter Notliegeplatz gefunden und vorbereitet werden, die Reise des Schleppverbandes musste geplant und überwacht werden und die Vorbereitungen zur Reinigung, Entladung, Entsorgung sowie der Übergabe der unbeschädigten Container an die Besitzer waren zu planen und durchzuführen.

An Land in direkter Nähe zum Liegeplatz wurde eine Wachstraße für die Container eingerichtet, in der mittlerweile rund ein Drittel der insgesamt 2.876 Container an Bord von Ruß, Löschwasser und anderen Anhaftungen befreit werden konnte. Darunter waren auch mehrere “heiße Container”, in denen unter anderem gepresste Papierrollen immer wieder zu brennen begonnen hatten. Mehrfach musste die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven daher zu Löscharbeiten ins Containerterminal ausrücken. Während der Entladearbeiten hatte die BF zudem eine Brandwache gestellt. (Text und Foto: Olaf Preuschoff)

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