Hamburg: Übungsanlage für 2,1 Millionen

Hamburg – Die Akademie der Feuerwehr Hamburg will kräftig investieren. Für 2,1 Millionen Euro soll eine Brandübungsanlage zur Simulation von Einsätzen in S- und U-Bahnanlagen sowie Industriebereichen auf dem Schulgelände entstehen. Das Rennen um den Auftrag haben die Lübecker Firma Dräger Safety sowie das Bauunternehmen Kathmann aus Bremen gewonnen.

DieFeuerwehrakademie in Hamburg bekommt für 2,1 Millionen Euro eine moderne Brandsimulationsanlage. Grafik: DrägerAb Anfang nächsten Jahres sollen die freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehrangehörigen der Hansestadt die moderne Übungsanlage nutzen können. Der erste Spatenstich erfolgte bereits vor Kurzem im Beisein von Innensenator Michael Neumann. Amtsleiter der Feuerwehr Oberbranddirektor Klaus Maurer empfindet es als Verpflichtung, den Einsatzkräften die bestmögliche Ausbildung für ihre schwierigen Aufgaben zukommen zu lassen. Den Bau der Anlage sieht er weiterhin als “bedeutenden und zukunftsweisenden Schritt”.

Unterirdischer Bahnhof wird in einer Halle nachgebaut

Das erste Modul der Simulationsanlage wird in einer 54 Meter langen oberirdischen Halle mit 3.600 Kubikmeter umbauten Raum Platz finden. In ihr werden zwei Gleise mit Schienen, Treppen, Podesten, Bahnsteigen, Kiosk und einer Kriechstrecke verbaut. Hier können die Feuerwehrleute das Löschen von Bränden in U- und S-Bahn-Anlagen trainieren. Das zweite Modul wird im Freien aufgebaut und ist thematisch der Industriebrandbekämpfung gewidmet. Insgesamt sorgen neun gasbefeuerte Brandstellen in Raffinationskolonnen, Rohrbrücke und Pumpenstation für eine vielseitige Gestaltung der Ausbildung. Ergänzend können verschiedene Abdichtungstechniken geübt werden.

Neben den umfangreichen Übungsmöglichkeiten kommt die Sicherheitstechnik nicht zu kurz. Die Teilnehmer können über Wärmebild- und Infrarotkameras überwacht werden. Ein Notentlüftungssystem soll die Anlage binnen kürzester Zeit von Kunstnebel und heißer Luft befreien.

Dräger-Projektmanager Ingo Sandmann freut sich auf das Großprojekt und kann dabei auf die langjährige Erfahrung von Dräger im Bau von Übungsanlagen zurückgreifen. Die Lübecker bewältigen das Vorhaben in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Bauunternehmen Kathmann, die ihr Kerngeschäft im Bau von Industrie-, Gewerbe- und Wohnanlagen sehen. (Grafik: Dräger)

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