Urteil nach Gretzenbacher Tiefgaragen-Brand

Gretzenbach (Schweiz) – 2004 starben im schweizerischen Gretzenbach sieben Feuerwehrleute, als während eines Brandes eine Tiefgarage einstürzte. Jetzt hat das Amtsgericht Olten-Gösgen die beiden Bauherren der Anlage zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Unglück von Gretzenbach (Schweiz). Archivfoto: FeuerwehrDas Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Männer der fahrlässigen Tötung, der fahrlässiger Körperverletzung sowie dem fahrlässigem Verursachen eines Einsturzes schuldig gemacht haben. Die Tiefgarage war im Jahr 1990 mit einer zu hohen Last überbaut worden. Als die Feuerwehr den Brand mehrerer Fahrzeuge in dem Bauwerk löschen wollte, kam es unvermittelt zum Einsturz. Es war der bislang schwerste Feuerwehrunfall in der Schweiz und einer der schwersten in Europa.

Neben den beiden Bauherren und ehemaligen Eigentümern, einem Brüderpaar, saßen auch ein Ingenieur, sein Vorgesetzer sowie der Bauleiter auf der Anklagebank. Das Gericht sprach diese drei von allen Vorwürfen frei.

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