Essen: Gemeinsame Hotline soll helfen

Essen (NW) – Mit einer Kooperationsvereinbarung haben Feuerwehr und Deutsches Roten Kreuz in Essen eine Zusammenarbeit bei der Personenauskunftsstelle (PASS) festgelegt. Alfred Franzen, Vorsitzender des DRK Kreisverbandes Essen, und Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn unterzeichneten am Mittwoch das entsprechende Papier. Die PASS dient für besorgte Anrufer und Angehörige bei größeren Unglücken als Hotline.

Räumlich befindet sich die Auskunftsstelle im Lage- und Logistikzentrum der Essen Feuerwehr. An insgesamt acht Arbeitsplätzen können hier bei größen Unglücken besorgte Anrufern informiert werden. Sollte die verfügbare Kapazität nicht ausreichen, werden die Anrufe an den DRK-Kreisverband Essen weitergeleitet, wo zusätzliche Plätze geschaltet werden können. “Solche Unglücke kommen Gott sei Dank nicht sehr oft vor”, berichtet Ulrich Bogdahn.

Ulrich BogdahnDie multifunktionelle PASS kann auch als Notruf-Überlauf fungieren, wenn bei Flächenlagen (Stichwort Orkan Kyrill) sehr viele Notrufe zeitgleich eingehen und zeitkritisch abgefragt werden müssen. “Auch hierfür stehen uns die Räumlichkeiten der Personenauskunftsstelle selbstverständlich zur Verfügung”, betont der Feuerwehr-Chef. Einziger, aber wichtiger Unterschied: Notrufe werden nicht zum DRK weitergeschaltet, sondern bleiben in Feuerwehr-Hand. Die Informationen über die Verletzten können direkt von der Einsatzstelle via Online-Verbindung in die Datenbank eingepflegt und ständig, auch von anderen Stellen, ergänzt werden. So verfügen die Rotkreuz-Mitarbeiter der Personenauskunftsstelle sehr schnell über Informationen zu potenziell verletzten oder in Not geratenen Personen.

Zu den Mitarbeitern des DRK Kreisverband Essen gehört unter anderem auch der Leiter des Kreisauskunftsbüros, Dr. Uwe Langenhagen. Er und seine Mitstreiter – allesamt ehrenamtlich Aktive beim Deutschen Roten Kreuz – sind nicht nur Experten im Umgang mit den technischen Finessen dieses sogenannten GSL-Netzes. Sie sind auch Experten im sensiblen Umgang mit den besorgten Anrufern. “Das Programm hält für fast jede Situation Muster mit Satzbausteinen für das Gespräch bereit”, erklärt Dr. Langenhagen: “Diese können unsere Mitarbeiter dann nutzen, wenn sie einmal nicht weiter wissen im manchmal sehr schwierigen Gespräch mit den Angehörigen. Das kann schon sehr hilfreich sein, auch wenn wir den unmittelbaren Dialog mit den Menschen immer vorziehen”, so Dr. Langenhagen. (WA/MF)

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: