Ehrenkreuze nach Behindertenwerkstatt-Brand

Titisee-Neustadt (BW) – Nach dem Brand in einer Behinderten-Werkstatt in Titisee-Neustadt mit 14 Toten (siehe Einsatzbericht in der aktuellen Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 3/2013) sind drei der eingesetzten Feuerwehrleute mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet worden.

Feuerwehrfrau Ramona Benitz gehörte zu den ersten Atemschutzgeräteträgern, die bei dem Brand in den Werkstätten der Caritas am 26. November vergangenen Jahres in den besonders stark betroffenen Brandraum vordrangen. Brandmeister Mathias Schönfeld war der erste Gruppenführer vor Ort. “Seine Ersterkundung und seine schnelle, richtige Einschätzung der besonders kritischen Einsatzlage seien entscheidend dafür gewesen, dass zahlreiche Menschen noch aus dem Gebäude gerettet werden konnten”, hieß es in einer Begründung. Kreisbrandmeister Alexander Widmaier hatte nicht nur den Brandeinsatz geleitet, sondern sich auch besonders für die Betreuung der Feuerwehrangehörigen stark gemacht.

Seit 60 Jahren verleiht der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Würdigung hervorragender Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens. Im Rahmen eines Festaktes anlässlich des Jahrestages zeichnete DFV-Präsident Hans-Peter Kröger am Mittwoch insgesamt 35 Feuerwehrmänner und -frauen im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, Silber und  Bronze aus. Seit 1953 sind rund 35.000 Personen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz geehrt worden.

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Die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen aus ganz Deutschland hatten mutiges Verhalten in schwierigen Einsätzen gezeigt, unter eigener Lebensgefahr Menschen gerettet oder sich außergewöhnlich und langjährig für die Feuerwehren engagiert. “Diesen Mut, diese Opferbereitschaft, dieses Engagement, das die hier heute eingeladenen 35 Männer und Frauen gezeigt haben, holen wir mit ihrer Ehrung in die Mitte unserer Gemeinschaft. Wir machen ihr Handeln zum Maßstab für uns selbst”, erklärte der DFV-Präsident in seiner Laudatio: “Wir wollen uns und andere ermutigen, ebenfalls entschlossen und nachhaltig für eine sichere, für eine lebenswerte Gesellschaft einzutreten.”

Geehrte mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz nach der Brandkatastrophe in Titisee-Neustadt: Alexander Widmaier, Ramona Benitz, Mathias Schönfeld (v.l.). Foto: DFV
Geehrte mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz nach der Brandkatastrophe in Titisee-Neustadt: Alexander Widmaier, Ramona Benitz, Mathias Schönfeld (v.l.). Foto: DFV
14 Kommentare zu “Ehrenkreuze nach Behindertenwerkstatt-Brand”
  1. ich kann mich nur wiederholen : Glückwunsch , und vor allem Respekt, ich hätte nicht mit den Kameraden tauschen wollen die die ganzen leblosen Körper gefunden haben….. PS: toller Bericht in der aktuellen FWM

  2. Was ist den mit Feuerwehrleuten die sich verletzen bei einsätzen und bleibende Schäden behalten?
    Die bekommen einen hauch von nichts.
    Soll aber nicht heissen das die Kameraden es bei diesen Einsatz nicht verdient hätten.
    Im grunde hat jeder Feuerwehrmann/frau mehr anerkennung verdient.

  3. Glùckwunsch ! Aber denk auch mal an ander die sowas durch machen. Man bekommt kein danke schön wenn man als kleine wehr auch as selbw durch macht. ! Alle wache nur auf wenn es zur großschadenslage kommt ! Aber hut ab die es mit gemacht haben !!

  4. Auch von mir:Herzlichen Glückwunsch!!!

    ich bin selbst aktiver Feuerwehrmann bei einer FF und arbeite in einer Werkstatt für Behinderte!

    Es glaubt niemand, wieviele verschiedene Arten von Behinderungen man täglich erleben kann und es kann sich niemand in diese Leute hineinversetzen!

    Die KameradInnen haben an diesem Tag eine besondere Leistung vollbracht angesichts einer solchen Lage mit einer Art von Menschen, deren Verhalten in solchen Fällen niemals wie bei “normal” denkenden ungefähr voraussehbar ist.

    Ich hoffe, eine solche Tragödie wird sich niemals wiederholen!

    In unseren Werkstätten haben Mitarbeiter (auch ich) an einem Seminar für Sicherheitsbeauftragte teilgenommen, alle haben sich dafür freiwillig gemeldet
    Wir haben die Aufgabe, einfach nur die Augen aufzuhalten und Mißstände schnellstmöglich einem Gruppenleiter mitzuteilen, der dann die Beseitigung veranlasst. Bei kleineren Poblemen können wir natürlich auch direkt eingreifen, müssen das aber melden.

    Die Kollegen haben sich bei diesem Seminar besonders angestrengt und auch wenn wir als Sicherheitsbeauftragte “nichts zu sagen” haben, nehmen alle diese Aufgabe sehr ernst und kümmern sich um ihr “Revier”

    Auch so kann man eine Werkstatt sicherer machen. Die Betreuer haben natürlich viel anderes zu erledigen, sind über diese Art von Unterstützung froh.

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