Autobahn: Funkwarnung vor Gefahrenstellen

Düsseldorf – Die Verkehrsminister von Bund und Land Nordrhein-Westfalen, Dr. Peter Ramsauer und Lutz Lienenkämper, haben in dieser Woche ein neues, zusätzliches Sicherungssystem für Autobahnbaustellen vorgestellt. Es basiert auf CB-Funk-Sendern, die von mobilen Absicherungstafeln, Kehrmaschinen, Streckenkontrollfahrzeugen oder Leitkegeln die Warnung “Achtung Gefahrenstelle” ausstrahlen. Eine Lösung auch für Einsatzstellen auf der Autobahn?

Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer. Foto: www.peter-ramsauer.deDas Warnsystem richtet sich vor allem an Lkw-Fahrer. Die Warnung wird von per CB-Funk Fahrzeugen empfangen. Sie erfolgt auf unterschiedlichen Kanälen in verschiedenen Sprachen (deutsch, englisch, polnisch, russisch, litauisch, türkisch, tschechisch). Die Sender haben eine kurze Reichweite von etwa 350 Metern, erreichen also Fahrzeugführer unmittelbar vor der Gefahrenstelle. Sie werden verkehrsabhängig gesteuert. Bei einer Geschwindigkeit unter 30 Stundenkilometer schalten sie sich ab.

“Unser Ziel ist mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und für die Beschäftigten der Autobahnmeistereien. Sie machen oft einen lebensgefährlichen Job”, sagte Dr. Ramsauer bei der Vorstellung des neuen Systems. Der Bundesverkehrsminister lobte die Erfindung, die zuerst in einem Pilotprojekt im Bereich der Autobahndirektion Nordbayern erprobt worden war. “Der CB-Funk ist ein sehr geeignetes Instrument, um speziell Lkw-Fahrer vor Gefahrenstellen zu warnen.”

Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper betonte: “In fast jeder Woche werden auf unseren Autobahnen Sicherungsanhänger zerstört, die mit Blicklichtern auf die Tagesbaustellen hinweisen. Dabei bleibt es nicht immer beim Sachschaden: Leider werden oft auch Menschen verletzt, zum Teil schwer. Ich freue mich, dass wir das neue Warnsystem als erstes Bundesland flächendeckend einführen.”

Insgesamt hat Nordrhein-Westfalen 233 Funkwarnsender angeschafft. Die Kosten für Beschaffung und Montage der Sender in Höhe von 640.000 Euro bezahlt der Bund.

CB-Funk ist unter Lkw-Fahrern immer noch weit verbreitet – laut Stichproben in Nordrhein-Westfalen sind drei Viertel aller Lkw mit Funkgeräten ausgestattet, durchschnittlich 70 Prozent der Fahrer haben den CB-Funk während der Fahrt eingeschaltet.

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