Arnsberg arbeitet mit Zukunftskonzept

Arnsberg (NW) – Die Freiwillige Feuerwehr Arnsberg (Hochsauerlandkreis) gliedert sich um. Im Zuge der Umstrukturierung reduziert die Wehr die Anzahl ihrer sogenannten Basislöschzüge von acht auf sechs. Mit diesem Weg wollen die Arnsberger ihre Wehr zukunftssicher machen und einem beginnendem Führungskräftemangel entgegenwirken.

Wie viele Freiwillige Feuerwehren in Deutschland sah man auch in Arnsberg mit angespannter Miene in die Zukunft der freiwilligen Feuerwehr. Damit der Fortbestand der ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch in den kommenden Jahren sichergestellt wird, hat man Ende 2011 den Brandschutzbedarfsplan fortgeschrieben. Hierzu hatten sich die Führungskräfte der Feuerwehr mit einem Gremium parteiübergreifender Vertreter der Kommunalpolitik zusammengeschlossen. Zusammen hat der Arbeitskreis ein Konzept arbeitet, welches eine Reduzierung der acht existierenden Basislöschzüge vorsieht. Ab dem 1. Januar 2013 gibt es nur noch sechs dieser Basislöschzüge, welche sich aus den 14 Löschgruppen und Löschzügen der Stadt zusammensetzen.

Die Neugliederung der Basislöschzüge macht auch einen Führungswechsel notwendig. Zukünftig wird ein Leitender Löschzugführer einen Basislöschzug führen. Unterstützt werden diese vom örtlichen Löschzug- oder Löschgruppenführern, die ihrer jeweiligen Ortseinheit vorstehen. Damit die Aufgabenverteilung auch klar geregelt ist, wurde hierzu eine Dienstanweisung verfasst. Die Alarmierung erfolgt wie gehabt im Verbund.

In einem Ortsteil gab es bereits Probleme einen Nachfolger für den ausscheidenden Löschgruppenführer zu finden. Diese Einheit wird zukünftig in einen Basislöschzug integriert, was den Erhalt der Gruppe sichert. Der Stadtrat hat Ende November dem Brandschutzbedarfsplan mit all seinen Änderungen uneingeschränkt zugestimmt. Die Wehrführung verspricht sich von dieser Umstrukturierung eine flächendeckende Vorhaltung der Feuerwehren in allen Arnsberger Ortsteilen. (Foto: Feuerwehr Arnsberg)

2 Kommentare zu “Arnsberg arbeitet mit Zukunftskonzept”
  1. Tja leider gibt es ja auch noch ffw in denen man geächtet wird weil man anderster ist und tattos hatt oder rausgeeckelt wird weil man noch mitglid im drk ist da braucht man sich doch nicht wundern wenn führungskräfte fehlen

  2. Frank Florian

    Der Führungskräftemangel und auch Mangel an Personal wird von vielen Freiw. Feuerwehren selbst herbeigeführt!
    In 27 Jahren Feuerwehrdienst mußte ich leider Erfahrungen sammeln, die dieses bestätigen. In vielen Feuerwehren herschen immer noch Vorurteile gegenüber Frauen, Homosexuelle, Migranten und anders aussehenden oder denkenden Kameraden. Es gibt Aufnahmeprozedere in denen die ganze Wehr abstimmt, ob jemand aufgenommen wird, oder nicht und das im Jahr 2012.
    Führungsposten werden über Generationen weitervererbt, sodass andere geeignete Führungspersönlichkeiten ganz einfach die Lust auf Feuerwehr verlieren. Hat man es dann irgendwann vielleicht trotzdem an die Spitze einer Feuerwehr geschafft, kann es manchmal nur von kurzer Dauer sein, dann stehen nämlich die auf, die alles Besser können und einem das Leben so schwer machen, dass man irgendwann wieder das Handtuch wirft.
    Mir ist es so ergangen und habe als Brandoberinspektor unwiderruflich die Feuerwehr verlassen, obwohl ich aufgrund meines Alters noch ca. 20 Jahre hätte Dienst leisten können. Und man kann hier nicht von einem “bedauerlichen” Einzelfall sprechen, mir sind in unserer Kreisfeuerwehr weitere fünf ähnlich gelagerte Fälle bekannt.
    Es kann nicht angehen das sich Menschen dazu bereiterklären sich freiwillig bis zu Führungskräften ausbilden zu lassen, ihre Freizeit opfern, ihren Arbeitsplatz gefährden, ihre Familie wochenlang im Stich lassen, um sich dann anschließend von Meinungs- und Stimmungsmachern innerhalb der Feuerwehren bis zur Handlungsunfähigkeit niedermachen zu lassen!
    Wir müssen wieder mehr zum Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren kommen, um uns selbst zu stärken. Sicherlich gibt es Feuerwehren in denen ganz einfach, auch durch den demographischen Wandel Kräfte fehlen, aber inzwischen glaube ich, dass sich noch mehr Feurwehren bis zur Selbstauflösung das Leben schwer machen.

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