Automobilclub kritisiert Feuerwehr-Führerschein

Frankfurt/Main (HE) – Der Verkehrsausschuss des Bundesrates wird sich am Mittwoch mit der Erweiterung des Führerscheins der Klasse B für Rettungskräfte beschäftigen. Der Bundestag hat sich bereits für eine Ausnahmeregelung ausgesprochen und möchte die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) ändern.

So sollen in Zukunft Feuerwehrleute und Hilfsdienstangehörige mit Klasse B-Führerscheinen Einsatzfahrzeuge bis 4,75 bzw. 7,5 Tonnen steuern dürfen – wenn Sie eine Zusatzausbildung machen und eine Zusatzprüfung ablegen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) sieht das kritisch und favorisiert eine andere Lösung.

“Unbestritten sollte und muss auf die Führerscheinproblematik der Einsatzkräftekräfte reagiert werden. Die Fahrer sind jedoch häufig Extremsituationen ausgesetzt und bei Einsätzen mit hohem Tempo unterwegs – sie sollten die schweren Lösch- oder Hilfsfahrzeuge also sicher beherrschen”, teilte der Automobilclub mit. Der AvD schlägt vor, von einer Erweiterung der Klasse B Abstand zu nehmen und die Einsatzkräfte im Rahmen der regulären Führerscheinausbildung für die Klasse C1 zu qualifizieren. Dies könnte in gesonderten und aus Landes- und Bundesmitteln finanzierten Kursen geschehen. Darin könnten die besonderen Anforderungen an diese Personengruppe berücksichtigt werden und zusätzliche Trainings an Fahrsimulatoren oder auch psychologische Schulungen integriert werden. (avd)

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