Feuerwehrmann wegen Drogenhandel vor Gericht

Lübeck (SH) – Vom kommenden Mittwoch an müssen sich ein Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Lübeck und eine Justizangestellte vor dem Lübecker Schöffengericht verantworten. Dem Mann und der Frau wird nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, unerlaubt Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge betrieben zu haben. Die illegalen Aktivitäten des Duos sollen sich von Oktober 2010 bis November 2010 hingezogen haben.

Der Prozess gegen den Berufsfeuerwehrmann und die Justizangestellte ist öffentlich und beginnt um 9 Uhr. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil die Drogengeschäfte angeblich sogar während der Dienstzeit und mit Nutzung eines Feuerwehrfahrzeugs erfolgt sein sollen.

Insgesamt wurde seit dem Spätsommer 2011 gegen vier Feuerwehrmänner ermittelt, alle sind derzeit nicht im Dienst. Werden die  Angeklagten für schuldig befunden, müssen sie mit empfindlichen Strafen rechnen. Wer illegale Drogen in „nicht geringen Mengen“ besitzt, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen. Doch fernab der juristischen Strafen drohen den Beamten auch dienstrechtliche Konsequenzen. Je nach Schwere ihrer Tat kann die Stadt als Arbeitgeber einen Verweis, eine Geldbuße oder die Kürzung des Gehaltes veranlassen. Das Innenministerium könnte die Beamte sogar degradieren oder rauswerfen. Ist ein Beamter rechtskräftig zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt, dann wird er automatisch aus dem Dienst ausgeschlossen und verliert seine Pensionsansprüche.

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