Anonymer Spender stiftet Rettungssatz

Marpingen (SL) – Ende April konnte der Löschbezirk Urexweiler (Kreis St. Wendel) einen neuen hydraulischen Rettungssatz in Empfang nehmen. Der Gerätesatz, mit einen Gesamtwert von über 14.000 Euro, wurden durch einen Spender finanziert, der namentlich nicht genannt werden möchte. Die Geräte ersetzten unter anderem Hydraulikaggregat und Spreizer, die einst aus Mitteln aus der Kameradschaftskasse des Löschbezirks beschafft wurden und zum Teil schon über  28 Jahre alt sind.

Von einem anonymen Spender gestiftet: Ein Rettungssatz für den Löschbezirk Urexweiler. Foto: Karsten Huber/FeuerwehrDas neue Hydraulikaggregat EMatic  mit Elektroantrieb verfügt über zwei angebaute Schnellangriffshaspeln mit jeweils 20 Meter langen Höchstdruckschlauchpaaren und Singlekupplungen. Diese ermöglichen einen schnellen Wechsel der angeschlossenen Geräte (z.B. Rettungszylinder) auch bei anstehendem Druck. Es ist möglich beide Rettungsgeräte parallel oder wechselseitig im Turbobetrieb anzusteuern. Sie werden dabei mit einem maximalen Druck von 700 bar betrieben.

Die Rettungsschere vom Typ RSX 200-107 hat eine Öffnungsweite von bis zu 200mm und eine maximale Schneidkraft von 107 Tonnen bei einem Gewicht von rund 20 Kilogramm. Es handelt sich um eines der leistungsfähigsten Geräte, das aktuell am Markt erhältlich ist. Durch die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im Pkw-Bereich unter anderem durch die Verwendung hochfester Materialen wie spezieller Stahllegierungen, von Spezialprofilen und weiterer Sicherheitsfeatures wie Seitenaufprallschutz, werden hohe Anforderungen an die Geräte gestellt, welche das bisher vorhandene Schneidgerät nicht mehr erfüllen konnte.

Der Spreizer SP 49 hat eine Öffnungsweite von 710 Millimeter und eine maximale Spreizkraft von 330 Tonnen; sein Gewicht beträgt 20,5 Kilogramm. Er dient zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden.

Um die neuen Einsatzmittel im Gerätewagen verladen zu können, waren Umbauarbeiten erforderlich, die durch die Feuerwehrkameraden aus Urexweiler in Eigenleistung vorgenommen wurden. So wurde unter anderem ein neuer Geräteauszug im Wert von 1.500 Euro angefertigt und im Fahrzeug montiert. Die anfallenden Materialkosten wurden durch den Löschbezirk übernommen. (Text und Foto: Karsten Huber / Feuerwehr)

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