Frau stürzt über Schlauch – wer ist schuld?

Heilbronn (BW) – Zwischenfall bei einem Brandeinsatz in der Heilbronner Innenstadt am Mittwochvormittag: Eine Fußgängerin stürzte über ausgelegte Feuerwehrschläuche und verletzte sich leicht. Der Rettungsdienst versorgte die Frau noch vor Ort. In solchen Fällen taucht die Frage auf: Wer ist für die Stolperfalle Schlauch verantwortlich?

Nach Angaben der Polizeidirektion Heilbronn war die Einsatzstelle abgesperrt. Somit habe die Fußgängerin den Bereich auf eigene Gefahr betreten. Deshalb gäbe es keine Ermittlungen. In einem ähnlich gelagerten Fall wies das Amtsgericht München eine Klage einer Radfahrerin ab. Sie war mit ihrem Fahrrad über einen Schlauch gestürzt, der bei Kanalarbeiten von einem Hydranten zu einem Spülwagen geführt hatte. Der Schlauch habe jedoch erkennbar quer über dem Radweg gelegen, urteilte die Kammer. Zudem sei die Situation als solche, mit dem Spülwagen und den mit Warnwesten bekleideten Arbeitern, eindeutig gewesen.

Stolpern oder Stürzen über Schläuche werden laut Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen häufig als Unfallursache angegeben. Ihre Forderung sind präventive Maßnahmen gegen die „Gefahrenquelle Schlauch“. Schläuche müssten gut sichtbar sein. „Denn nur auf das, was wahrgenommen wird, kann reagiert werden“, heißt es in der Ausgabe 2/2007 der FUK News. Einige Feuerwehren setzen bereits auf auffällige Schläuche – in signalgelb, schwarz-gelb gestreift oder in rot.

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