Beck ehrt siegreiche Feuerwehrleute

Mainz (RP) – Die Freiwilligen Feuerwehren Speyer, Speicher, Idar-Oberstein und Andernach überzeugten in Mainz als Sieger eines landesweiten Wettbewerbs der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Ministerpräsident Kurt Beck, Geschäftsführerin Beate Eggert und Vorstandsvorsitzender Peter Labonte von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ehrten am Freitag Wehrkameraden und kommunale Vertreter im Wappensaal des Mainzer Landtags.

„Der Wettbewerb ‚Ausgezeichnet – Sicherheit und Gesundheit für Feuerwehren‘ ist ein Spiegel der Anforderungen, die an die Freiwilligen Feuerwehren gestellt werden“, sagte Ministerpräsident Beck. Er sprach den Wehrmännern und -frauen seinen Respekt und seine Bewunderung aus. „Vieles, was die Feuerwehren leisten, kommt in keiner Statistik zum Ausdruck“, so Beck. Man könne nicht hoch genug einschätzen, was die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Wehrangehörigen leisteten, die nicht nur bei schwersten Bränden im Einsatz seien, so Beck weiter.

Ehrung in Mainz: Ministerpräsidenkt Kurt Beck mit den Geehrten. Foto: Unfallkasse RP„Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz legt besonderes Augenmerk auf Prävention“, erklärte Peter Labonte. „Die ausgezeichneten Feuerwehren gehen mit ihren außerordentlichen Leistungen mit gutem Beispiel voran“, so Labonte weiter. „Uns ist wichtig, dass die Feuerwehrleute bei ihren schwierigen Einsätzen gesund bleiben“, führte Geschäftsführerin Beate Eggert an und erklärte den Hintergrund des Wettbewerbs: „Mit dieser Ausschreibung wollten wir Gemeinden und Stadtverwaltungen aktiv bei ihrer Präventionsarbeit unterstützen. Die Preisträger sollen den Sicherheits- und Gesundheitsschutz der Feuerwehrangehörigen weiter fördern.“ Die FF Speyer erhielt als Sieger 10.000 Euro, die Feuerwehr Speicher 5.000 Euro, die Feuerwehr Idar-Oberstein 2.500 Euro und die Feuerwehr Andernach 1.000 Euro als Prämie.

Auf die besonderen Leistungen und das individuelle Engagement der einzelnen Wehren gingen die Vertreter der Wettbewerbs-Jury ein: Rainer Karn, im Innenministerium stellvertretender Leiter des Referats Feuerwehr und Katastrophenschutz, Hanno Ritterbusch, Leiter der Landesfeuerwehrschule, Otto Fürst, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes sowie Harald Schweitzer, Landtagsabgeordneter und Landtagsauschussvorsitzender. Sie alle machten deutlich, wie umfangreich der Einsatz für Sicherheit und Gesundheit für Helfer und Retter ist.

Das zeigt auch das Beispiel der erstplatzierten Feuerwehr Speyer. „Wichtig war für uns, dass alle Wehrleute an diesem Prozess teilnehmen“, erklärte Stefan Serr, Wachdienstführer und somit verantwortlich für die Dienststelle „Feuerwache” der Stadtverwaltung. Rund 500 bis 600 Stunden investierten er, Wehrleiter Michael Hopp und Sachbearbeiter Hubert Kling in der Stadtverwaltung Speyer für eine Konzeption im Sinne von Sicherheit und Gesundheit und deren Umsetzung.

Die FF Speyer besteht aus zehn hauptamtlichen Kräften und rund 120 Aktiven. Hinzu kommen die passiven Mitglieder und Jugendfeuerwehren. „Und genau da liegt auch eine der Besonderheiten. Galt es doch, einen gemeinsamen Nenner und Verantwortungsbereiche für Hauptamtliche und Ehrenamtliche zu definieren. Wir erarbeiteten ein zweistufiges Konzept für beide Gruppen“, erklärte Serr. Am Anfang stand die Gefährdungsanalyse für das hauptamtliche Personal. Den daraus resultierenden Maßnahmenkatalog setzte man unter Federführung von Stefan Serr Schritt für Schritt um. Fragen der Vorsorgeuntersuchungen, ein Gefährdungskataster, Schulungen und körperliche Belastungen wurden ebenso in den Fokus gerückt wie Hygienerichtlinien, Fitness und Rechtsfragen. Besonderen Stellenwert nahmen unter anderem auch Themen wie Arbeitsgeräte, Schutzkleidung und der Einsatz vor Ort ein. „Dabei zeigte sich, wie wichtig es ist, die Führungskräfte zu sensibilisieren und an deren Verantwortungsbewusstsein zu appellieren – auch bei den ehrenamtlich Aktiven“, betonte Serr.
 
Weiter zeigte die Analyse schwarz auf weiß, wie schwierig und vielschichtig die Einsatzbereiche der Wehrmänner sind. Ob Keller oder Dachgeschoss, Hochhaus oder Industriebetrieb: Die Herausforderungen im Notfall erfordern höchste Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Und: Seit neuestem verfügen die Fahrzeuge der Feuerwehr Speyer über Staubschutzmasken. Sie sollen eine eventuell auftretende Feinstaubbelastung durch Glas- oder Verbundwerkstoffbearbeitung vermeiden. „Die hohe Auszeichnung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz zeigt deutlich, dass die Feuerwehr Speyer hervorragend aufgestellt ist“, betonte Beate Eggert im Rahmen der Feierstunde. Auch die Zahlen sprechen für sich: Trotz der verhältnismäßig hohen Einsatzzahlen von durchschnittlich 550 im Jahr sanken die Unfallzahlen, ermittelte Gefahren konnten abgestellt oder vermindert werden. (Text und Foto:  Unfallkasse Rheinland-Pfalz)

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