Digitalfunk: Testbetrieb in NRW beginnt

Düsseldorf – Ab sofort unterziehen die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen den ersten Abschnitt des neuen Digitalfunknetzes einem Härtetest. In Düsseldorf, Mönchengladbach, den Kreisen Mettmann und Viersen sowie dem Rhein-Kreis Neuss soll das neue Funknetz sechs Monate lang seine Funktionsfähigkeit beweisen.

“Wir machen heute einen weiteren wichtigen Schritt  auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung des Digitalfunks in NRW”, sagte Innenminister Ralf Jäger am Montag in Düsseldorf. “Der Probebetrieb wird uns zeigen, ob es hakt und wo nachgebessert werden muss. Wir werden das Netz auf Herz und Nieren prüfen.” Voraussichtlich im März wird der Netzabschnitt im Großraum Köln in die Testphase gehen. Die anderen folgen dann nach und nach.

Bei dem erweiterten Probebetrieb handelt es sich um eine wichtige vertragliche Regelung mit den Herstellern. “Nach den Berichten aus anderen Bundesländern ist es unwahrscheinlich, dass ein Systemwechsel dieser Größenordnung völlig fehlerfrei funktioniert”, machte der Minister deutlich. “Deshalb unterbrechen wir sofort die Probephase, wenn wir gravierende Fehler oder Schwächen im System erkennen. Dann müssen die Hersteller die Probleme schnell lösen. Erst wenn alle Tests die volle Funktionsfähigkeit bewiesen haben, werden wir das Netz übernehmen.” Während des Probebetriebs wird der analoge Funk parallel weiter verwendet.

Im Großraum Düsseldorf wurden 41 Basisstationen errichtet. Bei den fünf beteiligten Polizeibehörden werden 36 Wachen und fünf Leitstellen an das Netz angeschlossen. Dazu kommt noch die Landesleitstelle der Polizei in Neuss. Rund 860 Funkstreifenwagen werden umgerüstet und etwa 4.000 Polizisten an den neuen Geräten geschult.

160.000 Einsatzkräfte betroffen

Insgesamt  rüsten in ganz Nordrhein-Westfalen 47 Kreispolizei- und drei Landesoberbehörden der Polizei sowie 422 Feuerwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werkfeuerwehren und die Hilfsorganisationen 26.000 Fahrzeuge um und tauschen etwa 80.000 Funkgeräte aus. Auch die Leitstellen der Feuerwehr werden an die neue Technik angepasst. 40.000 Polizisten und mehr als 120.000 Angehörige von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen werden für den Digitalfunk fit gemacht.

Für den Aufbau und Betrieb des Digitalfunks hat das Land Nordrhein-Westfalen rund 513 Millionen Euro bereitgestellt.

2 Kommentare zu “Digitalfunk: Testbetrieb in NRW beginnt”
  1. ich hab noch nichts davon gesehen oder ein geräte in der hand gehalten.
    wie wäre es erst mal mit ausbiuldung bevor man was testet wo keiner so richtig weiß ob es funktioniert…..

  2. Philipp

    moin Rene, ich habe auch von den Geräten bei uns auf der Wache noch nichts gesehen, geschweige denn gehört, dass der Digitalfunk bei uns eingeführt wird, wird warscheinlich noch dauern.

    aber ich bin gespannt wie er zu handhaben ist.

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