Halloween: Viel Arbeit für Polizei und Feuerwehr

Köln (NW) – Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Brände: Halloween entwickelt sich in Deutschland immer mehr zu einer arbeitsintensiven Veranstaltung für Polizeibeamte und Feuerwehrkräfte. “In diesem Jahr war es besonders schlimm”, hieß es von verschiedenen Polizeidienststellen im Bundesgebiet. Das der 31. Oktober 2009 auf einen Samstag fiel, könnte mit ein Grund dafür gewesen sein: Bei vielen Veranstaltungen floss reichlich Alkohol.

Entsprechend übermütig fiel so mancher Streich aus – nicht selten waren Eierwürfe und andere Sachbeschädigungen der Grund für Polizeieinsätze. Auch Beleidigungen und Schlägereien fordeten die Ordnungshüter.

Aber auch die Feuerwehr hatte mit vorsätzlich oder fahrlässig verursachten Bränden zu tun, die auf das Halloween-Geschehen zurückzuführen sind. Dabei dürfte auch ein Rolle gespielt haben, dass seit einigen Jahren in Deutschland vermehrt “Halloween-Feuerwerk” verkauft wird. Dabei handelt es sich um so genanntes “Jugendfeuerwerk”, das ganzjährig abgebrannt werden darf.

Die Polizei Bochum hatte mit diesem Foto vor bösen Halloween-Streichen gewarnt. Foto: Polizei BochumEinige Beispiele aus dem Einsatzgeschehen: In Bochum mussten in der Nacht sechs brenennde Laubkörbe und Mülleimer gelöscht werden. In Borken geriet auf einem Flachdach einer Gaststätte eine selbstgebastelte Halloween-Puppe in Brand. Nach Einschätzung der Polizei hatten Grablichter die Kleidung der Puppe entzündet. Schaden: Rund 15.000 Euro. Auch bei einem Brand in Gütersloh vermutet die Polizei einen Zusammenhang mit dem Gruselspektakel. Dort brannte plötzlich ein mobiles Toilettenhäuschen auf einer Baustelle, das Feuer griff auf geparkten Audi A6 über. Totalschaden – rund 30.000 Euro. Zuvor waren verdächtige Jugendliche beobachtet worden, in unmittelbarer Nähe entdeckten Polizisten kaputte Eier. In Hattingen  musste die Feuerwehr wegen einer vermeintlich brennenden Bushaltestelle ausrücken. Wie sich herausstellte, hatten Jugendliche mit Spraydosen und Wunderkerzen gezündelt – einen Brand gab es jedoch nicht. In Nürnberg geriet in einer Wohnung ein Kürbis in Brand – zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Bereits am Freitag hatten zwei Kinder in Euskirchen für einen der folgenschwersten “Halloween-Streiche” gesorgt. Die Acht- und Neunjährigen warfen Feuerwerkskörper durch ein offenes Fenster in ein Mehrfamilienhaus. Eine Erdgeschosswohnung geriet in Brand. Eine Bewohnerin und zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen, der Schaden beträgt rund 150.000 Euro.

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