Erfahrungsaustausch in Sachen Kinderfeuerwehr

Andernach (RP) – Viele freiwillige Feuerwehren in Rheinland-Pfalz führen Kinder durch Spiel und Spaß an Themen des Brandschutzes heran. Der Zulauf in die Bambini-Feuerwehren ist groß. Um die Betreuung der Kinder zu optimieren, hatte der Landesfeuerwehrverband  (LFV) Rheinland-Pfalz die Verantwortlichen für die Bambini-Gruppen aus dem ganzen Bundesland zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch eingeladen.

Heike Stanowski mit den Betreuern. Foto: Unfallkasse Rheinland-PfalzMit dabei waren auch die Präventionsfachleute Heike Stanowski und Dave Paulissen von der Unfallkasse. In ihren Workshops gaben sie den Betreuungskräften der Bambini-Feuerwehren mit Elementen aus der Erlebnispädagogik, der Gestaltung von sicheren Gruppenstunden und der Arbeit im Team wichtige Orientierungshilfen an die Hand. Ganz nach dem Motto: “Besser schwimmen lernen, als das Wasser meiden”, riet Dave Paulissen den Anwesenden, das Thema ‚Feuer‘ nicht aus dem Alltag zu verbannen. Es sei sehr viel sinnvoller, offen damit umzugehen und die Begegnung mit Feuer einzuüben. Die von ihm verteilten Broschüren “Faszination Feuer!” und “Upsi und der grüne Drache machen Feuer” geben mit anschaulichen Geschichten und  Spielen Vorschläge, um Kindern den verantwortungsbewussten Umgang mit Feuer näherzubringen.

Raum zur Selbstentfaltung schaffen

Die praxisorientierten Angebote ergänzte Wolfgang Tyttlik vom LFV mit seinen Ausführungen zu den Grundlagen der Brandschutzerziehung, die auch Möglichkeiten des Selbstschutzes in Gefahrensituationen vermittelten. “Den Kindern sollte bei der sinnvollen Freizeitbeschäftigung in ihrer Feuerwehreinheit Raum zur Selbstentfaltung und die Möglichkeiten des spielerischen Lernens mit sozialem Engagement vermittelt werden”, riet Wolfgang Tyttlik den Bambini-Betreuern.

Fast 1.000 Kinder in den Kinderfeuerwehren aktiv

Die Zahl der Mitglieder in den rheinland-pfälzischen Bambini-Feuerwehren liegt bei fast 1.000 Kindern – Tendenz steigend. Die Ausbildung der Kinder kann und darf jedoch nicht mit der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr gleichgesetzt werden. Viele Diskussionen zur Senkung des Eintrittsalters in die Jugendfeuerwehr lassen sich mit der Bildung von Bambini-Feuerwehren beenden. Mit der erfolgreichen Vorbereitung der sechs- bis zehnjährigen Kinder auf die Arbeit in der Jugendfeuerwehr versprechen sich die Initiatoren eine feste Bindung zur Freiwilligen Feuerwehr.

Informationen gibt auch das Faltblatt „Kinder in die Feuerwehr … ja, aber wie?“, das man kostenfrei unter http://www.lfv-rlp.de/ heruntergeladen kann.

Ein Kommentar zu “Erfahrungsaustausch in Sachen Kinderfeuerwehr”
  1. Ich finde es super, wie der LFV in Rheinland – Pfalz die Kinder bzw. Bambini – Feuerwehren unterstützt. Leider sieht es bei uns in Sachsen nicht so gut mit der Unterstützung aus. Ohne die Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit warum wir eine Bambini – Feuerwehr ins Leben gerufen haben, würden wir nicht von einigen Sponsoren unterstützt werden. Es fängt bei der Versicherung an bis über die Gestaltung unseres Dienstplanes. Auch die Überzeugung einzelner wichtiger Kameraden war nicht einfach. Wir haben sehr hart arbeiten müssen und sind es immer noch. Wir haben leider keine Unterstützung von Seiten LFV Sachsen, bzw. Jugendfeuerwehr Sachsen. Leider ist in Sachsen keine Vorgruppe vor der Jugendfeuerwehr vorgesehen.

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