Gefahr von Flächenbränden steigt an

Offenbach – Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden steigt in den kommenden Tagen deutlich an: Regional kann die Waldbrand-Gefahr bis Dienstag auf Stufe vier (von fünf) steigen, in besonderen Risikogebieten auch den Maximalwert erreichen. Auch die Gefahr von Flächenbränden auf Laub- und trockenen Grasflächen steigt vielerorts auf den zweithöchsten Wert.

Flächenbrand in Bayern: Eine Lok offenbar durch Funkenflug zahlreiche Brände verursacht. Foto: fib/GSSchon in den vergangenen Tagen war es bundesweit immer wieder zu kleineren und mittleren Flächenbränden gekommen. So verursachte zum Beispiel am Donnerstag eine Dampflok in den Kreisen Altötting und Mühldorf entlang einer 20 Kilometer langen Bahnstrecke mehrere Flächenbrände (Foto). Neun Feuerwehren mussten ausrücken. Am Montag verbrannten rund zweieinhalb Hektar Waldfläche im Harz. Drei Feuerwehren aus Niedersachsen und sieben aus Sachsen-Anhalt benötigten rund fünf Stunden um das Feuer zu löschen. Eine erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr im Frühjahr ist nicht ungewöhnlich. Das noch fehlende Frühjahrsgrün, trockenes Laub und Gras aus dem Vorjahr sowie trockenes, sonniges Wetter begünstigen die Feuer. (Foto: fib/GS)

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3 Kommentare zu “Gefahr von Flächenbränden steigt an”
  1. Wald- und Flächenbrände im April sind schon seit Jahrzehnten nichts Neues.
    Sozusagen ein alter Hut. 2,5 Hektar sind für die Gebiete wo immer wieder Wald- und Flächenbrände auftreten nicht mal der Erwähnung wert.
    Im Gegensatz zu Jahren in denen es keinen Winter mit Schnee gegeben hat ist die Situation in diesem Jahr noch recht entspannt. Weil das Gras des Vorjahres an Boden liegt. Ohne die Schneelast wäre das schon ganz anders. Fakt ist aber das sich ganz andere Gegenden als die sonst üblichen mal Gedanken über die Brandbekämpfung unter solchen Bedingungen machen müssen. Hier kann ich nur empfehlen mal zu schauen wie das die Feuerwehren machen die das schon seit Jahrzehnten tun. Last euch nicht erzählen wie es in Amerika oder sonst wo läuft. Das funktioniert nicht. Schaut nach Sachsen oder Brandenburg, das ist auf unsere Bedingungen zugeschnitten. Und kommt alle wieder gut nach Hause.

  2. Schlauchlurch

    Nomex hat Recht: Die Versuche amerikanische Taktik nach DE zu bringen sind relativ sinnlos. Das funktioniert bei unseren räumlichen Verhältnissen alles nicht so recht – insbesondere die Geschichte mit den “Gegenfeuern”.

    Alle Versuche in dieser Richtung sind eigentlich sinnlos….es sei denn man möchte öfter mal im Gespräch sein.

    Natürlich könnte man unsere Technik und Taktik in Sachen Wald- und Flächenbrand noch deutlich optimieren – Möglichkeiten dazu sind vorhanden – und unsere Effizienz bei solchen Einsätzen deutlich steigern. Da sollte man ansetzen und nicht krampfhaft versuchen etwas zu verkaufen das einfach nicht passt.

  3. Waldkuh

    Volle Zustimmung.
    Die neuen Bundesländer, hier v.a. Brandenburg, haben jährlich mit einer vielzahl von Waldbränden zu tun, teils mit größeren Ausmaßen.
    Das liegt im eigentlichen an den Sandböden und den darauf befindlichen Kiefernwälder, zumeist in jungen, großflächigen Beständen.
    Dies spiegelt natürlich auch die Einstufung in die Waldbrandgefahrenklasse A wieder.

    So wurden also schon seit Jahrzehnten die Wälder durch Feuer bedroht und schlussendlich zerstört.
    Darum gabs auch etliche Erfindungen, die dem ganzen Einhalt gebieten sollten. So wurden Feuerwachtürme erbaut, Waldwege zur Waldeinteilung angelegt.

    Für die Feuerwehren aus den Regionen heißt es Jahr für Jahr “Der erste Schlag muss sitzen.
    Dieser Leitspruch verdeutlicht noch einmal die Erfahrenheit der Feuerwehrleute, welche diese immer und immer wieder im praktischen gemacht haben.

    Ich denke auch, dass man in Zukunft diese Erfahrungen nicht unter den Tisch fallen lassen sollte, um andererseits das Rad neu zu erfinden, sondern in Diskussionen mit einfließen lässt.
    Die Kameraden aus den deutschen Waldbrandregionen sind Vorreiter, keine Helden.

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